Die Nitratkarte Sachsen-Anhalt 2017

Wir fanden bei unseren Messungen von 2015 bis 2017 in Sachsen-Anhalt, wie in den Jahren zuvor, hohe Nitratbelastungen im Grundwasser. Dabei stellten wir fest, dass die Höhe der Nitratbelastung des Grundwassers stark von der Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen abhängig ist. Bei Wiesen und Weiden, dem sogenannten Grünland, ist die Gefahr der Nitratauswaschung wesentlich geringer als bei Ackerland. Da Sachsen-Anhalt bei seinen landwirtschaftlichen Flächen im Verhältnis zu den anderen Bundesländern viel zu wenig Grünland aufweist, findet dort auch eine sehr hohe Nitratverlagerung ins Grundwasser statt. Wir stellten in den Kreisen, die einen sehr geringen Anteil von Grünland an den landwirtschaftlichen Nutzflächen aufweisen, sehr hohe Belastungen fest.

Nitratkarte Sachsen-Anhalt 2017 in hoher Auflösung
In dieser Karte wurden die Ergebnisse der Brunnenwasseruntersuchungen von 2013 bis 2017 in Sachsen-Anhalt zusammenfassend dargestellt.
Nitratkarte Sachsen-Anhalt 2017.pdf
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Die Nitratkarte Sachsen-Anhalt 2015

Hohe Belastungen, da es an Wiesen und Weiden mangelt.
Der VSR-Gewässerschutz fordert, dass die regionale Vermarktung der Milch von weidenden Kühen gestärkt wird. Hierzu bedarf es Molkereien, die nur die in der Region erzeugte Milch verarbeiten und darauf achten, dass diese tatsächlich von Kühen stammt, die im Sommer weiden können. Es hat sich gezeigt, dass der Verbraucher bereit ist, für diese Milch im Kühlregal wesentlich mehr zu bezahlen. Dagegen führen große Molkereien, die ihre Milch auch aus dem Ausland beziehen, dazu, dass der Verbraucher den Bezug zu den lokalen Landwirten verliert.

Pressemitteilung zur Nitratkarte von Sachsen-Anhalt 2015
Nitratkarte Sachsen-Anhalt 2015 in hoher Auflösung
In dieser Karte wurden die Ergebnisse der Brunnenwasseruntersuchungen von 2012 bis 2015 in Sachsen-Anhalt zusammenfassend dargestellt.
Nitratkarte Sachsen-Anhalt 2015.pdf
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