Ergebnisse der Messfahrten im Einzugsgebiet der Ems

Messfahrt im Frühjahr 2014 an der Leda vom Zusammenfluss der Quellbäche Marka und Ohe südlich des Saterlandes über die Sagter Ems bis in den Unterlauf der Leda

Ziel: Feststellen inwieweit die Landwirtschaft zur Phosphatbelastung der Leda und somit der Ems beiträgt.

Während die Phosphateinträge von kommunalen Kläranlagen stark reduziert werden konnten, machen heute die Phosphate aus den Drainagen in der Leda 90 % der gesamten Fracht aus. Von dem von der Wasserrahmenrichtlinie bis 2015 geforderten Ziel eines guten ökologischen und chemischen Zustandes ist die Leda mit ihren Zuflüssen noch weit entfernt.

 

Ein großes Problem für die Phosphatauswaschung im Einzugsgebiet der Leda stellen die vielen Massentierhaltungen auf den entwässerten tonarmen Sandböden dar, die auch in der Leda-Jümme-Niederung vorkommen. Durch die Genehmigung einer zu großen Zahl von Betrieben fällt viel zu viel Gülle an. Diese trägt nicht nur zur Nitratbelastung der Gewässer bei, sondern führt bedingt durch die Entwässerung der Böden auch noch zu einer übermäßigen Phosphatbelastung der Leda.

 

Das mengenmäßig größte Problem stellen im Leda-Einzugsgebiet allerdings die gedränten Grünlandflächen auf Hochmoorböden dar. Bei einem Flächenanteil von nur 3,5 % im Ems-Einzugsgebiet machen diese 30 % des Phosphateintrages aus. Auch bei angepasster Düngung besteht auf den entwässerten Hochmoorböden das Problem, dass sehr große Phosphatmengen ins Entwässerungssystem gelangen. Um das Wasser aus den Mooren abzuführen, werden tiefe Gräben in den Moorkörper getrieben. So fließt das Wasser aus dem Moor zunehmend ab. Dabei dringt Luft an die Stelle von Wasser in die Poren ein und fördert eine intensivere aerobe Mineralisierung der organischen Stoffe des Moorbodens. Je stärker Moorböden entwässert werden, umso mehr Phosphate gelangen über die Drainagen und Gräben in die Bäche und Flüsse.

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Pressemitteilung:
VSR-Gewässerschutz stellt bei seiner Messfahrt fest: Hohe Phosphatbelastung in Sagter Ems und Leda resultiert aus der landwirtschaftlichen Nutzung der Hochmoorböden

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