Massentierhaltungen können bisher ganz legal zur Nitratbelastung des Grundwassers beitragen – das muss sich nun durch eine Stoffstrombilanz ändern

Bisher konnte ein Teil der Stickstoffmengen von den riesigen Güllemengen aus den Massentierhaltungen in den Aufzeichnungen einfach verschwinden - so tauchen sie im Stickstoffüberschuss nicht auf. Großzügige abzugsfähige Abschläge in Form von Stall-, Lagerungs- und Ausbringsverluste machten das möglich. Der VSR-Gewässerschutz lehnt jegliches rechnerisches Verstecken von Nährstoffen ab, die letztendlich doch auf den Feldern landen.

Politiker in den einzelnen Bundesländern müssen nun für belastete Regionen zusätzliche Maßnahmen verankern

Die Landesregierungen müssen in den Regionen mit hohen Nitratbelastungen dringend zusätzliche Maßnahmen zur Verringerung der Belastung aus der Landwirtschaft - wie in der novellierten Düngeverordnung vorgesehen - verankern.
Gerade bei starken Belastungen im Grundwasser muss eine noch höhere Effizienz beim Düngen erfolgen als in den nicht belasteten Regionen. In der im Februar verabschiedeten novellierten Düngeverordnung wird den zuständigen Landesregierungen hierzu verschiedene Möglichkeit eröffnet.

Massentierhaltungen und Biogasanlagen - die großen Probleme im Gewässerschutz

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Deutschlands Stickstoffpolitik stinkt.
Ohne EU-Nitratrichtlinie böte Deutschland Massentierhaltungs- und Biogasanlagen-Betreibern unbegrenzte Möglichkeiten. Nur hat die Politik es viel zu lange der Agrar- und Biogas-Lobby überlassen, die „gute fachliche Praxis“ zu definieren, auf deren Basis Düngeverordnungen die Richtlinie umsetzen helfen sollen. Zudem fehlen Kontrollen und Sanktionen – dies entspräche der Erwartung, dass Autofahrer ihr Tempo im Verkehr selbstverantwortlich anpassten.

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Geflügelkot aus Massentierhaltungen – ein Problem für das Grundwasser bei unzulässiger Lagerung

Der VSR-Gewässerschutz kritisiert, dass Geflügelkot häufig nicht abgedeckt am Feldrand zwischengelagert wird. Wegen der fehlenden Abdeckung führt diese regelwidrige Lagerung zu einer Belastung des Grundwassers. Der Verein wurde schon häufig von besorgten Bürgern und Bürgerinnen auf diese nicht abgedeckten Kothaufen auf Feldern hingewiesen. Allerdings herrscht oft Unsicherheit, ob diese Lagerung auf dem Acker noch zulässig ist oder ob bereits eine verbotene Grundwasserverschmutzung droht. Dabei ist klar geregelt, dass eine derartige Lagerung unzulässig ist.

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Pressemitteilung: Geflügelkot aus Massentierhaltungen – ein Problem für das Grundwasser bei unzulässiger Lagerung

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Massentierhaltungen führen in Niedersachsen zu erheblichen Gewässerbelastungen

In Niedersachsen werden 2/3 der Masthähnchen sowie 1/3 aller Schweine und über 1/3 der Legehennen in Deutschland gehalten. Es ist das Bundesland mit den meisten Nutztieren pro Quadratmeter. Das hat natürlich auch seine Auswirkungen auf das Grundwasser.

Während die Nitratbelastungen im Grundwasser durch die viele Gülle der Massentierhaltungen inzwischen recht bekannt sind, werden die Auswirkungen auf die Aluminiumkonzentration im Grundwasser und auf die Phosphatbelastung der Flüsse nicht so wahrgenommen.

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Auszug aus Rundbrief 3/2014

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Hochbelastete Sickersäfte von Maissilos belasten das Grundwasser und die Bäche

Der VSR-Gewässerschutz wurde in letzter Zeit häufig von besorgten Bürgern über die in Gräben, Bächen und Grundwasser unerlaubten Einleitung von Sickersaft aus Silagen, in denen das Substrat für die Vergärung in Biogasanlagen oder Futtermittel für die Tierhaltung gelagert wird, informiert.

Tote Gewässer rund um Biogas-Anlagen

Es war ein Zuschauer, der Panorama 3 zu umfangreichen Recherchen veranlasste: Manfred Meier aus Dithmarschen entdeckte bei Aufnahmen mit seiner Unterwasserkamera einen mutmaßlichen Umweltskandal. Sein Verdacht: Biogas-Anlagen verschmutzen Gräben und Bäche mit Gärsäften. Ein Team von Panorama 3 ist der Sache nachgegangen.

Biogasanlagenboom verhindet Umsetzung von Richtlinien

► Es kommt zu Verzögerungen bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

 

► Richtlinie zum Meeresschutz kann nicht umgesetzt werden

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Auszug aus Rundbrief 1/2014 zum Thema: Industrielle Biogasanlagenboom verhindert Umsetzung von Wasserrahmenrichtlinie und Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

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Politische Entscheidungen zur Erzeugung von Bioenergie haben die Auswirkungen auf den Gewässerschutz missachtet

Gerade in Deutschland wurden die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Wasser und Energie bei der Erzeugung von Bioenergie vernachlässigt. Dadurch kam es zu energiepolitischen Entscheidungen, die nun Erfolge im Gewässerschutz zunichte machen. Zu lange haben Politiker die Produktion von Bioenergie nur als einen Ausschnitt des Ganzen betrachtet. Insbesondere bei der Förderung von Biogasanlagen wurden einige ökologische Zusammenhänge nicht mit einbezogen.

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Pressemitteilung zum Weltwassertag: VSR-Gewässerschutz kritisiert, dass politische Entscheidungen zur Erzeugung von Bioenergie ohne Beachtung der Auswirkungen auf den Gewässerschutz stattgefunden haben

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Keine Zulassung von Fungiziden, die zusätzlich die Maiserträge steigern

Neuartige Mittel gegen Pilze im Maisanbau, sogenannte Fungizide, stehen in Deutschland kurz vor der Zulassung. „Wenn Pflanzenschutzmittel neben ihrer eigentlichen Wirkung zu einer zusätzlichen Ertragssteigerung führen, besteht die große Gefahr, dass sie übermäßig eingesetzt werden. Pflanzenbauberater befürchten zu Recht eine gesellschaftliche Ablehnung.“  so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

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Pressemitteilung: VSR-Gewässerschutz warnt vor Gefahren für das Grundwasser – keine Zulassung von Fungiziden, die zusätzlich die Maiserträge steigern

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