Ergebnisse der Messfahrten im Einzugsgebiet der Weser

Messfahrt an Werra und Nebenbächen im Juli 2008

Ziel: Erfassung der aktuellen Belastung durch den Kali-Bergbau mit Chlorid, Kalium und Magnesium

Schon oberhalb der Einleitungen des Bergbaus ist die Werra durch menschliche Aktivitäten mit Chloriden vorbelastet. So fanden die Gewässerschützer im Werrawasser bei Tiefenort 95 Milligramm pro Liter (mg/l) Chlorid. Dieser Wert ist für Tiere und Pflanzen aber noch unkritisch. Auch jegliche Wassernutzung wird durch diesen Salzgehalt nicht eingeschränkt. Der Kaliumwert liegt bei 4,3 mg/l und der Magnesiumwert bei 14 mg/l.


Ein steter Anstieg ist im weiteren Verlauf der Werra festzustellen. Bereits bis Dorndorf steigt der Wert um das fünffache an und bleibt bis Oberzella mit 530 mg/l Chlorid in dieser Größenordnung. Eine weitere Zunahme ist beim Werk von „Kali und Salz“ in Philippsthal-Hattorf zu messen. Die Belastung erreicht in Heimboldshausen an der Flussoberfläche bereits 1500 mg/l. Am Boden der Werra ist mit stärker belasteten Wasser zu rechnen, da mit Salzen befrachtetes Wasser durch sein höheres spezifisches Gewicht auf den Grund sinkt. Erst nach längerer Fließstrecke kommt es zur gleichmäßigen Durchmischung. Nach dem nächsten Kali-Werk in Heringen klettern die Werte weiter nach oben. In Gerstungen finden die Gewässerschützer mit 2225 mg/l Chlorid die höchste Belastung in der Werra. Auf der Flussstrecke zwischen Tiefenort und Gerstungen hat die Chloridbelastung um mehr als das 20-fache zugenommen.

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Pressemitteilung:
Aktuelle Messergebnisse der Salzbelastung in Werra und Ulster liegen vor

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