Messfahrt an der Ruhr

Der VSR-Gewässerschutz stellt keine Verringerung  der Nitrate in der Ruhr fest.

Der VSR-Gewässerschutz führte im  Dezember 2016 eine Messfahrt an der Ruhr von Meschede im nördlichen Sauerland bis zur Ruhrmündung in Duisburg durch. Bei der Messfahrt wurde gegenüber der Messfahrt 2010 keine Verringerung der Nitratbelastung festgestellt. Da das zusickernde Grundwasser zum größten Nitrateintrag in der Ruhr beiträgt, zeigt die Messfahrt, wie wichtig eine konsequente Verringerung der Nitratbelastung im Grundwasser ist.

Nitratgrenzwert überschritten

Schon in Meschede stellten die Spezialisten vom VSR-Gewässerschutz mit 13,4 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat eine erhöhte Belastung im Ruhrwasser fest. Bis Neheim stiegen die Nitratwerte sogar bis auf 15,4 mg/l an. Um das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie für einen guten Zustand zu erreichen, dürfte nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) der Wert von 11 mg/l nicht überschritten werden.

 

Erst durch den Zufluss der Möhne mit einer Nitratkonzentration von 6,3 mg/l sank die Belastung in der Ruhr unter den geforderten Grenzwert. In Wickede und Fröndenberg fanden die Umweltschützer dann nur jeweils 9,8 mg/l. Anschließend stieg die Belastung dann wieder an. Im Schwerter Ortsteil Wandhofen befanden sich dann schon wieder 12,1 mg/l Nitrat im Ruhrwasser.

 

Durch den Zufluss der beiden Nebenflüsse Lenne mit 12,8 mg/l und Volme mit 17,3 mg/l kam es dann zu einem weiteren Anstieg. In Wetter lag die Nitratkonzentration dann schon bei 13,3 mg/l. Bis zum Ruhrwehr in Duisburg wenige Kilometer oberhalb der Mündung in den Rhein änderte sich die Nitratbelastung kaum.

Ruhr trägt zu Eutrophierung bei

Für die Trinkwasserversorgung stellen die Nitratkonzentrationen in der Ruhr kein Problem dar - der Trinkwassergrenzwert von 50 mg/l wird weit unterschritten. Doch die Ruhr trägt auch als Nebenfluss zur Nitratbelastung des Rheins bei, der an der Grenze zu den Niederlanden als auch an der Mündung in die Nordsee eine zu hohe Nitratfracht aufweist und damit die Entstehung von Schaum und Algenblüten an den Stränden der Nordsee fördert.

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