Interaktive Nitratkarte  - Überblick über die Belastung in den Kreisen

 

Die Karte gibt einen Überblick über die Nitratbelastungen in  privat genutzten Brunnen. Die Daten wurden im Rahmen der Untersuchungen des VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2017-2019 gewonnen.

Die Messungen aus den Jahren 2017 bis 2019 zeigen deutlich die Belastung im süd-östlichen Teil des Landes in den Regionen Rheinhessen und Pfalz, speziell in der Vorderpfalz. Rheinhessen ist mit 26.563 Hektar Rebfläche das größte Weinbaugebiet und die intensive Landwirtschaft macht ca. 54 % der Fläche aus. Gleichzeitig hat die Region den geringsten Anteil an Waldflächen in Deutschland. So gibt es in der Region wenig Ausgleichsflächen, in denen weniger gedüngt wird. In der Pfalz befindet sich das zweitgrößte Weinanbaugebiet. In den Rheinebenen wird intensive Landwirtschaft betrieben, bei der vorwiegend Gemüse und Hackfrüchte angebaut werden.

 

Messergebnisse von der  Mosel zeigen Handlungsbedarf

Wir stellten bei unserer Messfahrt im März 2013 eine viel zu hohe Nitratbelastung fest. Nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) dürfte das Moselwasser für einen guten Zustand höchstens 11 mg/l Nitrat aufweisen. Die Messungen ergaben an der Mündung jedoch 20,1 mg/l Nitrat und damit fast doppelt so viel wie gefordert. Damit trägt die Mosel erheblich zur Nitratbelastung des Rheins und damit zur Eutrophierung der Nordsee bei.

Förderung des ökologischen Landbaus

 

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da sich die Zahl der Tiere an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt es deswegen, dass sich ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen.

 

In Rheinland-Pfalz bewirtschafteten 2017 Öko-Betriebe insgesamt 69.032 ha Fläche. Dies ist ein Anteil von rund zehn Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche im Land. Um dem Wunsch der Bürger nach mehr regionalen Bio-Lebensmitteln entgegen zu kommen, wäre es sinnvoll, mehr Flächen für den Öko-Landbau bereit zu stellen. Der Weg dorthin ginge durch eine
  • Ausweisung von Öko-Modellregionen mit der Förderung durch die Landesregierung
  • Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen im Besitz der Kommunen und Kreise nach den Regeln des ökologischen Landbaus
  • Beteiligung am Netzwerk der „Bio-Städte"

Weitere Informationen:

Messwerte im Grundwasser und in den Flüssen (klicken Sie auf Ihr Bundesland)


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