Eisen im Brunnenwasser

Problem im Brunnenwasser

Zu viel Eisen im Brunnenwasser kann das Wasser gelb/orange verfärben. Zudem kann Eisen Leitungen verstopfen und einen Nährboden für Bakterien bieten. Durch ablagerungen von Eisen kann es auch zu Schäden an den Geräten kommen. Es kann durch eine auftretende "Brunnenverockerung" zu einer erheblichen Leistungsminderung bei der Wasserförderung von Brunnenanlagen kommen. Wenn das Wasser durch Kupferrohre geleitet wird, kann außerdem Lochfraß entstehen.

Problem in der Umwelt

Eisen kommt in vielen Regionen natürlich vor. In anderen Gegenden führt jedoch saures Grundwasser zum verstärkten Lösen von Eisen aus den Gesteinen, aber auch aus den Wasserleitungen. Mancherorts nimmt die Eisenkonzentration auch durch Nitratabbauprozesse zu. Befindet sich Pyrit im Boden, können spezielle Bakterien diese Verbindung nutzen, um Nitrat abzubauen. Hohe Nitrateinträge können in Gebieten mit Pyrit zu hohen Eisenkonzentrationen führen. Gleichzeitig wird die Nitratbelastung reduziert. Dadurch wird ein zu hoher Nitrateintrag in das Grundwasser eventuell nicht bemerkt, bis das Pyrit aufgebraucht ist.

Eisenkarte

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Maßnahmen bei Eisen im Brunnenwasser

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, gegen Eisen in ihrem Brunnenwasser vorzugehen. Sie können das eisenhaltige Wasser einige Zeit stehen lassen - das Eisen fällt dadurch aus und setzt sich am Boden ab. Dieses Verfahren ist sinnvoll wenn mit dem Wasser gegossen werden soll.

Sie können das Wasser aber auch durch einen Kies- oder Sandbettfilter laufen lassen. hiermit können die Eisenkonzentrationen stärker abgesenkt werden. Das Verahren ist sinnvoll wenn mit dem Brunnenwasser ein Planschbecken befüllt oder gewaschen werden soll.

Eisen im Trinkwasser

Eisen stellt üblicherweise keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit beim Trinken dar. Es hat aber in höheren Konzentrationen einen unangenehmen Geschmack, außerdem wird das Wasser
trüb und verfärbt sich. Eisen kann auch als Nährboden für ins Leitungsnetz gelangte Bakterien dienen. Daher ist bei höheren Eisenkonzentrationen eine Verunreinigung durch Keime möglich. Der Leitungswassergrenzwert für Eisen liegt deswegen bei 0,2 mg/l. Im Brunnenwasser ist dagegen auch eine Konzentration bis 0,8 mg/l Eisen tolerierbar.

Eisen im Gießwasser

Eisen ist für Pflanzen zwar ein wichtiges Spurenelement, aber ein Eisenüberschuss kann auch schädlich sein. Oft funktioniert es, das Wasser in eine Tonne zu pumpen und zu warten, bis sich das Eisen abgelagert hat.

Eisen im Schwimmwasser

Bei höheren Eisenkonzentrationen können ungeeignete Filteranlagen oder der Durchfluss in den Rohrleitungen eingeschränkt werden. Bei der Zugabe von Chlor kann es darüber hinaus zu sehr auffälligen Verfärbungen kommen. Damit sich das Wasser im Planschbecken nicht verfärbt, raten wir Ihnen, eine Sandfilteranlage für Pools anzuschließen. Manchmal ist auch die Zugabe eines Flockungsmittels zur Eisenentfernung sinnvoll.

Eisen im Teichwasser

Hohe Eisenkonzentrationen im Teichwasser können zu schweren Schädigungen der Fische führen. Eisen störtzudem die Ökologie im Teich.

Eisen im Waschwasser

Eisen beeinflusst die Funktionsfähigkeit der Waschmaschine. Es führt auf der Wäsche zu rotbraunen und Mangan zu schwarzbraunen Flecken, die nur schwer zu entfernen sind.

Wir analysieren Ihr Brunnenwasser!

