pH-Wert des Brunnenwassers

Der pH-Wert ist ein Wert, der aussagt, ob Ihr Wasser sauer oder basisch ist. Liegt der pH-Wert unter sieben, ist das Wasser sauer, liegt er über sieben, ist das Wasser basisch.

Problem Brunnenwasser

Ist der pH-Wert zu niedrig (d.h. sauer), kann das Wasser mit Aluminium belastet sein. Dieses Leichtmetall beeinträchtigt die Gesundheit, ist giftig für Fische und beeinträchtigt das Pflanzenwachstum.

Für Trinkwasser sollte der pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 liegen.

Problem Umwelt

Durch saures Grundwasser löst sich Aluminium aus der Erdkruste. Das Aluminium sickert Gewässern zu, wo es giftig auf Fische wirkt.

Maßnahmen bei saurem Brunnenwasser

Um den pH-Wert Ihres Brunnenwassers zu erhöhen, können Sie spezielle Anlagen kaufen. Diese Anlagen mischen Ihr Wasser mit einer Lauge (meist Natriumhydroxid NaOH), um die Säure zu neutralisieren.

Häufig gestellte Fragen

Was hat die Säure mit Aluminium zu tun?

Aluminium ist eines der häufigsten Elemente in der Erdkurste. Normalerweise ist es jedoch unlöslich und beeinträchtigt die Wasserqualität nicht. Wenn das Wasser zu sauer ist, kann sich das Aluminium jedoch lösen. In dem Fall kommt es zu einer Anreicherung von Aluminium im Grundwasser.

Wie kann dazu kommen, dass das Grundwasser sauer wird?

Die Quelle für den hohen Säuregrad ist in der Regel im saurem Regen zu suchen. Einen großen Einfluss hat aber auch die intensive Tierhaltung mit ihren hohen Ammoniak-Emissionen. Ammoniak entsteht in der Tierhaltung, wenn Harnstoff oder Eiweiß in den Exkrementen der Nutztiere zersetzt wird. Bei der Ausbringung können sehr hohe Emissionen auftreten, wenn viel Ammonium im Düngemittel enthalten ist und wenn Gülle, Festmist oder Gärreste nicht zügig eingearbeitet werden.

Warum ist eine hohe Aluminiumkonzentration im Grundwasser problematisch?

Aluminium beeinträchtigt die Gesundheit. Nehmen Menschen höhere Dosen Aluminium auf, kann es zu Lethargie, Blutungen im Augenbereich und zu Störungen des Kohlehydratstoffwechsels kommen.

Auch das Gießen von Pflanzen mit aluminiumbelastetem Wasser hat negative Folgen. Es kann zu Wurzelschädigungen, zu Kümmerwuchs und zu Reifestörungen kommen. In Teichen, Seen und Flüssen wirken bereits geringe Aluminiumkonzentrationen giftig auf Fische.

Der pH-Wert meines Brunnenwassers ist mit 4,9 sehr niedrig. Wofür kann ich das Wasser überhaupt noch nutzen?

Wenn Sie damit gießen, müssen Sie dafür sorgen, dass der Boden eine ausreichende Pufferkapazität besitzt. Das erreichen Sie, indem Sie zum Beispiel Kalk in den Boden einarbeiten.

Bedenken Sie auch, dass in diesem sauren Wasser bereits hohe Aluminiumkonzentrationen gelöst sein können - es sollte nicht getrunken werden und ist auch nicht als Tränkwasser geeignet.

Welche Regionen sind von der Versauerung besonders betroffen?

Der VSR-Gewässerschutz ist bisher hauptsächlich in Niedersachsen und im nördlichen Bereich des Kreises Steinfurt auf zu saures Grundwasser gestoßen.