Unterseite Öko-Zierpflanzenbau:

 

Titelbild "Lilane Zierpflanzen" von Fotogalerie 1&1 IONOS

 

Bild "Zierpflanzenkauf" von Fotogalerie 1&1 IONOS

 

Bild „planter spraying pesticide in partition Canna at sunset.“  von ©  ChiccoDodiFC https://stock.adobe.com/de/images/planter-spraying-pesticide-in-partition-canna-at-sunset/218068340  Adobe Stock – Standardlizenz – zugeschnitten

 

Bild "Marienkäfer an einem Ast" von Fotogalerie 1&1 IONOS

 

Bild „testing the soil“  von ©  ChiccoDodiFC https://stock.adobe.com/de/images/testing-the-soil/1180629?prev_url=detail  Adobe Stock – Standardlizenz – zugeschnitten

 

Bild "Zierpflanzenverkauf" von Fotogalerie 1&1 IONOS

Öko-Zierpflanzenbau

Wenn es  um Landwirtschaft geht, denken viele Menschen zuerst an den Obst- und Gemüseanbau oder die Tierhaltung. Es gibt jedoch noch andere Bereiche. Einer davon ist der Zierpflanzenbau. Auch dort gibt es die Unterscheidung zwischen biologisch und konventionell erzeugten Produkten.

Der ökologische Zierpflanzenbau ist eine Nischenbranche. Das Bewusstsein für Bio bei Zierpflanzen ist nicht so hoch wie das Bewusstsein für Bio bei Lebensmitteln. Aber auch im Zierpflanzenbau ist die konventionelle Landwirtschaft ein Problem für die Umwelt.

Konventioneller Zierpflanzenanbau

Bei konventionellen Anbaumethoden kommen Gifte zum Einsatz. In einer Greenpeace-Studie von 2014 wurden 86 Zierpflanzen auf Pestizide untersucht. In 79% davon wurden bienengefährliche Stoffe gefunden. Dieses Ergebnis ist nicht akzeptabel - Gärten sollten Orte sein, in denen weder Mensch noch Tier mit Giften belastet werden!

Auch im Zierpflanzenbau gibt es Probleme durch Düngung. Zierpflanzen stehen häufig in Töpfen auf kahlem Feld. Düngegaben über Flüssigdünger sickern nach unten aus den Pflanzentöpfen heraus. Im Feldboden gibt es keine Wurzeln, welche die Nährstoffe aufnehmen. Sie sickern ungehindert in den Untergrund und reichern sich dort als Nitrat an.

Ökologischer Zierpflanzenbau schont die Umwelt

Im ökologischen Zierpflanzenbau wird auf chemisch-synthetische Gifte vollständig verzichtet. Stattdessen wird auf Nützlinge gesetzt, welche die Schädlinge in Schach halten. Die Pflanzen weisen somit keine Pestizidrückstände auf. Das ist gesünder für den Gärtner und für die Insekten. Und auch die Gartenbaubetriebe berichten von der Erleichterung, dass sie ihren Giftschrank endgültig ausräumen konnten.

Synthetische Dünger sind bei Bio-Zierpflanzen ebenfalls tabu. Stattdessen werden die Bodenorganismen gefördert, die ihrerseits die Pflanze ernähren. Das sorgt für weniger Nitrat im Boden und hat einen anderen günstigen Nebeneffekt: Die Pflanzen müssen sich beim Wachsen mehr anstrengen, um an die Nährstoffe zu kommen. So entwickeln sie ein dichteres Wurzelwerk. Insgesamt sind sie robuster und ihre natürliche Abwehr ist gestärkt. Dadurch sind sie auch später im Garten weniger anfällig und können sich besser entwickeln.

Der Torfanteil in den Töpfen ist bei Bio-Zierpflanzen reduziert. Das ist wichtig, denn Torfabbau ist hochproblematisch. Torf stammt aus Mooren, ein Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Beim Abbau von Torf wird er unwiederbringlich zerstört. Zusätzlich werden Phosphate in die Flüsse geschwemmt und verbreiten sich sogar bis in die Ozeane. Phosphate sind wie Nitrate Nährstoffe, die zu einer Überdüngung der Gewässer führen. Deswegen ist es dringend notwendig, auf Torf zu verzichten. Mehr dazu hier.

Bio-Zierpflanzen sorgen für weniger Pestizideinsatz, weniger Nitrat im Grundwasser und weniger Torfabbau. Wir fordern Verbraucher deswegen dazu auf, den ökologischen Gartenbau bewusst zu unterstützen!

Wo sind ökologische Zierpflanzen erhältlich?

Viele Bio-Gartenbaubetriebe setzen auf Direktvermarktung. Aber auch im Bio-Großhandel und im Bio-Supermarkt kann man fündig werden. In üblichen Supermärkten sind ökologische Pflanzen hingegen eher selten aufzufinden.


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