Ökologischer Weinbau zum Schutz unserer Gewässer

Im Vergleich zum konventionellen Weinbau verringert der ökologische Anbau die Nitratauswaschung ins Grundwasser stark. Eine Stärkung und Förderung des Ökologischen Weinbau's ist dringend nötig!

Ökologischer Weinbau zum Schutz der Gewässer

Die konventionelle Landwirtschaft ist ein großes Problem für unser Grundwasser. Ertragsmaximierung ist das Hauptziel – Umwelt- oder Gewässerschutz haben das Nachsehen.

Meistens wird bei solchen Diskussionen an den typischen landwirtschaftlichen Betrieb gedacht. Weite Felder mit Gemüse oder Getreide sind die Repräsentanten für Ackerbau. Aber nicht nur dort muss sich etwas ändern: Oft wird der Weinbau als Zweig der Landwirtschaft vergessen. Dabei stellt der VSR-Gewässerschutz in Weinbauregionen häufig hohe Nitratwerte im Grundwasser fest.

Öko-Weinbau unterstützt das Grundwasser

Für den Weinbau gilt, was für andere landwirtschaftliche Betriebe ebenfalls gilt: Die ökologische Bewirtschaftung sorgt für deutlich weniger Nitratauswaschung als der konventionelle Weinbau.

Beim intensiven Weinanbau steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund. Besonders umweltschonende Praxen können sich die Landwirte weder leisten, noch sind sie von den Abnehmern gewünscht. Anders ist es im Bio-Weinbau. Dort ist es Ziel, aktiv mit der Natur zusammenzuarbeiten. Feste Nährstoffkreisläufe werden unterstützt. Das ist besonders von Bedeutung bei dem Hauptproblem für das Grundwasser: der Düngung.

Begrünung zwischen den Reben

Auf flüssigen Stickstoffdünger wird im ökologischen Weinbau verzichtet. Stattdessen setzt man auf aktives Bodenmanagment. Eine Besonderheit beim Weinbau: Zwischen den Reben wird das Feld begrünt. Dabei ist nicht die Rede von irgendwelchen Pflanzen, deren Saat zufällig auf das Feld geweht wurde. Die Samen für die Begrünung werden sorgfältig ausgewählt. Die gewählten Wildkräuter und Gräser haben viele äußerst nützliche Funktionen.

 

Die Begrünung schützt das Weinfeld vor Erosion. Außerdem wird Wasser in den oberen Bodenschichten gehalten. Was die Düngung betrifft, erfüllen die Pflanzen einen ganz besonders wichtigen Zweck. Sie stellen Nährstoffe für das Bodenleben bereit. Außerdem werden bei der Begrünung häufig Leguminosen genutzt. Diese Pflanzen sind in der Lage, Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden. So erzeugen sie Nährstoffe für die Weinreben. Um diese dem Wein optimal zukommen zu lassen, wird mit der Begrünung gemulcht.

 

Die Begrünung sorgt durch Belebung des Bodens für weniger benötigten Dünger und schützt damit das Grundwasser. Aber nicht nur deswegen ist sie nützlich. Die Begrünung erhöht die Biodiversität auf dem Feld ungemein. Nützlinge fühlen sich dort pudelwohl. Somit werden auch weniger Pflanzenschutzmittel benötigt. Zusätzlich ist es im ökologischen Weinbau üblich, auf besonders widerstandsfähige Weinsorten zurückzugreifen, wodurch Pflanzenschutzmittel weiter reduziert werden können.

Bio-Wein voranbringen!

Wegen all dieser Gründe fordert der VSR-Gewässerschutz, dass der ökologische Weinbau stärker unterstützt und vorangetrieben werden muss. Sie als Verbraucher haben die Wahl: Achten Sie beim Weinkauf auf ökologisch erzeugten Wein. Bio-Wein wird häufig in Hofläden verkauft, aber auch in Biomärkten und selbst in Supermärkten ist er mittlerweile zu finden. Außerdem gibt es Menschen, die darauf schwören, dass Bio-Wein aromatischer schmeckt als herkömmlicher Wein. Probieren Sie es doch einmal aus!


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