Eisen im Brunnenwasser

Problem Brunnenwasser

Zu viel Eisen im Brunnenwasser kann das Wasser gelb/orange verfärben. Zudem kann Eisen Leitungen verstopfen und einen Nährboden für Bakterien bieten. Wenn das Wasser durch Kupferrohre geleitet wird, kann außerdem Lochfraß entstehen.

Problem Umwelt

Ein erhöhter Eisenwert im Brunnenwasser kann bedeuten, dass im Untergund Nitrat abgebaut wird.

Maßnahmen gegen Eisen im Brunnenwasser

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, gegen Eisen in ihrem Brunnenwasser vorzugehen. Sie können das eisenhaltige Wasser einige Zeit stehen lassen - das Eisen fällt dadurch aus und setzt sich am Boden ab. Dieses Verfahren ist sinnvoll wenn mit dem Wasser gegossen werden soll.

Sie können das Wasser aber auch durch einen Kies- oder Sandbettfilter laufen lassen. hiermit können die Eisenkonzentrationen stärker abgesenkt werden. Das Verahren ist sinnvoll wenn mit dem Brunnenwasser ein Planschbecken befüllt oder gewaschen werden soll.

Häufig gestellte Fragen

Ist Eisen im Trinkwasser gesundheitlich bedenklich?

Eisen selbst stellt keine Gefährdung dar. Die Ablagerungen in der Leitung können jedoch als Nährboden für Bakterien dienen. Zudem kann bereits ab 0,3 mg/l ein metallischer Geschmack festgestellt werden.

Warum ist mein Wasser, wenn es aus dem Schlauch kommt noch klar – verfärbt sich aber, wenn ich es in das Planschbecken gefüllt habe?

Metalle sind bei sauerstoffarmen Wässern, wie Tiefenwasser, als Eisen (II) bzw. Mangan (II) Ionen im Grundwasser gelöst. Erst, wenn dieses Wasser mit Sauerstoff in Form von Luft in Kontakt kommt, bildet sich unlösliches Eisen (III). Dieses kann man als Verfärbungen und Niederschlag sehen.

Was kann im Brunnen selbst durch das Eisen passieren?

Die Ablagerungen können über Jahre zur Brunnenverockerung führen. Dies führt zu einem unangenehmen Geruch des Wassers und einer erheblichen Leistungsminderung bei der Wasserförderung.

Kann ich eisenhaltiges Wasser zum Gießen verwenden?
In der Regel stellt das kein Problem da. Es gibt jedoch einige Pflanzenarten, die empfindlich gegenüber Eisen reagieren, besonders Moose zählen dazu. Außerdem kann eisenhaltiges Wasser Verfärbungen verursachen, zum Beispiel an einer weißen Hauswand.

Bis zu welcher Eisenkonzentration kann ich das Brunnenwasser als Tränkwasser verwenden?

Das Wasser soll nach den Orientierungswerten der Tränkwasserverordnung nicht mehr als 3 mg/l Eisen enthalten. Darüber hinaus nehmen die Tiere aus geschmacklichen Gründen zu wenig Wasser zu sich. Außerdem kommt es zu Ablagerungen in der Tränke und es bildet sich ein Biofilm.

Kann ich mein Brunnenwasser mit 0,7 mg/l Eisen noch uneingeschränkt nutzen, auch im Haus?

Ja, bis 0,8 mg/l geht man in Kleinanlagen davon aus, dass es zu keinen Problemen kommt, wenn die anderen Parameter in Ordnung sind.

Was passiert wenn ich Wasser mit 2 mg/l Eisen zum Waschen nutze?

Es kann zu Verfärbungen auf der Wäsche kommen. Es können sogenannte „Rostflecken“ auftreten.

Mein Brunnenwasser weist eine Eisenkonzentration von 2 mg/l auf. Kann ich damit das Planschbecken ohne Filter füllen?

Bei kleinen Planschbecken, die für kurze Zeit gefüllt werden und ohne Filter betrieben werden, verfärbt sich das Wasser oder bildet einen Niederschlag am Boden. Das ist allerdings gesundheitlich nicht bedenklich.

Was kann ich gegen die hohe Eisenkonzentrationen machen, wenn ich das Wasser im Haus verwenden möchte?

Erhöhte Eisenkonzentrationen im Trinkwasser lassen sich relativ unkompliziert mithilfe von modernen Filtertechniken entfernen.

Mein Brunnenwasser wird immer eisenhaltiger. Bei der Untersuchung vor 5 Jahren wurden wesentlich geringere Eisenkonzentrationen festgestellt. Woran liegt das ?

Es kann daran liegen, dass im Grundwasser ein starker Nitratabbau stattfindet. Höhere Eisenkonzentrationen weisen, bei gleichzeitigen Vorkommen von sehr niedrigen Nitratkonzentrationen, auf gute denitrifizierende Eigenschaften im Grundwasser hin. In vielen Gegenden kommt im Untergrund Pyrit, eine Eisen-Schwefel-Verbindung vor. Spezielle Bakterien können diese Verbindung nutzen um Nitrat abzubauen. Es entsteht Stickstoff, Eisen und Sulfat.