Bio-Städte machen Agrarpolitik in Ihrer Region

 

Die Bio-Städte setzen sich für die Förderung der ökologischen Landwirtschaft und das Bio-Lebensmittelangebot in den jeweiligen Regionen ein.

 

Ziele der Bio-Städte

  • Die Nachfrage und die Weiterverarbeitung von Bio-Lebensmitteln aus der Region sowie die ökologische Landwirtschaft zu fördern.
  • In Kitas und Schulen Vorrang für Bio-Lebensmittel schaffen. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen und Märkten soll auf Bio gesetzt werden.
  • Privaten Verbrauchern, Betriebskantinen und Cateringunternehmen das Thema über verschiedene Aktionen näher zu bringen.
  • Die Bio-Branche weiter in die Gesellschaft zu integrieren und Arbeitsplätze in dieser Zukunftsbranche zu fördern.
  • Staatliche Förderprojekte auf die Bio-Branche und Kooperationsprojekte zu lenken. Kommunale Aktivitäten besser mit agrar- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu verknüpfen.

 

Praktisches Beispiel Nürnberg

 

Nürnberg will bis 2020 in allen Kitas einen Bioanteil von 75 % erreichen. In den Schulen soll es dann 50 % Bio geben, in den städtischen Einrichtungen 25 %. Auf diese Weise wollen die Nürnberger dafür sorgen, dass es im Umland dann 20 % Biolandwirte gibt.

Nürnberg hat sich 2006 als erste deutsche Stadt dem Netzwerk „Città del Bió angeschlossen

 

Diesem gehören inzwischen rund 200 europäische Städte an. Von dort aus setzte sich die Entwicklung des Netzwerkes in Deutschland ab 2010 fort. Nürnberg hat als Bio-Stadt also 13 Jahre Erfahrung und dadurch auch eine Vorreiter-Rolle.

 

Was macht Nürnberg als Bio-Stadt?

 

Schon die Kleinsten kommen in den Genuss von Bio-Essen – Nürnberg will dafür sorgen, dass immer mehr Kinder in Kita und Schule damit aufwachsen. Bisher sind es schon 50 % der Kitas, die diese Ernährung anbieten. Die Kleinen lernen, woher ihre Gemüse kommt, wie es riecht und schmeckt. Sie lernen schon früh, wie gut „Bio“ ist.  Was man schon als Kind kennen lernt, das mag man und wird es auch im späterem Leben zu schätzen wissen. Kinder sind unsere Zukunft!

 

Das Interesse an Bio steigt. Nicht nur bei den Kindern. Die Zahl der Bioläden wächst rasant, bei städtischen Veranstaltungen und in städtischen Einrichtungen wird zu einem wachsenden Anteil „Bio“ gereicht.

Auch die Arbeitnehmer in Nürnberg dürfen sich freuen. Viele von ihnen haben das Glück, in der Firmen-Kantine biologische Produkte auf den Teller zu bekommen.

Beachtenswert finden wir vom VSR Gewässerschutz Verein auch, dass in Nürnberg die größte Biofachmesse der Welt stattfindet. Die BIOFACH ist die weltweit größte Messe für ökologische Konsumgüter. Sie findet einmal im Jahr für 4 Tage statt. Dort gibt es neben frischen Bio-Lebensmitteln auch Tiefkühlprodukte,  Bio-Produkte von verarbeitenden Betrieben sowie Bio-Kosmetik. Schier unendlich scheint die Produktvielfalt – Ende offen.

Und die Stadt Nürnberg nutzt ihre Möglichkeiten aus, um Bio-Firmen und Öko-Erzeuger aus der Region in der Stadt bekannt zu machen. So bringt sie Firmen und Verbraucher zusammen und kurbelt den Öko-Landbau an.

 

Auf vielfältigste Weise informiert und begeistert Nürnberg ihre Bürger für den Öko-Landbau und für Bio-Lebensmittel. Am Wochenende schwingt man sich beispielsweise auf´s Rad und lernt mit der Aktion „Bio auf Tour“ Bio-Erzeuger-Höfe in der Region kennen – was für eine gute Idee!

