Schwimmteiche mit wenig bis viel Technik

  • Schwimmteich mit Technik - jedoch noch sehr gering gehalten

 

Es werden Pumpen zur Umwälzung des Wassers verwendet. Dabei verwenden Sie am besten 24-V-Pumpen, die auch durch Solarstrom betrieben werden können. Die Umwälzung unterstützt die biologischen Abläufe, da sich Sauerstoff und Nährsalze verteilen und aufgenommen werden. Ein eingebauter Skimmer kann Laub, Algen und Weiteres entfernen.

 

Bei dieser Kategorie genügt ein Regenerationsbereich von 50%, der so gestaltet wird wie in einem Naturreich ohne Technik.  Allerdings sollte er dann etwas dichter bewachsen sein – vor allem unter Wasser. Tiere werden sich auch hier wohl fühlen. Der Schwimmbereich, der mit Holz und Steinen vom Regenerationsbereich getrennt werden kann, sollte mindestens 2,50m und maximal 3m tief sein. Ist er nicht so tief, würde ständig Mulm aufgewirbelt werden.

 

  • Schwimmteich mit Oberflächenabsaugung

 Die Oberflächenströmung entsteht durch eine 1-2 m vom Teichrand entfernte, eingebaute und selbstansaugende Pumpe. Dabei wird die Biomasse abgeskimmt und ein Absinken von Blättern, Staub usw. verhindert. Zooplankton unterhalb der Wasseroberfläche bleibt somit verschont und kann das gesamte Wasservolumen innerhalb einer Woche filtrieren. Algen und Bakterien können nicht entstehen.

 

Der Regenerationsbereich liegt nur noch bei 50 %.  In ihm soll die Hydraulik minimal sein, sodass Pflanzen und Biofilm leicht durchströmt werden. Die Pflanzen müssen entweder im Frühjahr oder Herbst geschnitten werden, die Unterwasserpflanzen im Sommer. Sedimente werden ein bis zweimal jährlich entfernt. Auch hier lassen Sie Röhrichtpflanzen im Winter stehen, sodass ein Luft-Gas-Austausch durch Eisdecken hindurch geht.

 

  • Schwimmteich mit viel Technik

Bei diesem Teich liegt der Fokus auf dem Schwimmbereich, weshalb hier mehr Technik benötigt wird. Austauschbare Granulaten entziehen dem Wasser Phosphor, mit dem sonst Algenbildung entsteht. Sedimente und schwimmende Biomasse müssen ausgesaugt werden. Neben den vorhandenen Techniken aus der vorhergehenden Kategorie werden beispielsweise Klärteiche, Kiesfilter und Mikrofaserfilter außerhalb der Anlage benötigt. Die Filtrierer müssen nun auch durch mechanische Filter ersetzt werden. Die Reinigung erfolgt über die Skimmer und weitere Filter, die auch Biofilm binden und abbauen. Damit dieser nicht abstirbt, werden die Filter dauerhauft durchstömt und mit Sauerstoff versorgt, was relativ hohe Kosten durch den Betrieb der Pumpen verursacht. Größere Sedimente müssen mindestens einmal wöchentlich entfernt werden.

 

Der Regenerationsbereich macht hier nur noch ein Drittel aus, welcher von unten beströmt und und dort von Biofiltern gereinigt wird. Pflanzen wachsen hier kaum, weil sie wassereintrübendes Substrat benötigen. Sie sollten dennoch kleine Stellen zwischen den Kiesfiltern, von denen mehrere verwendet werden, mit Pflanzen und Substrat bestücken, weil diese Nährstoffe entziehen können. Der Filterbereich liegt außerhalb und das Wasser wird kreisläufig gepumpt. Ab einer Größe von 20m² kann dieser Teich bereits betrieben werden.  Der Kostenaufwand dieser Kategorie ist jedoch vergleichsweise hoch.

  • Naturpool ohne Retentionsbereich

Bei diesem Verfahren wird das Wasser komplett maschinell gereinigt. Es wird kein Regenerationsbereich mit Pflanzen benötigt . Biofilter mit Biofilm, Phosphatfallen, Skimmer, Überlaufrinnen usw. halten den Teich sauber. Das Gesamtwasservolumen wird täglich mehrmals von mindestens einer Pumpe umgewälzt. Skimmer und Überlaufrinnen müssen täglich und die Filter regelmäßig gereinigt sowie erneuert werden.

 

Quelle: Praxisbuch:

Garten- und Schwimmteiche: Bau - Bepflanzung - Pflege von Richard Weixler, erschienen im Leopold Stocker Verlag