Mit unseren Messungen decken wir Nitratbelastungen auf

Ergebnisse unserer Aktion in Uelzen vom 21.07.2020

60 Brunnenbesitzer ließen ihr Brunnenwasser untersuchen. Der VSR-Gewässerschutz stellte dabei in fast jeder siebten Probe aus dem Raum Bad Bevensen – Wriedel – Uelzen – Suderburg – Bad Bodenteich eine Überschreitung des Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 mg/l fest.

Besonders hohe Nitratwerte wurden in privaten Brunnen in folgenden Orten gefunden:

124 mg/l in Westerweyhe

  76 mg/l in Drögennottorf

  66 mg/l in Lehmke

  73 mg/l in Suhlendorf

  78 mg/l in Suderburg

  75 mg/l in Lüder

Ergebnisse unserer Aktion in Lüchow vom 21.07.2020

104 Brunnenbesitzer ließen ihr Brunnenwasser untersuchen. Der VSR-Gewässerschutz stellte dabei in fast jeder siebten Probe aus dem Dannenberg – Jameln – Lüchow – Clenze – Wustrow – Lemgow – Prezelle – Gartow eine Überschreitung des Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 mg/l fest.

Besonders hohe Nitratwerte wurden in privaten Brunnen in folgenden Orten gefunden:

166 mg/l in Dangenstorf

111 mg/l in Lichtenberg

  83 mg/l in Rebenstorf

  76 mg/l in Lefitz

  89 mg/l in Nausen

  69 mg/l in Streetz

  84 mg/l in Laase

Abwasser als Ursache der Nitratbelastung kann meistens ausgeschlossen werden

Hauptverursacher der Nitratbelastung in unserem Grundwasser ist die Agrarindustrie. Das zeigen unsere Messwerte deutlich.

Da fäkale Keime bei den meisten hohen Nitratbelastungen fehlen sind dort defekte Abwasserrohre als Ursache auszuschließen.

Unsere Forderungen an die Politik

Die Agrarindustrie konnte nur mit Subventionen so stark wachsen. Die EU-Agrarpolitik fördert bis heute Betriebe, für die hohe Erträge an erster Stelle stehen und die Verringerung der Nitratbelastung nur lästige Auflagen sind, die sie versuchen zu umgehen.

 

Der VSR-Gewässerschutz fordert die Agrarpolitik auf die anstehende EU-Agrarreform so zu gestalten, dass die Nitratbelastung unserer Gewässer verringert wird. Die Subventionen an Betriebe, die das Grundwasser stark belasten, haben große Probleme geschaffen. Nur mit intensiver Bewirtschaftung konnten die großen Betriebe den Dumpingpreisen der Discounter standhalten. Die bäuerliche Landwirtschaft wurde verdrängt und die ökologische Landwirtschaft konnte nicht so wachsen, wie es für eine gesunde Umwelt notwendig wäre. Hier wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdüngern verzichtet. Die Zahl der Tiere orientiert sich an der Fläche, die dem Betrieb zur Verfügung steht. So werden Nährstoffüberschüsse bestmöglich vermieden. Der ökologische Landbau kann die von der Agrarindustrie hervorgerufene Nitratbelastung erheblich verringern. Er bedarf daher wesentlich mehr Unterstützung. Die Agrarlobby darf nun die wichtigen Entscheidungen zu einer gewässerschonenden Landwirtschaft nicht wieder untergraben. Es wird höchste Zeit für eine Agrarpolitik, die sich ihrer ökologischen Verantwortung bewusst ist und eine umweltverträgliche und nachhaltige Landwirtschaft fördert. Der VSR-Gewässerschutz fordert von der Politik, dass Subventionen nur noch an Landwirte mit einer gewässerschonenden Bewirtschaftung gezahlt werden.

Interaktive Karte

Auf einer interaktiven Nitratkarte veranschaulicht der VSR-Gewässerschutz in welchen Regionen die Nitratbelastungen besonders hoch sind.

 

 

Messwerte im Grundwasser und in den Flüssen (klicken Sie auf Ihr Bundesland)


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