Bakteriologische Grundwasserbelastungen verhindern - Komposttoiletten nutzen

Gerade in Kleingartenanlagen finden wir häufig coliforme Keime und e. Coli im Brunnenwasser. Da gehören sie aber nicht hin. Sie geraten oft durch Fäkalien von Menschen und Tieren ins Wasser.

 

Eine Wasserspültoilette im Gartenhaus ist der Traum aller, die viel Zeit im Garten verbringen. Vor allem, wenn der Garten weit weg vom Haus liegt, beispielsweise in einer Kleingartenanlage. Doch eine solche Wasserspültoilette ist oft schwierig zu verwirklichen. Es fällt Abwasser an, das entsorgt werden muss. Die damit verbundenen Kosten sind häufig zu hoch. Eine Sickergrube, in der das Abwasser einfach versickert, stellt keine Lösung dar. Einerseits ist es natürlich nicht erlaubt, andererseits wird durch diese Methode Ihr eigenes und das Brunnenwasser Ihrer Nachbarn belastet. Die Gefahr, dass Krankheitserreger ins Brunnenwasser geraten, ist groß.

 

Alternativen zur Wasserspültoilette sind in den letzten Jahren immer weiter entwickelt und erprobt worden. Eine wasserlose Toilette bedeutet genauso wenig einen Rückschritt in das Mittelalter, wie die Spültoilette einen Fortschritt, wenn die notwendigen Entsorgungsvorrichtungen nicht vorhanden sind.

 

Im Gegensatz zu einer Chemietoilette, die letztendlich wieder einer Entsorgungsmöglichkeit bedarf, stellt die Komposttoilette eine umweltverträgliche Alternative dar. Mit einem Kompostklo entsteht kein Abwasser. Außerdem bringt es den Zusatznutzen mit sich, dass die angesammelten „menschlichen Abfallstoffe“ wieder in den Nährstoffkreislauf im Garten zurückgeführt werden können.

 

Vorteile einer Komposttoilette

  • Die gewonnenen Komposterde kann auf den Pflanzflächen zur Düngung verwendet werden.
  • Die Toilettenabfälle müssen nicht wegtransportiert werden.

  • Im Garten angefallener Mulch kann genutzt werden.

  • Das ursprüngliche Volumen der Toilettenabfälle wird stark reduziert.

  • Die Benutzung der Toilette ist auch außerhalb der Gartensaison möglich, wenn die Wasserversorgung eingestellt ist.

  • Die Ausscheidungen werden biologisch nutzbringend als Dünger verwertet.

  • Bei richtiger Verwendung kommt es nicht zur Geruchsbelastung.

Wie funktioniert eine Komposttoilette?

Eine Komposttoilette – auch Trockentoilette genannt – ist eine Toilette ohne Wasserspülung, bei der die Hinterlassenschaften direkt in einen mit Rindenmulch, Sägespänen oder Stroh gefüllten Behälter fallen, gesammelt und kompostiert werden. Man kann diese Toiletten selber bauen (Anleitungen gibt es im Internet) oder auch kaufen.

Sie ähneln im Aussehen einem herkömmlichen WC. Das WC enthält einen Sammelbehälter, der an einen dafür vorgesehenen Komposthaufen entleert wird. Neben die Toilette stellt man einen Eimer mit Rindenmulch, Stroh oder Sägesspänen. Diese werden nach jeder Toilettennutzung mit einer Schaufel in den Behälter gestreut.

 

Die einfachste Lösung für eine Komposttoilette ist es, alles (Fäkalien und Urin) zusammen zu sammeln. Nachteilig an diesre Methode ist, dass sie eine sehr häufige Leerung notwendig macht (Der Urin macht 80% Gewichtsanteil unserer täglichen Ausscheidungen aus).

Bei der klassischen Trockentoilette jedoch wird der Urin von den festen Ausscheidungen getrennt aufgefangen. Dies passiert z.B. durch eine Schale im vorderen Teil, so dass der Urin in einen gesonderten Behälter fließen kann.

Nährstoffe als Dünger nutzen

Stallmist wird von vielen Gartenbesitzern gerne statt Mineraldünger im Garten eingesetzt. Der Kompost von der eigenen Toilette ist genau so geeignet.

Der Urin kann direkt zum Düngen benutzt werden. Es handelt sich um einen wertvollen Dünger für den Garten. Allerdings sollte man den Urin nicht unverdünnt verwenden. Bei einer Beetausbringung sollte der Urin mindestens im Verhältnis ungefähr 1:10 mit Wasser verdünnt werden.

Wann kann der Kompost im Garten ausgebracht werden?

Inhalte aus Trockentoiletten sollten nicht unmittelbar im Garten ausgebracht werden, sondern müssen einer Kompostierung von mindestens einem Jahr unterzogen werden. Besonders eignen sich hierbei geschlossene Komposter mit Bodenanschluss und Deckel. Dabei sollte das Material eine wärmedämmende Wirkung haben, um den Inhalt weitgehend vor Frost zu schützen.