Stoppt die Algen in unseren Flüssen

Die meisten Nitrate kommen aus dem zusickernden Grundwasser.

Verstoß gegen die Wasserrahmenrichtlinie

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist ein Gesetzespaket der EU mit eindeutigem Auftrag: Alle Flüsse von der Quelle bis zur Mündung müssen gemäß dieser Vorgabe einen „guten Zustand“ erreichen. Die Länderarbeitsgruppe Wasser (kurz LAWA) hat hierzu einen Zielwert definiert in Höhe von 2,5 mg Nitratstickstoff pro Liter - das sind umgerechnet 11 mg Nitrat pro Liter.
Bei unseren Messfahrten an Deutschlands Flüssen messen wir leider viel zu häufig zu hohe Nitratwerte. Für das Erreichen des „guten Zustands“ der Gewässer hatte die EU mit der Wasserrahmenrichtlinie ursprünglich das Jahr 2015 als Frist gesetzt. Deutschland hat die Möglichkeit diese Frist zu verlängern für fast alle Gewässer ausgereizt. Doch statt nun alles daran zu setzen die neue Frist 2027 zu erreichen, wird die Umsetzung verschleppt in der Hoffnung auf Fristverlängerung.

Landwirte müssen verhindern, dass Regenfälle die Nitrate in die Gewässer transportieren

Jeder Landwirt sollte sich klar machen, dass die Düngung seiner Ackerflächen eine entscheidende Auswirkung auf die Ökologie der Oberflächengewässer hat:

 

  • Fehlende oder zu geringe Uferrandstreifen führen dazu, dass der Dünger bei Starkregen in die Bäche und Flüsse  abgespült wird.

 

  • Regenfälle führen zur Auswaschung des Nitrat ins Grundwasser. Von dort sickert es den Flüssen zu.

Eutrophierte Flüsse und Seen

Spaziergänge an stinkenden, trüben Bächen und Gewässern, Badeverbote im Sommer, das sind Folgen des rasanten Algenwachstums, weil unsere Flüsse eutrophiert, also völlig überdüngt sind. Der Erholungs- und Freizeitwert ist dahin. Viel schlimmer ist aber: Die Tier- und Pflanzenarten, die in unseren Flüssen und Bächen leben, sterben nach und nach ab, weil sie nicht genug Sauerstoff bekommen. Besonders unsere Fische reagieren sehr empfindlich auf Sauerstoffmangel. Durch die Eutrophierung gerät das ökologische Gleichgewicht durch sich vermehrende Algen völlig durcheinander. Grünalgen wachsen ungehemmt. Beim Absterben und Zersetzen der Algen bildet sich  Bodenschlamm und es wird viel Sauerstoff verbraucht.

 

 

Nachhaltige Landwirtschaft ist aktiver Gewässerschutz!

 

Erfahren Sie mehr...

Wieder mehr Raum für natürliche Pufferzonen:

Renaturierung der Flüsse

Nach einer Renaturierung ist die Flusslandschaft wilder und natürlicher als vorher. Insbesondere befinden sich Ackerflächen nicht direkt neben dem Fluss. Dadurch ist er besser vor Pflanzenschutzmitteln und Düngung durch die Landwirtschaft geschützt.

 

 

Gewässerrandstreifen

Intensive Landwirtschaft bis ans Wasser – der hohe Nährstoffeintrag fördert jede Algenblüte! Die Flächen der Landwirtschaft dürfen nicht so nah an unsere Gewässer reichen. Daher sind genügend breite Schutzzonen an den Gewässern wichtig, um die Überdüngung des Wassers zu begrenzen.

Auen als Wasserfilter

In unseren Flüssen gibt es zu viele Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat. Auch deswegen befindet sich kaum ein Gewässer in Deutschland in einem ökologisch guten Zustand. Auen können helfen, die Belastungen zu verringern.

 

 

Blaualgen -

Gesundheitsgefahr im Sommer!

 

Hohe Temperaturen, Sonne, lange Tage im Sommer gefallen nicht nur uns. Auch Bakterien blühen bei diesen Voraussetzungen richtig auf. Manchmal kommt es zu einer regelrechten Blaualgenblüte. Davor muss dann immer häufiger gewarnt werden - das Baden wird verboten.

 

Unsere Flussuntersuchungen zeigen die Belastungsschwerpunkte

Wir stellten fest, dass einige Faktoren zu einer Verringerung der Nitratbelastung in den Flüssen und Bächen führen können. Durch andere Faktoren kommt es dagegen zu einer Erhöhung. Auffallenderweise finden wir wenn ein Fluss durch eine Stadt fließt selten starke Veränderungen.

Nitratbelastung in den Flüssen

Messwerte im Grundwasser und in den Flüssen (klicken Sie auf Ihr Bundesland)


Anrufen

E-Mail