Mit der Abgabe Ihrer Wasserprobe helfen Sie uns, Grundwasserbelastungen in Ihrer Region aufzudecken. Im Gegenzug helfen wir Ihnen dabei, das Brunnenwasser weiterhin nutzen zu können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Ist Eisen im Trinkwasser gesundheitlich bedenklich?

Eisen selbst stellt keine Gefährdung dar. Die Ablagerungen in der Leitung können jedoch als Nährboden für Bakterien dienen. Zudem kann bereits ab 0,3 mg/l ein metallischer Geschmack festgestellt werden.

Warum ist mein Wasser, wenn es aus dem Schlauch kommt noch klar – verfärbt sich aber, wenn ich es in das Planschbecken gefüllt habe?

Metalle sind bei sauerstoffarmen Wässern, wie Tiefenwasser, als Eisen (II) bzw. Mangan (II) Ionen im Grundwasser gelöst. Erst, wenn dieses Wasser mit Sauerstoff in Form von Luft in Kontakt kommt, bildet sich unlösliches Eisen (III). Dieses kann man als Verfärbungen und Niederschlag sehen.

Was kann im Brunnen selbst durch das Eisen passieren?

Die Ablagerungen können über Jahre zur Brunnenverockerung führen. Dies führt zu einem unangenehmen Geruch des Wassers und einer erheblichen Leistungsminderung bei der Wasserförderung.

Kann ich eisenhaltiges Wasser zum Gießen verwenden?

In der Regel stellt das kein Problem da. Es gibt jedoch einige Pflanzenarten, die empfindlich gegenüber Eisen reagieren, besonders Moose zählen dazu. Außerdem kann eisenhaltiges Wasser Verfärbungen verursachen, zum Beispiel an einer weißen Hauswand.

Bis zu welcher Eisenkonzentration kann ich das Brunnenwasser als Tränkwasser verwenden?

Das Wasser soll nach den Orientierungswerten der Tränkwasserverordnung nicht mehr als 3 mg/l Eisen enthalten. Darüber hinaus nehmen die Tiere aus geschmacklichen Gründen zu wenig Wasser zu sich. Außerdem kommt es zu Ablagerungen in der Tränke und es bildet sich ein Biofilm.

Kann ich mein Brunnenwasser mit 0,7 mg/l Eisen noch uneingeschränkt nutzen, auch im Haus?

Ja, bis 0,8 mg/l geht man in Kleinanlagen davon aus, dass es zu keinen Problemen kommt, wenn die anderen Parameter in Ordnung sind.

Was passiert wenn ich Wasser mit 2 mg/l Eisen zum Waschen nutzen?

Es kann zu Verfärbungen auf der Wäsche kommen. Es können sogenannte „Rostflecken“ auftreten.

Mein Brunnenwasser weist eine Eisenkonzentration von 2 mg/l auf. Kann ich damit das Planschbecken ohne Filter füllen?

Bei kleinen Planschbecken, die für kurze Zeit gefüllt werden und ohne Filter betrieben werden, verfärbt sich das Wasser oder bildet einen Niederschlag am Boden. Das ist allerdings gesundheitlich nicht bedenklich.

Was kann ich gegen die hohe Eisenkonzentrationen machen, wenn ich das Wasser im Haus verwenden möchte?

Erhöhte Eisenkonzentrationen im Trinkwasser lassen sich relativ unkompliziert mithilfe von modernen Filtertechniken entfernen.

Mein Brunnenwasser wird immer eisenhaltiger. Bei der Untersuchung vor 5 Jahren wurden wesentlich geringere Eisenkonzentrationen festgestellt. Woran liegt das ?

Es kann daran liegen, dass im Grundwasser ein starker Nitratabbau stattfindet. Höhere Eisenkonzentrationen weisen, bei gleichzeitigen Vorkommen von sehr niedrigen Nitratkonzentrationen, auf gute denitrifizierende Eigenschaften im Grundwasser hin. In vielen Gegenden kommt im Untergrund Pyrit, eine Eisen-Schwefel-Verbindung vor. Spezielle Bakterien können diese Verbindung nutzen um Nitrat abzubauen. Es entsteht Stickstoff, Eisen und Sulfat.


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