Projekt: Verockerung des Grundwassers

Untersuchung des Wassers aus Gartenbrunnen auf ihre Eisenkonzentrationen


Der VSR-Gewässerschutz führt mit dem Labormobil Messfahrten durch, bei denen Grundwasser, das dem Rhein, Ems, Weser, Elbe und der Maas sowie deren Nebenflüssen zusickert, untersucht wird. Während der VSR-Gewässerschutz Grundwasserproben aus den Quellen selbst entnehmen kann, ist der Verein ansonsten auf die Hilfe von Brunnenbesitzern angewiesen. Diese bringen eine Wasserprobe ihres Gartenbrunnens mit zu den Informationsständen, die während einer Messfahrt an zahlreichen Städten in einem Flusseinzugsgebiet aufgebaut werden. Im Rahmen dieser Grundwasseruntersuchungen wird auch der Eisengehalt bestimmt. In vielen Regionen ist das oberflächennahe Grundwasser mit Eisen belastet.

 

 

Karte zu den Eisenkonzentrationen im Grundwasser (in hoher Auflösung)
Grundlage sind die Untersuchungen von privat genutzten Brunnen durch den VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2012 und 2013.
Eisenkarte D 2013.pdf
PDF-Dokument [512.0 KB]

 

➔ ökologische Bedeutung


Wenn bei den Brunnenwasseruntersuchungen sowohl eine hohe Eisenkonzentration und eine Nitratkonzentration unter der Nachweisgrenze vorliegt, kann dies auf gute denitrifizierende Eigenschaften hinweisen. In vielen Gegenden kommt im Boden Pyrit, eine Eisen-Schwefel-Verbindung vor. Spezielle Bakterien können diese Verbindung nutzen um Nitrat abzubauen. Hierbei wird das Pyrit und das Nitrat gespalten. Es entsteht Stickstoff, Eisen und Sulfat. Ein hoher Nitrateintrag kann in Gebieten mit ausreichend hoher Denitrifikation über Pyrit zu hohen Eisenkonzentrationen führen. In vielen Bereichen in Deutschland in denen hohe Nitratkonzentrationen ins Grundwasser eingetragen werden, liegen noch solche Eigenschaften noch vor. Um hier einen Überblick zu bekommen, ob wirklich wenig Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen wird oder ob das Nitrat im Grundwasser denitrifiziert wird untersucht der VSR-Gewässerschutz die Eisenkonzentration.

 

➔ Bedeutung für die Nutzung des Brunnenwassers


Höhere Eisenkonzentrationen stören bei der Nutzung des Brunnenwassers als Tränkwasser oder Trinkwasser sowie beim Befüllen eines Planschbecken, Auffüllen des Gartenteichs, Nutzung zum Waschen und auch zum Gießen. Die Gartenbesitzer erhalten von uns eine Bewertung des Wassers ob störende Eisenkonzentrationen für die einzelne Nutzungen vorhanden sind und was man dagegen tun kann.

ePaper
Eisen im Grundwasser - Ergebnisse der Messungen 2012 und 2013

Im Bericht wurden neben unseren Messergebnissen auch die Bedeutung des Eisens für die Nutzung von Brunnenwasser erläutert.

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