Messkampagne an unseren Flüssen

Der Rhein, die Weser, Ems und Elbe transportieren Nährstoffe aus dem Binnenland in die Nordsee. Um hier die Nitratfrachten zu senken, wurde in der neuen Oberflächengewässerverordnung ein Nitratwert von 12,3 mg/l festgesetzt. Damit die Flüsse diese Nitratkonzentration nicht überschreiten, müssen auch deren Nebenflüsse diesen Grenzwert einhalten.

Unsere Messungen in den letzten Jahren zeigen, dass hier dringend bei der Düngerausbringung in der Landwirtschaft gehandelt werden muss.

Niers-Messungen

Unsere Messungen an der Niers ergaben eine viel zu hohe Nitratbelastung. Es fehlen Kontrollen darüber, welche Düngemengen tatsächlich auf den Feldern landen. Selbst die Gülleimporte aus den Niederlanden werden nur unzureichend dokumentiert.

Spenden

Mit Ihrer Spende beproben und analysieren wir Flüsse. Durch Ihre Hilfe können wir noch viele Belastungen aufdecken und Sie darüber informieren.

 

Multicopter-Einsatz

Um nicht nur Untersuchungen am Ufer durchführen zu können, bereiten wir uns derzeit auf den Einsatz eines Multicopters für die Probennahme vor.

Wir zeigen, wo hohe Nitratbelastungen im Grundwasser vorliegen

Die neue Nitratkarte von Deutschland ist leider immer noch vor allem eines: Rot. Der VSR-Gewässerschutz hat alle Daten von 2015 bis 2018 zusammen gefasst, um die aktuelle Nitratbelastung zu überprüfen. Das Ergebnis lässt wenig Anlass zur Freude: In den letzten vier Jahren befand sich Deutschlandweit in jeder fünften Brunnenprobe mehr als 50 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Brunnenbesitzern bedanken, welche unsere Karten durch ihre Brunnenwasserprobe ermöglicht haben. Erst durch die Mithilfe der Brunnenbesitzer verfügt der VSR-Gewässerschutz über sehr viele Messwerte, die ein umfassendes Bild über die Belastung des Grundwassers liefern.

Brunnennutzer können beim VSR-Gewässerschutz jedes Jahr von Mai bis September ihr Wasser untersuchen lassen. Dafür erhalten sie wichtige Messewerte und eine Beratung über ihr Wasser.

Unsere Messwerte von 2018

Wollen Sie wissen, wie die Grundwasserbelastung in Ihrer Region aussieht? Sie finden bei uns Messwerte für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen - Bremen, Schleswig-Holstein - Hamburg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Franken.

Regionen mit extremen Belastungen

Mancherorts halten bereits ein Drittel der Proben aus privat genutzten Brunnen den Trinkwassergrenzwert von 50 mg/l nicht ein. Außerdem fanden wir hier extrem hohe Nitratwerte.

Unbelastete Regionen

Auf unserer Karte gibt es aber auch grüne Bereiche. Dies hat verschiedene Gründe. In manchen Regionen gibt es einen guten Nitratabbau im Untergrund. In anderen Gebieten wird weniger gedüngt.

Ursachen für hohe Nitratbelastungen

Gülle, Gärreste und Mineraldünger werden häufig in viel zu hohen Mengen auf den Feldern verteilt. Es wird mehr gedüngt, als die Pflanzen aufnehmen können. Der Rest wird in das Grundwasser ausgewaschen.

Gülle aus Massentierhaltungen wird inzwischen auch in Regionen mit geringerer Viehdichte transportiert und belastet dort das Grundwasser. Außerdem werden aus industriellen Biogasanlagen unklare Mengen an Nährstoffen abgeholt, mit denen anschließend gedüngt wird.

Nitratabbau im Untergrund - Segen und Fluch zugleich

Bedingt durch den Nitratabbau nimmt in einigen Regionen die Eisenbelastung des Grundwassers zu. Eisenbelastetes Grundwasser weist daher selten eine hohe Nitratbelastung auf.

 


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