Ergebnisse der Messfahrten im Einzugsgebiet der Maas

Messfahrt an der Niers von Mönchengladbach bis zur Mündung in die Maas im November 2014

Der VSR-Gewässerschutz stellte bei seiner Messfahrt im November 2014 eine viel zu hohe Nitratbelastung in der Niers fest. Nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) dürfte das Niers-Wasser, um den geforderten, guten Zustand zu erreichen, höchstens 11 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat aufweisen. Die Messungen ergaben an der Mündung in die Maas jedoch fast den dreifachen Wert mit 29,6 mg/l Nitrat. Damit trägt die Niers erheblich zur Nitratbelastung der Maas und auch zur Eutrophierung der Nordsee bei.

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Presseerklärung zu den Ergebnissen der Niersuntersuchung mit dem Titel:
VSR-Gewässerschutz stellt bei der Messfahrt an der Niers einen enormen Anstieg der Nitratbelastung fest – Ackerflächen durch Gülle und Gärreste überdüngt

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Messfahrt an der Rur von Nideggen bis zur Mündung in die Maas im November 2011

Ziel: Untersuchung der Nitratbelastung nach Renaturierungsmaßnahmen

Im November 2011 führte der VSR-Gewässerschutz eine Messfahrt an der Rur durch. Die Vereinsmitglieder wollten ergründen, ob die bisherigen Renaturierungsmaßnahmen an der Rur schon zu einer Reduzierung der Nitratbelastung geführt haben. Die Untersuchungen begannen im Nideggener Ortsteil Brück und führten die Gewässerschützer bis zur Rur-Mündung nach Roermond.
Die festgestellten Nitratkonzentrationen schwankten bis in den Raum Jülich um 7 Milligramm pro Liter (mg/l), bevor ein Anstieg der Belastung im Raum Linnich festgestellt wurde. In Sint Odilienberg lagen die Nitratwerte im Rur-Wasser dann schon bei 10,7 mg/l, bevor die Konzentration bis zur Mündung in Roermond wieder geringfügig auf 9,8 mg/l fiel. Gegenüber früheren Messungen konnte der Verein der Rur eine geringere Nitratbelastung attestieren.

 

Die Ergebnisse der Rur-Messfahrt zeigen, dass die bereits durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen die Wasserqualität verbessern. Insofern ist die Renaturierung der Rur eine wichtige Maßnahme, um auch die Stickstoffbelastung in der Maas und letztendlich den Eintrag in die Nordsee zu reduzieren. In den letzten Jahren sind an der Rur zahlreiche Maßnahmen durchgeführt worden. Der VSR-Gewässerschutz stellte fest, dass sowohl die Altarmanbindungen als auch die Wiederherstellung von Überschwemmungsflächen an der Rur und den Nebenbächen dazu führt, dass dem Wasser mehr Nitrat entzogen wird.

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Messfahrt in Straelen am Bach im Tal der Sieben Quellen im April 2011

Ziel: Untersuchen, wie sich der Zufluss des stark nitratbelasteten Quellwassers auf den Bach auswirkt

Die Teiche an der Paesmühle sind sehr stark nitratbelastet. Die Messungen ergaben 120,0 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat beim Überlauf von dem oberen Teich in den unteren. Am Auslauf des unteren Teiches lag der Wert immer noch bei 88,2 mg/l. Obwohl sich die Nitratbelastung im zweiten Teich bereits durch Umwandlungsprozesse reduziert hat, stellt dieser Messwert auch für den weiteren Verlauf des Baches ein Problem dar. Hohe Nitratbelastungen fördern das Algenwachstum. Nach der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA), dem auch Vertreter des Landes NRW angehören, sollen Bäche und Flüsse nicht mehr wie 11 mg/l Nitrat aufweisen, um mit der Gewässergüte 2 einen guten Zustandes einhalten zu können. Der Bach an der Paesmühle gehört, bedingt durch den hohen Nitratwert, zu der schlechtesten Güteklasse 4 und gilt somit als übermäßig verschmutzt.

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Pressemitteilung
Hohe Nitratkonzentrationen im Grundwasser in Straelen - Bach im Tal der Sieben Quellen wie auch die Teiche an der Paesmühle stark belastet

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Messfahrt an der Niers von Rheydt bis zur Mündung in die Maas bei Gennep im November 2009

Ziel: Untersuchen, wie sich der Zufluss des stark nitratbelasteten Grundwassers auswirkt

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Pressemitteilung:
Messfahrt an der Niers bestätigt hohe Nitratwerte – VSR-Gewässerschutz fordert von der zukünftigen Landesregierung kostenlose Bodenuntersuchungen für Landwirte und Gärtner

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