 

Im Sommer findet alljährlich das große Bio-Fest „Bio-Erleben“ statt. Spannende Bio-Firmen und Organisationen gewähren 3 Tage lang einen Einblick in den Markt der Bio-Lebensmittel, -Kosmetik und -Mode. Verkostungen, Modenschauen, Kunst, Musik, Talk, Kabarett und Kinderspaß sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung. Hier werden alle Sinne angesprochen.

 

An der „Initiative Emmer und anderes Urgetreide" sind viele regionale Betriebe beteiligt: hier arbeiten Landwirte, Bäcker, der Naturkosthandel, Restaurants und Caterer zusammen. Der Anbau der sehr alten und fast in Vergessenheit geratene Getreidesorte und andere Urgetreide sollen gefördert werden. Emmer ist sehr gesund, enthält viele Mineralstoffe und Aminosäuren.

 

In der Region Nürnberg gibt es rund 2000 zertifizierte Bio-Betriebe, Bio hat sich klar zum Wirtschaftsfaktor gemausert!

 

In wenigen Wochen steht Weihnachten vor der Tür – da geht auch wieder die Suche nach dem Baum los. In Nürnberg ganz ohne schlechtes Gewissen, denn man kann dort den Bio-Baum ohne Pestizide kaufen. Weniger als 30 km entfernt liegt u.a. die Bio-Plantage in Großhabersdorf. Da weiden Schafe zwischen den Tannen und fressen das unerwünschte Grün weg – es geht völlig ohne Chemie. Aber dieser Betrieb ist noch lange nicht der Einzige! Es gibt fast 10 von ihnen. Das an sich ist doch schon ein Weihnachtsgeschenk.

Passend zu dieser Zeit des Jahres - auch auf dem Nürnberger  Christkindlemarkt macht sich immer mehr Bio breit.

Nürnberg mit dem Nürnberger Land und Roth setzt sich auch als eine der 27 Öko-Modellregionen Bayerns für gesunde Ernährung, ökologischen Landbau und regionale Wirtschaftskreisläufe ein. Der Anteil an Bio-Betrieben und Bio-Flächen im Gebiet der Öko-Modellregion wächst kontinuierlich. Interessierte Bauern können dafür – wie überall im Land - Fördermittel für die Umstellungsberatung beantragen.

Blick über den Tellerrand - wie machen es unsere europäischen Nachbarn?

Kopenhagen wurde 2014 von der EU-Kommission zu „Europas Grüner Hauptstadt" benannt.

Die Kopenhagener waren schon seit einigen Jahren bei einem hohen Anteil an Biokonsum angekommen. Die Dänen sind sehr stolz auf ihr eigenes „Bio". Das Bewusstsein für dieses Thema ist dort schon bei einem Großteil der Einwohner verankert.
 

Bio ist in Kopenhagen breit und regional aufgestellt. Es gibt Bio einerseits immer mehr in Hotels und in der Gastronomie, es gibt immer mehr Geschäfte, die Bio-Produkte verkaufen. Im Umfeld der dänischen Hauptstadt gibt es sehr leistungsfähige Lieferanten sowohl im Bioanbau als auch in der Verarbeitung.

 

Heute wird in den Kantinen der Schulen, Altenheimen und Behörden Kopenhagens bereits zu 75 Prozent Biokost serviert. Viele der neu entstandenen Mikrobrauereien setzen auf Ökobier. Und dass es auch eine Ökovariante des berühmten dänischen Hotdog gibt, versteht sich da schon fast von selbst.

In Deutschland ist im Vergleich zu Dänemark und insbesondere Kopenhagen noch viel Luft nach oben für positive Entwicklung im Bereich „Bio" und „Nachhaltigkeit".

 

Lasst uns alle den Gedanken „Regional-Bio" vorantreiben!

 

Wir können es als Verbraucher, indem wir möglichst regionale, saisonale Bio-Produkte kaufen und natürlich können wir den Grundgedanken der Bio-Städte in unsere eigene Stadt oder Gemeinde tragen! Je größer das Netzwerk, desto wirkungsvoller!

 

Nitratergebnisse aus unseren Flussbeprobungen

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Ökomodellregion

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Biokiste

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Bio in Kantinen

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