Öko-Modellregionen  - ein Schritt zu mehr ökologischem Landbau

 

Bio und regional - häufig müssen sich Verbraucher beim Einkauf entscheiden. Ziel der Öko-Modell-Regionen ist es, beides zusammenzubringen: die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität. Von ökologisch bewirtschafteten Flächen wird weniger Nitrat ausgewaschen  - ein wichtiger Weg, um zur Verringerung der Nitratbelastung beizutragen.

In Bayern, Baden Württemberg und Hessen gibt es solche Öko-Modellregionen - regionale Bündnisse, die den Ökolandbau voranbringen. Die ersten Öko-Modellregionen wurden bereits 2014 in Bayern ausgerufen, dort gibt es inzwischen 27 davon! In Baden-Württemberg gibt es bis heute 9 Bio-Musterregionen, die anders heißen, aber gleiche Ziele haben. Sie werden von den Bundesländern finanziell unterstützt. Und das klappt auch prima. Wir fordern die anderen Bundesländer auf, ebenfalls Ökomodellregionen zu ermöglichen.

 

 

Hessen soll Öko-Modellland werden - so verringert man die Nitratbelastung im Grundwasser

12 von insgesamt 21 hessischen Landkreisen wurden schon zur Öko-Modell-Region benannt. Das sind nahezu zwei Drittel der Landesfläche, Hessen hat einen Öko-Anteil an der gesamten Landwirtschaft von 13,5 Prozent, bezogen auf die Fläche. Hessen rangiert damit auf einem Spitzenplatz in Deutschland.

Hessen hat die Vorteile des Öko-Landbaus im Blick, denn er bietet in der Landwirtschaft den schonendsten Umgang mit der Umwelt - sprich Boden, Wasser und Luft. Es gelten die höchsten Standards beim Tierwohl.

Die regionale Vermarktung von Bioprodukten wurde in den Öko-Modellregionen erheblich angekurbelt. Weitere Ziele der Öko-Modell-Regionen sind Bio in der Gemeinschaftsverpflegung (Kitas, Schulen und Kantinen) und Bio in der Gastronomie. 

Eine davon ist die Öko-Modell-Region Süd. Diese umschließt einen großen Teil Südhessens. Drei Landkreise und die Stadt Darmstadt haben sich hier zusammen geschlossen. Die Region in der hessischen Rheinebene ist vom Anbau von sogenannten Sonderkulturen, wie Spargel oder Erdbeeren geprägt. Der Großteil wird bisher auf konventionelle Art angebaut. Das soll sich aber bald ändern. Der bisher geringe Öko-Anteil soll deutlich hoch gefahren werden. Die Nachfrage nach Bio-Produkten in Südhessen übersteigt aktuell deutlich das vorhandene Angebot regionaler Produkte. Die Öko-Modell-Region sorgt für eine bessere Vernetzung zwischen Produzenten, Verarbeitern, den Märkten und damit auch den Verbrauchern. Der Bio-Anbau hat also ein großes Potential.

Wie wird man Öko-Modell-Region?

Zukünftige Öko-Modellregionen müssen in ihrem Bundesland erstmal an einem Wettbewerb teilnehmen. Daran können sich alle interessierten Regionen beteiligen. Es ist dafür unwichtig, ob sie bisher einen sehr geringen Flächen-Anteil von Öko-Landbau haben. Entscheidend sind überzeugende Konzepte und Ideen, wie man neue Biobetriebe und Biokunden gewinnen will.Gelenkt wird dies durch einen Projektmanager vor Ort, zur finanziellen Unterstützung wird dessen Gehalt dann von der Landesregierung übernommen.

 

Die finanzielle Förderung für die bisherigen Öko-Modellregionen ist in allen Bundesländern begrenzt und wird überall ein wenig anders gehandhabt. Nach einer gewissen Einführungszeit sollte das Projekt so erfolgreich sein, dass es sich alleine weiter trägt.

 

Forderung

Kommunen, Städte und Landkreise sollen sich um die Anerkennung als Öko-Modellregion bemühen. So wird der Ökolandbau gestärkt.

Verstärkter Ökolandbau und der Einkauf regionaler Bio-Produkte bedeutet am Ende Schutz unseres Grundwassers, unserer Bäche und Flüsse - und natürlich auch unserer Meere!

 

 

 

Informationen zu weiterer Unterstützung des ökologischen Landbaus:

 

 


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