Ergebnisse der Messfahrten im Einzugsgebiet der Ems

Messfahrt von der Ibbenbürener Aa, der Hörsteler Aa, Dreierwalder Aa, Speller Aa, Große Aa und der Ems bis Meppen im September 2011

Ziel: Untersuchung der Chloridbelastung, um die Auswirkungen der Grubenwassereinleitung des Bergwerks Ibbenbüren auf die weiteren Gewässer abzuschätzen

Die Salzeinleitung des Bergbaus in Ibbenbüren hat für die Ems weitreichende Folgen, wie die Ergebnisse der im September 2011 stattgefundenen Messfahrt vom VSR-Gewässerschutz belegen. Bei Chloridkonzentrationen von 420 Milligramm pro Liter (mg/l) in Lingen und 410 mg/l in Meppen überleben viele süßwasserbewohnende Kleinstlebewesen nicht mehr. Sie benötigen für ihre Existenz eine bessere Wasserqualität. Das „Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW“ hat im letzten Jahr eine Studie vom „Büro für Hydrobiologie“ aus Mainz in Auftrag gegeben. Diese zeigt, dass ab 200 mg/l Chlorid bereits die Hälfte der normalerweise vorkommenden Arten an Kleinstlebewesen nicht mehr vorhanden sind. Ab 400 mg/l sind es sogar schon dreiviertel der Arten. Die Artenvielfalt schwindet und damit ist auch der Fischbestand beeinträchtigt, da nicht mehr ausreichend Nahrung vorhanden ist. Der Fischereiverband Weser-Ems hat bereits im August dieses Jahres auf das ökologische Problem der Salzbelastung hingewiesen. Dies geschah während der Sommer-Messfahrt auf der Ems mit dem Laborschiff REINWASSER.

 

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Pressemitteilung
Untersuchungsergebnisse vom VSR-Gewässerschutz liegen vor: Salzkonzentration in der Ems ist für viele Kleinstlebewesen tödlich

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Messfahrt an der Ems im November 2009

Ziel: Untersuchung der Chloridbelastung

Bei einer Messfahrt im November 2009 hat der VSR-Gewässerschutz die Ems und zufließende Bäche auf Chlorid untersucht. Die Messungen ergaben in der Ems vor der zufließenden Großen Aa einen Chloridwert von 55 Milligramm pro Liter (mg/l). Dieser stieg danach in Hanekenfähr bei Lingen auf 170 mg/l an. Mit diesem Wert ist das LAWA-Ziel von 100 mg/l erheblich überschritten. In diesem Bereich mündet die Große Aa in die Ems. Ihr Wasser ist mit 780 mg/l stark belastet. Die Ursache für diese extremen Werte sind Einleitungen von Grubenwässer aus dem Steinkohleabbau der DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH.


In der Ibbenbürener Aa, eine der Quellbäche der Großen Aa, ist die Flora und Fauna stark verändert. Nur salztolerante Arten können hier überleben. Aber auch für die Ems stellt das Chlorid eine Beeinträchtigung dar. Wir planen nun weitere Untersuchungen an Ems, der Ibenbürener Aa und der Großen Aa.