Ergebnisse der Messfahrten im Einzugsgebiet der Weser

Messfahrt im November 2013 der Wümme vom Tostedter Ortsteil Wümme bis zur Mündung in die Lesum

Ziel: Die Wümme fließt durch die Landkreise Rotenburg an der Wümme und Soltau-Fallingbostel. Diese gehören zu den Landkreisen mit einer sehr starken Dichte von Massentierhaltungen und Biogasanlagen. Es sollte festgestellt werden inwieweit dadurch die Wümme mit Nitraten belastet wird.

Die Wümme zählt zu den Flüssen, die bis 2015 die Wasserrahmenrichtlinie nicht einhalten werden. Dies liegt an der zu geringen Reduzierung der diffusen Nitrateinträge im zusickernden Grundwasser, Drainagen und Abschwemmungen. Bedingt durch die hohe Dichte von Massentierhaltungen und Biogasanlagen in Böden und Grundwasser ist die Wümme zu stark mit Nitraten belastet. Während die Region schon durch Massentierhaltungen geprägt war, kam es auch hier zu einem Boom von Biogasanlagen. Um den großen Bedarf an Mais der subventionierten Biogasanlagen zu decken, kam es bei den Landwirten zum Umdenken. Betriebswirtschaftlich war es nun sinnvoll Dauergrünland in Ackerflächen umzuwandeln. Der Gewässerschutz blieb auf der Strecke.

ePaper
Pressemitteilung zur Messfahrt an der Wümme mit dem Titel:
Messfahrt des VSR-Gewässerschutz zeigt: Wümme durch Massentierhaltungen und Biogasanlagen stark mit Nitrat belastet

Messfahrt im April 2013 an der Fulda von Gersfeld in der Rhön bis zu ihrer Mündung in die Weser in Hann. Münden

Ziel: Auswirkungen der vom VSR-Gewässerschutz festgestellten Grundwasserbelastungen für die Wasserqualität der Fulda ermitteln

Der Ausbau kommunaler Kläranlagen und bessere Techniken bei der Abwasserreinigung trugen dazu bei, Schadstoffemissionen aus diesen Punktquellen zu verringern. Aktuell dominieren daher Einträge aus diffusen Quellen. Sie resultieren vor allem von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Etwa zwei Drittel der Nitratbelastung in der Fulda kommt aus dem zusickernden Grundwasser.


Im Einzugsgebiet der Fulda gibt es in Trinkwassereinzugsgebieten zahlreiche Kooperationen zwischen Wasserversorgern und den Landwirten. Unterschiedliche Maßnahmen führen dort dazu, dass die landwirtschaftlichen Betriebe, die in solchen Schutzgebieten wirtschaften besser in den Wasserschutz integriert werden. Dadurch konnte in vielen Brunnen der öffentlichen Trinkwasserversorgung die Nitratkonzentration gesenkt bzw. zumindest ein weiterer Anstieg verhindert werden. Auch wenn das zusickernde Grundwasser aus Wasserschutzgebieten nun geringer belastet ist, so sickert außerhalb der Gebiete weiterhin Grundwasser mit zu hohen Nitratwerten der Fulda zu.

ePaper
Pressemitteilung
VSR-Gewässerschutz stellt hohe Nitratkonzentrationen in der Fulda fest – Landwirte benötigen auch außerhalb von Wasserschutzgebieten mehr Unterstützung zur Verringerung der Nitratauswaschung

Messfahrt an der Diemel im April 2013 von Marsberg bis zur Mündung in die Weser in Karlshagen

Ziel: Schon bei früheren Weseruntersuchungen fiel dieser im Sauerland entspringende linke Nebenfluss mit seinen erhöhten Nitratwerten auf. Nun sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden.

In der Vergangenheit erfolgte durch technische Gewässerbaumaßnahmen eine Begradigung der Diemel und die Nutzbarmachung der Auen für die Landwirtschaft. Dies führte dazu, dass einerseits über die zusätzliche intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung bis ans Ufer mehr Nitrat in die Diemel eingespült und andererseits das Nitratabbauvermögen in den Auen verringert wurde. Die Nitratbelastung der Diemel kommt durch das zusickernde Grundwasser und die zufließenden Nebenbäche, die wiederum ihre Belastung aus dem Sickerwasser des oberflächennahen Grundwassers beziehen. Ein Teil der Nährstoffe wird bei Regenfällen auch durch Erosion der anliegenden landwirtschaftlichen Nutzflächen in den Fluss gespült.


Das Einzugsgebiet der Diemel liegt im Grenzgebiet von Hessen und Nordrhein-Westfalen. Über der Hälfte des Einzugsgebiets der Diemel wird landwirtschaftlich genutzt. Während Waldflächen vor allem an den Oberläufen der Diemel und ihrer Nebenbäche liegen, werden die Täler im Untersuchungsgebiet hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt.


Naturbelassene Ufer- oder Gewässerrandstreifen, die dem Wasserlauf begleiten und für die Gewässerentwicklung zur Verfügung stehen, fehlen auf weiten Fließstrecken der Diemel. Sie können daher nicht als Nährstoffpuffer wirken, sowie den Stickstoffeintrag und den Oberflächenabfluss aus den angrenzenden Nutzflächen mindern.

ePaper
Pressemitteilung
Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz belegt: Intensive landwirtschaftliche Nutzungen bis ans Ufer führen zu einem starken Nitratanstieg in der Diemel

Messfahrt an der Weser vom Zusammenfluss Fulda - Werra in Hann. Münden bis nach Bremen im Dezember 2009

Ziel: Ursachen für die Nitratbelastung bestimmen

ePaper
Pressemitteilung:
VSR-Gewässerschutz stellt hohe Nitratbelastung in der Weser fest: Algen und Schaum an den Nordseestränden sind die Folge

Messfahrt an der Aller von der Quelle bis zur Mündung in die Weser im Mai 2010

Ziel: Ursachen für die Nitratbelastung bestimmen

ePaper
Pressemitteilung:
Messfahrt vom VSR-.Gewässerschutz belegt hohe Nitratkonzentrationen in der Aller - keine Massentierhaltungen mehr genehmigen