Interaktive Nitratkarte  - Überblick über die Belastung in den Kreisen

Die Karte gibt einen Überblick über die Nitratbelastungen in  privat genutzten Brunnen. Die Daten wurden im Rahmen der Untersuchungen des VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2017-2019 gewonnen.

Die Nitratbelastung findet man im ganzen Bundesland. Im Südosten des Landes ist es aber am stärksten. Die Belastung ist auf die intensive Landwirtschaft in den Bereichen Ostholstein, Hzgt.Lauenburg und Stormarn zurück zu führen. Etwa 65% von Ostholstein werden landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirtschaft in Ostholstein macht ca 10% der gesamten Landwirtschaft in Schleswig-Holstein aus. Weiterhin gibt es wenig Ökologische Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Diese liegt nur bei 5,4% und somit unter dem deutschen Durchschnitt von 7,5%.

Unsere Forderung: Der ökologische Landbau muss stärker gefördert werden

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischem Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da die Zahl der Tiere sich an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt deswegen, dass ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer stärker gefragt sind. Das freut uns als Gewässerschützer. Jedoch verbessert die Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte nicht die Grundwasserqualität in Schleswig-Hostein. Dort werden nicht mal 6 % der landwirtschaftlichen Flächen vom ökologischen Landbau bewirtschaftet. Diese Fläche reicht nicht aus, um dem Wunsch der Bevölkerung nach ökologisch erzeugten Produkten nachzukommen - die Anbaufläche muss daher vergrößert werden. Der Weg hierzu wäre

  • Ausweisung von Öko-Modellregionen mit der Förderung durch die Landesregierung
  • Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen im Besitz der Kommunen und Kreise nach den Regeln des ökologischen Landbaus
  • Beteiligung am Netzwerk der „Bio-Städte"

 

 

Weitere Informationen:

 

 

Messwerte im Grundwasser und in den Flüssen (klicken Sie auf Ihr Bundesland)


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