Bio-Kost im Krankenhaus

Qualitativ hochwertige Lebensmittel wichtig für die Gesundheit und die Umwelt!

Wir alle wissen, dass Ernährung mehr ist, als nur satt zu werden. Gerade für Patienten in Krankenhäusern haben die Mahlzeiten eine besondere Bedeutung - gesundes, vitaminreiches Essen kann einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit leisten.

 

Aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist der Qualitätsstandard für die Verpflegung in Krankenhäusern: eine nachhaltige, gesunde Ernährung, die überwiegend pflanzlich, gering verarbeitet, ökologisch erzeugt, regional und saisonal, umweltverträglich verpackt und fair gehandelt ist.

 

Ökologisch erzeugte Produkte enthalten nachweislich weniger Pflanzenschutzmittel, weniger Spuren von Gentechnik und niedrigere Nitratwerte als konventionelle Produkte.  Ebenso weisen Untersuchungen auf einen tendenziell höheren sekundären Pflanzenstoffgehalt hin und die Nähstoffdichte bei Bio-Lebensmittel ist höher. Der Grund: Der Öko-Landbau verzichtet auf Pflanzenschutzmittel und chemisch-synthetische Stickstoffdünger.

 

Aber auch für die Umwelt und unsere Gewässer ist der Öko-Landbau von Vorteil: Die nachhaltig bewirtschafteten Flächen tragen im Wesentlichen dazu bei, dass unsere Gewässer nicht unnötig mit Nitraten belastet werden. Der Öko-Landbau leistet also einen enormen Beitrag zum Gewässerschutz - u.a. zum Schutz unserer Trinkwasservorräte!

Wir fordern, dass gesunde und ökologisch produzierte Ernährung in Krankenhäusern die Regel wird!

Wir selbst oder unsere Angehörigen können jederzeit selbst als Patient ins Krankenhaus kommen. Jeder wird sich dann wünschen, mit vitaminreicher, gesunder und leckerer Bio-Kost versorgt zu werden, anstatt auf trockene, einzeln in Plastik eingepackte Weißbrotscheiben oder Tüten-Suppen angewiesen zu sein. Bio-Essen unterstützt Kranke bei ihrer Gesundung. Sie können so das Krankenhaus schneller verlassen. Das hätte für Krankenkassen und Krankenhäuser folglich auch einen messbaren finanziellen Nutzen, indem Aufenthalte dort verkürzt werden könnten.

 

Uns ist allen bewusst:  Kliniken müssen scharf kalkulieren. Für die meisten Krankenhäuser ist es daher wichtig, dass die Verpflegung in den Kostenrahmen passt. Zweitrangig ist die Frage, ob das Essen ihre Patienten gesund macht. Bio ist daher in über 90 Prozent der Krankenhausküchen überhaupt kein Thema, obwohl regionale Bio-Produkte ohne Zweifel deutlich gesünder sind als industriell verarbeitete Produkte oder solche aus der Tüte. Die landen aber leider viel zu häufig auf dem Teller.  

Ein gutes Beispiel, dass Bio dennoch in Krankenhäusern funktionieren kann, zeigt die Berliner Klinik Havelhöhe:

 

Dort muss ein Budget von weniger als 5 Euro am Tag eingehalten werden. Trotzdem landen täglich frische und leckere Speisen aus regionalen, meist biologisch erzeugten Zutaten und keine Fertigprodukte oder Zusatzstoffe auf dem Teller. Das Fleisch kommt aus einem Bio-Hof in Stralsund, das Gemüse von einem Bio-Hof in der Region und der Fisch wird bestandserhaltend aus der Müritz gefischt. Um mit dem Geld auszukommen, gibt es in der Klinik Havelhöhe „nur“ 3 mal in der Woche Fleisch oder Fisch, was aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht ohnehin besser ist.

 

Mit der Umstellung der Krankenhausküchen auf Bio-Lebensmitteln würde man nicht nur den Patienten helfen schneller wieder gesund zu werden.

 

Auch unsere Umwelt und die Gewässer könnten profitieren: durch die stärkere Nachfrage an Bio-Produkten können mehr landwirtschaftliche Betriebe auf Öko-Landbau umstellen.  

 

Die gewässer- und umweltschonende Bewirtschaftung unserer Böden ist gut für Mensch, Umwelt und Tier!

Weitere Informationen:

 

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