Interaktive Nitratkarte  - Überblick über die Belastung in den Kreisen

Die Karte gibt einen Überblick über die Nitratbelastungen in  privat genutzten Brunnen. Die Daten wurden im Rahmen der Untersuchungen des VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2017-2019 gewonnen.

In Mecklenburg-Vorpommern wird mit einer Anbaufläche von 235.200 Hektar im Gegensatz zu anderen Bundesländern sehr viel Raps angebaut, dies entspricht 25 bis 30 % der Ackerflächen. Der Anbau von Raps ist ökologisch bedenklich, denn für hohe Kornerträge sind hohe Mengen an Stickstoffdünger erforderlich.

Der Raps nimmt diese hohen Stickstoffmengen auch auf, aber es wird bei der Ernte nur ein geringer Teil der Pflanze vom Acker abgefahren. Mit der Blatt- und Strohmasse verbleibt ein Großteil des Pflanzenmaterials auf dem Feld und wird nach der frühen Ernte zu Nitrat mineralisiert. Nachfolgende Zwischenfrüchte oder der in der Fruchtfolge übliche Winterweizen kann diese hohen Stickstoffmengen nicht aufnehmen. Es verbleiben Restnitratmengen von in der Regel 100 kg N/ha und mehr. Große Mengen davon werden im Herbst mineralisiert. Im Winter wird das Nitrat dann ins Grundwasser ausgewaschen.

Ökologischen Landbau stärken

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da sich die Zahl der Tiere an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt deswegen, dass ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer stärker gefragt sind. Das freut uns als Gewässer-schützer. Jedoch verbessert die Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte nicht die Grundwasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Dort werden nicht einmal 10 % der landwirtschaftlichen Flächen vom ökologischen Landbau bewirtschaftet. 

Diese Fläche reicht nicht aus,  um den Wunsch der Bevölkerung nach ökologisch erzeugten Produkten zu erfüllen - die Anbaufläche muss daher vergrößert werden. Der Weg hierzu wäre

 

  • Ausweisung von Öko-Modellregionen mit der Förderung durch die Landesregierung
  • Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen im Besitz der Kommunen und Kreise nach den Regeln des ökologischen Landbaus

 

 

Weitere Informationen:

Messwerte im Grundwasser und in den Flüssen (klicken Sie auf Ihr Bundesland)


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