Die Verwendung von Brunnenwasser hilft, beim Planschen zu sparen

Immer mehr Eltern und Großeltern stellen Pools in ihren Garten auf. Eine Folge der zum Teil extrem heißen Sommertage und der zu weit entfernten oder überfüllten Freibäder.

 

Bei der Befüllung des Planschbeckens wird viel Wasser benötigt - Brunnenwasser stellt hier eine gute Möglichkeit dar:

  • Sie sparen kostbares Leitungswasser
  • Grundwasservorräte, die zur Trinkwassergewinnung wichtig sind, werden sparsam genutzt.

Es ist keine Trinkwasserqualität nötig  - aber es müssen bestimmte Belastungen ausgeschlossen werden

  • Bei einer Belastung mit E.coli sollte das Wasser nicht für Pools und Planschbecken verwendet werden.
  • Wenn nur geringe Zahlen an coliformen Keimen vorliegen, ist das Wasser trotzdem zum Befüllen geeignet. Allerdings sollte man in dem Fall Desinfektionsmittel zusetzen. Nur, wenn die Konzentrationen der coliformen Keime besonders hoch ist, raten wir von der Verwendung im Planschbecken ab.
  • Eine Nitratbelastung bis 100 mg/l, das Doppelte des Wertes in der Trinkwasserverordnung, stellt im Planschbecken kein übermäßiges Problem dar.
  • In der Regel sind pH-Werte zwischen 5,8 und 8,0 für die Befüllung von Planschbecken und Pools in Ordnung.

 

Wir raten Ihnen, das Brunnenwasser untersuchen zu lassen.

Chlor und Huminstoffe bilden zusammen giftige Verbindungen

Bei der Desinfektion von huminstoffhaltigen Wasser mit Chlor entstehen Desinfektionsnebenprodukte. Unter anderem bilden sich Trihalogenmethane, die auf Leber und Nieren toxisch und krebserregend wirken. Diese können nicht nur über den Mund, sondern auch über die Haut in den Körper gelangen. Wir raten dringend davon ab, huminstoffhaltiges Wasser mit Chlor zu behandeln.

 

Erkennen kann man Huminstoffe an der gelb-braunen Färbung des Wassers. Sie bilden jedoch, im Gegensatz zu Eisen, keinen Bodensatz. Deshalb empfehlen wir, einen Eimer mit Brunnenwasser zu füllen und stehen zu lassen. Wenn die hellgelbe bis gelb-braune Farbe des Wassers bleibt, liegt nahe, dass es sich um Huminstoffe handelt. Je intensiver die Farbe ist, desto mehr Huminstoffe können gelöst sein.

Wenn das Wasser klar aus dem Wasserhahn kommt und sich erst später verfärbt, handelt es sich nicht um Huminstoffe, sondern um Eisen.

 

Was können Sie tun, wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie huminstoffhaltiges Wasser haben? 

  • Eine Untersuchung auf Huminstoffe ist aufwendig und dementsprechend sehr teuer. Aber es bietet sich an, die halogenisierte Kohlenwasserstoffe untersuchen zu lassen. Diese weisen auf Huminstoffe hin.
  • Sie verwenden vorsorglich nur chlorfreie Produkte (z.B Aktivsauerstoff) zur Desinfektion.

Ist das Wasser aus dem Planschbecken zum Gießen geeignet?

Bei kleinen Planschbecken bietet es sich an, keine Wasserpflegeprodukte zuzusetzen und das Wasser spätestens nach drei Tagen zu wechseln. Dann ist das Wasser zum Gießen geeignet. Wer es nicht mühselig mit der Gießkanne aus dem Planschbecken schöpfen will, kann sich hierfür auch eine einfache Schmutzwasserpumpe aus dem Baumarkt zulegen. Wenn der Garten nicht groß genug ist, um das Wasser auf einmal zum Bewässern zu verwenden, kann es in einer Regentonne zwischengelagert werden.

 

Falls Sie Biozide (z.B. Desinfektionsmittel, Mittel gegen Algenbekämpfung)  einsetzen, kann das Wasser nicht mehr zum Gießen genutzt werden. Es muss in die Kanalisation geleitet werden. Wenn dieses behandelte Wasser versickert, belastet es dort das Grundwasser.