Ergebnisse der Messfahrten im Einzugsgebiet der Weser

Messfahrt im Dezember 2013 und und Januar 2014 an der Hamme und Wümme bis sie sich in Ritterhude kurz vor Bremen zur Lesum vereinen.

Ziel: Feststellen inwieweit die Entwässerung von Hochmooren zur Phosphatbelastung der Hamme
und Wümme und somit der Weser beiträgt.

Die diffusen Phosphateinträge machen im Einzugsbereich der Weser einen großen Anteil ihrer Fracht in die Nordsee aus.


Das Teufelsmoor erstreckt sich über eine Fläche von rund 500 km². Und wird von der Hamme und Wümme entwässert.


Hochmoorböden können nur durch die Entwässerungssysteme mit Hilfe von Gräben oder unterirdischen Drainrohren bewirtschaftet werden. Diese Entwässerung birgt aber auch das Risiko, dass nicht nur Nitrate sondern auch die Phosphate schneller ausgewaschen werden.

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Presseerklärung:
Messfahrten vom VSR-Gewässerschutz zeigen: Wümme und Hamme durch Hochmoore landschaftlich reizvoll und trotzdem durch die intensive Grünlandwirtschaft mit Phosphaten belastet

Messfahrt im Frühjahr 2013 der Hunte von Melle-Buer bis zur Mündung in den Dümmer

Ziel: Feststellen inwieweit die Hunte zur Nährstoffbelastung des Dümmers beiträgt.

Der Dümmer ist mit einer Fläche von 15 Quadratkilometern und einer mittleren Tiefe von etwa einem Meter der zweitgrößte See in Niedersachsen nach dem Steinhuder Meer. Er wird von der Hunte von Süden nach Norden durchflossen, deren 324 Quadratkilometer großes Einzugsgebiet südlich des Sees überwiegend intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Die dadurch bedingte zu hohe Belastung mit Phosphor führte zu einer zunehmenden Vermehrung von Algen. Am Nordufer verlässt die Hunte den See in mehreren Armen. Der Dümmer liegt in der Dümmer Geestniederung. Um den See herum befinden sich Nieder- und Hochmoore.


Seit mehr als zehn Jahren prägen intensive Blaualgen-Massenentwicklungen das sommerliche Erscheinungsbild des Dümmer. Absterbende Blaualgen führen in den Uferbereichen des Sees sowie in den Seeabflüssen regelmäßig zu Sauerstoffmangel und in dessen Folge zu starker Geruchsbelästigung bis hin zu lokalem Fischsterben. Immer wieder kommt es zum Badeverbot
da eine Gefahr für die Badegäste ausgeht. Blaualgen können Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen, bei Verschlucken von Wasser auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Kinder sind bei diesen Vergiftungserscheinungen besonders gefährdet, da sie oft unbeabsichtigt Wasser schlucken.


Ein hoher Eintrag von Phosphat gelangt über die Hunte in den Dümmer. Durch die Entwässerung wird Phosphor in die Gräben, Bäche und letztendlich in die Hunte gespült. Aber auch die Einträge aus kommunalen Kläranlagen aber auch aus Kleinkläranlagen sind nicht zu vernachlässigen. Bei der Messfahrt konnte nicht festgestellt werden, welche Anteile der Phosphatbelastung
aus den kommunalen Kläranlagen oder aus den Drainagen der landwirtschaftlichen Flächen stammen.