Interaktive Nitratkarte  - Überblick über die Belastung in den Kreisen

Die Karte gibt einen Überblick über die Nitratbelastungen in  privat genutzten Brunnen. Die Daten wurden im Rahmen der Untersuchungen des VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2017-2019 gewonnen.

 

Ausweitung des Ökologischen Landbau in Baden-Württemberg notwendig

Der ökologische Landbau hat Düngevorschriften, die weit strenger als die Düngeverordnung sind. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen. Die Zahl der Tiere orientiert sich daran, wie viel landwirtschaftliche Flächen dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden dadurch bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt es deswegen, dass sich ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen. Das freut uns als Gewässerschützer. Jedoch könnte die Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte in Baden-Württemberg noch stärker zu einer Verbesserung der regionalen Grundwasserqualität beitragen. In Baden-Württemberg werden bisher erst knapp 11 % der landwirtschaftlichen Flächen vom ökologischen Landbau bewirtschaftet. Der große Bedarf wird inzwischen mit weit transportierten Lebensmitteln gedeckt.

 

Die Landesregierung hat bereits 2012 den Aktionsplan „Bio aus Baden Württemberg“ aufgelegt. Er fördert die Umstellung und Beibehaltung des Ökolandbaus, den Wissenstransfer durch Bildung und Beratung sowie die Forschung an den landwirtschaftlichen Landesanstalten. Damit sollen die Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Betriebe verbessert und der Neueinstieg in den Ökolandbau erleichtert werden. Ökologischen Betrieben müssen jedoch genügend Flächen zur Verfügung stehen. Aktuell werden sie bei der Neuverpachtung gegenüber konventionellen Betrieben zu wenig berücksichtigt.

Unsere Forderung: Dies muss sich ändern, damit die Fördermaßnahmen zur maßgeblichen Erhöhung des ökologischen Landbaus führen. Gemeinden, Kreise und Kirchengemeinden sollten die Betriebe unterstützen und ihnen ihre landwirtschaftlichen Flächen verpachten. So können auf diesen Flächen die Wünsche der Bürger berücksichtigt und mehr ökologische Produkte produziert werden. Dann kann sich auch der Gartenbesitzer über eine geringere Nitratbelastung seines Brunnenwassers freuen und wieder mehr Brunnenwasser statt kostbares Leitungswasser nutzen.

 

Weitere Informationen:

Messwerte im Grundwasser und in den Flüssen (klicken Sie auf Ihr Bundesland)


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