Durch Bioessen in Kitas und Schulen ökologische Landwirte fördern

 Bio-Lebensmitteln sind nicht nur gesund für Kinder in Kita oder Schule, er schont auch die Umwelt, die Böden und unser Grundwasser, das letztlich unseren Bächen, Flüssen und schließlich den Meeren zusickert!

 

In Deutschland hat fast jede zweite Schule Ganztagsangebote. Leider findet man viel zu selten Schulen, an denen ausschließlich Bio-Kost angeboten wird.

Die Ludwig-Thoma-Realschule in München hat dies realisiert. Dort wird täglich für etwa 600 SchülerInnen frisch gekocht, (bis auf den Fisch) sind es zu 100% Bio-Zutaten. Fleisch kommt aus einer regionalen Bio- Metzgerei und landet deutlich seltener auf den Tellern. Dreimal in der Woche stehen vegetarische Gerichte auf dem Speiseplan. Die MitarbeiterInnen werden regelmäßig zur Abfallvermeidung und zu anderen Umweltthemen geschult. Gleichzeitig beschäftigen sich die SchülerInnen mit Themen, die Tierwohl, Umweltschutz und Ernährung betreffen.

Auch die Mensa der integrierten Gesamtschule Hermann-Ehlers in Wiesbaden mit 590 Schülern und 55 Lehrkräften hat diesen Schritt getan. Motivation für die Leiterin der Schulmensa für die Verwendung von Bio-Lebensmitteln in der Schule war ein Artikel, dass viele Kinder kein Gefühl mehr für heimisch angebaute Lebensmittel haben. Durch die Verwendung von Convenience-Produkten (Halbfertigprodukte) und Obst und Gemüse aus Übersee – und das über das ganze Jahr durch - geht dieses Wissen mehr und mehr verloren. Seitdem wird die Küche von einem Bio-Landwirt aus der Region mit heimischen Produkten saisonal versorgt. Bio wird in der Schulmensa hier noch mit konventionellen Produkten kombiniert, ab und zu gibt es auch die Lieblingsspeisen der Kinder wie Pizza, Pommes und Burger.

Neben dem Schutz von Klima und Grundwasser hat die Umstellung des Essens auch pädagogischen Nutzen. Denn die ersten Lebensjahre sind besonders wichtig, um einen gesunden, ausgewogenen und nachhaltigen Lebensstil auszuprägen. Kinder lernen zu hinterfragen, warum der Verzehr von  Erdbeeren oder Himbeeren im Winter der Umwelt schadet. Sie werden mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz mit gutem Essen, also auf ganz positive Art und Weise sensibilisiert.

Dass dies funktioniert zeigt die „Ernährungs-Kita“ in Theisbergstegen (Rheinland Pfalz). Dort werden zu 100% Bio Lebensmittel genutzt und natürlich selbst gekocht. Anfängliche Bedenken der Eltern konnten durch ein Probeessen aus der Welt geschafft werden. Mit 40 Euro ist die monatliche Verpflegung auch nicht teurer als in anderen Einrichtungen. Wichtig dabei war, die Bio Produkte mit höheren Preisunterschieden zu konventionellen Produkten (wie z.B. Fleisch) zu reduzieren. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es sowieso häufig mehr Fleisch als empfohlen.

Vor der Umstellung auf Bio-Ernährung ist eine umfassende Information aller Beteiligten eine Grundvoraussetzung! Wichtig sind Schulungen für die ErzieherInnen, ein regelmäßiges Gespräch mit den Eltern. Auf diese Weise wird das Konzept von allen getragen.  Nach und nach stellen sich dann auch viele Eltern zuhause auf „bio“ um. Denn - die Bio-Qualität überzeugt einfach.

Wenn auch Sie mehr Bio in der Kita oder Schule Ihrer Kinder wollen, sollten sie den dortigen Leiter ansprechen. Mit unterschiedlichen Workshops und Info-Materialien wird der Umstieg erleichtert.

Öko-Anbau bedeutet Gewässerschutz!


Anrufen

E-Mail