Leitfähigkeit des Brunnenwassers

Die Leitfähigkeit sagt etwas darüber aus, wie gut das Wasser elektrischen Strom leitet. Wenn man die Leitfähigkeit seines Wassers kennt, kann man Rückschlüsse auf den Salzgehalt des Wassers ziehen.

Zu viel Salz (Chlorid) im Brunnenwasser kann im Garten sehr problematisch werden.

Problem Brunnenwasser

Zu viel Chlorid im Brunnenwasser kann dazu führen, dass Ihre Pflanzen durch das Gießwasser eingehen und Süßwasserarten in Ihrem Teich sterben.

Außerdem kann Chlorid dafür sorgen, dass Wasserleitungen stark rosten.

Problem Umwelt

Chlorid in Seen und Flüssen führt dazu, dass Süßwasser zu Salzwasser wird. Süßwasserarten können in den Gewässern nicht mehr überleben.

Maßnahmen bei einer hohen Leitfähigkeit des Brunnenwassers

Wenn Ihr Brunnenwasser eine hohe Leitfähigkeit aufweist, dann sollten Sie den Chloridwert des Wassers testen. Mit Glück hat der Leitfähigkeitswert eine andere Ursache, als eine Chloridbelastung. Sollte jedoch eine sehr hohe Chloridbelastung vorliegen, können Sie das Wasser unter Umständen nicht mehr nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Zusammenhang zwischen de Leitfähigkeit und der Chloridbelastung?

Je höher die Salzkonzentration im Wasser ist, desto höher ist auch die Leitfähigkeit. Da Chlorid ein Salz ist, kann man bei einer niedrigen Leitfähigkeit eine hohe Chloridkonzentration ausschließen.

Was passiert, wenn ich Gießwasser, in dem hohe Chloridkonzentrationen enthalten sind, nutze?

Zu salzhaltiges Grundwasser kann die Wurzeln einer Pflanze schädigen und den Wassertransport in der Pflanze beeinflussen. Die Blätter verfärben sich vom Rande her bräunlich, die Pflanze wächst nicht mehr richtig und stirbt manchmal sogar ab.

Ab welchen Chloridkonzentrationen muss ich aufpassen, welche Pflanzen ich gieße?

Die Pflanzen unserer Region sind darauf eingestellt, mit ihren Wurzeln Süßwasser aufzunehmen. Dieses enthält normalerweise weniger als 100 Milligramm pro Liter (mg/l) Chlorid. Nach der DIN 19684-10 ist nur Gießwasser mit weniger als 70 mg/l für „nahezu alle Pflanzenarten“ geeignet. Bei Werten oberhalb von 280 mg/l ist das Wasser zum Bewässern ungeeignet. Im Zwischenbereich sollte immer geprüft werden, ob die Pflanzen den aktuellen Chloridgehalt vertragen. Gerade bei sehr hohen Konzentrationen kann es zum Absterben der Pflanzen kommen.

Ab welcher Chloridkonzentration kann ich das Wasser nicht mehr als Tränkwasser verwenden?

Das Wasser soll nach den Orientierungswerten der Tränkwasserverordnung bei Geflügel nicht mehr wie 250 mg/l Chlorid aufweisen und bei anderen Tierarten nicht mehr als 500 mg/l Chlorid.

Kann ich das Brunnenwasser mit 500 mg/l Chlorid zum Befüllen des Pools verwenden?

Wir raten davon ab, da es zur Korrosion und Schäden am Becken kommen kann.

Wie kommt es zu einer Chloridbelastung im Brunnenwasser?

Ausschwemmungen aus Altlasten und Ablagerungen des Bergbaus, Einsickern belasteten Fluss- und Bachwassers in das begleitende Grundwasser, natürliches Aufsteigen des Tiefengrundwassers und Eindringen von Meerwasser kommen als Ursache in Frage.

In welchen Regionen kommt salzhaltiges Brunnenwasser vor?

Wir haben eine Karte erstellt, auf der Sie sehen können, ob wir in Ihrer Region schon mal Chloridkonzentrationen über 250 mg/l festgestellt haben.

Mein Wasser weist mit 2500 µS/cm eine hohe Leitfähigkeit auf. Kann ich damit meine Pflanzen gießen?

Wir raten Ihnen dringend, das Wasser auf Chlorid untersuchen zu lassen. Die Leitfähigkeit weist nur auf das Vorhandensein von Salzen hin, sagt aber nichts über die Salzarten aus. Während andere Salze für die Pflanzen unkritisch sind, können hohe Chloridkonzentrationen im Gießwasser die Pflanzen schädigen.