Nitratbelastetes Grundwasser verschmutzt Flüsse und Meere

Landwirtschaft verliert zu viele Nitrate.

Wir finden sie in den Gewässern.

Stoppt die Nitratbelastung unserer Gewässer

Nitrate gefährden das Trinkwasser für die nächsten Generationen

 

Das Grundwasser ist in vielen Regionen stark mit Nitrat belastet. Selbst Wasserversorger haben mittlerweile Schwierigkeiten, unbelastetes Grundwasser zu fördern und qualitativ hochwertiges Leitungswasser an die Verbraucher zu liefern. Aber auch in privaten Brunnen ist die Nitratbelastung des Wassers so hoch, dass es nicht mehr verwendet werden kann und Gartenbesitzer auf teures Leitungswasser zurückgreifen müssen.

 

Die Ursache für die hohe Nitratbelastung ist hauptsächlich bei der intensiven Landwirtschaft zu suchen, die für eine erfolgreiche Massenproduktion zu viel Gülle und Mineraldünger verwendet.

 

Unsere Forderung: der ökologische Landbau muss gestärkt und ausgeweitet werden. Der Öko-Landbau vermindert nach Untersuchungen des Thünen-Institutes die Stickstoffausträge im Mittel um 28 Prozent.

 Nitrat in den Flüssen gefährdet die Artenvielfalt

 

Nitratbelastetes Grundwasser sickert den Bächen und Flüssen zu. Der hohe Nährstoffeintrag führt zu einer Eutrophierung der Gewässer. Ohne sauberes Wasser und natürliche Ökosysteme ist kein Leben möglich. Die Artenvielfalt an den Gewässern hat sich bereits dramatisch verringert.

 

Nach dem Nitratbericht 2020 des Umweltbundesamtes gelangen heutzutage 75 Prozent der Stickstoffbelastungen alleine von landwirtschaftlichen Flächen in die Oberflächengewässer.

 

Unsere Forderung: In landwirtschaftlich genutzten Gebieten müssen breite Gewässerrandstreifen als Puffer zwischen Ackerfläche und Gewässer eingeplant werden. Außerdem ist die Nitratauswaschung unter ökologisch bewirtschafteten Flächen geringer.

 

Todeszonen in Nord- und Ostsee werden immer größer

 

Über die Flüsse wie Rhein, Weser, Ems, Elbe, Eider, Oder und andere kleine Zuflüsse werden Nitrate aus dem Binnenland in die Nord- und Ostsee transportiert. Zu viel Nitrat im Wasser fördert das Algenwachstum. Nach dem Absterben zersetzen Bakterien die Algen. Dieser Prozess benötigt Sauerstoff. Tiere können dann nicht mehr in diesem Wasser leben. Sogenannte Todeszonen entstehen.

 

Die europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie soll das Ökosystem vor weiteren Belastungen aus den angrenzenden Anrainerländer schützen. Doch leider wurde diese bisher kaum umgesetzt.

 

Unsere Forderung: Die Nährstoffeinträge in die Nord- und Ostsee müssen reduziert werden. Nur so können die Todeszonen verschwinden und Leben in den Meeren ist wieder möglich.

Nitratbelastung im Grundwasser

Unsere Messungen

Die Karte gibt einen Überblick über die Nitratbelastungen in  privat genutzten Brunnen. Die Daten wurden im Rahmen der Untersuchungen des VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2017-2020 gewonnen.

 

 

Immer noch viel rot

Die neue Nitratkarte von Deutschland ist leider immer noch vor allem eines: Rot. Das Ergebnis lässt wenig Anlass zur Freude: In den letzten drei Jahren befand sich deutschlandweit in jeder fünften Brunnenprobe mehr als 50 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat.

 

 

Zu den Messwerten im Grundwasser und in den Flüssen

Messwerte im Grundwasser und in den Flüssen (klicken Sie auf Ihr Bundesland)


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