Mais – eine Gefahr für das Grundwasser

 

 

Es ist in den letzten 15 Jahren zu einer extremen Steigerung von Maisflächen gekommen

Seit Anfang der 2000er boomt der Maisanbau. Die Maisanbauflächen wuchsen in 14 Jahren seit 2000 um eine Million Hektar Fläche auf 2,5 Millionen Hektar. Angeschoben wurde der Anbau der Pflanze durch das 2009 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es garantierte Besitzern von Biogas-Anlagen feste Tarife für die Einspeisung von Öko-Strom. Seit dieser Zeit erhöhte sich die Zahl der Bio-Gasanlagen enorm. Hauptsächlich werden nachwachsende Rohstoffe und ganz besondere Mais (zu 70 %) vergoren. Von 2006 bis 2014 erhöhte sich die Fläche für Biomasse zur Stromerzeugung von 4 auf 12 % der gesamten deutschen Ackerfläche!

 

Das wird sich auch weiter so entwickeln, denn im Koalitionsvertrag von 2018 wurde festgeschrieben, dass Bioenergieanlagen weiterentwickelt werden sollen. Allerdings soll auch der Einsatz von Blühpflanzen erhöht werden.

Mais ist als Energiepflanze sehr begehrt, aktuell steht sie auf Position 1 bei den Denjenigen, die Biogasanlagen betreiben und Bauern, die diese beliefern. Mais ist aber im Anbau vergleichsweise preiswert.

 

 

Der Maisanbau verursacht Probleme für die Umwelt:

Durch die Art des Anbaus in großen Monokulturen und in Reihen gesät, kommt es zu Bodenerosionen, insbesondere im Frühling, wenn die Pflanzen noch sehr klein sind. Der Boden ist ohne Bedeckung durch Grünpflanzen ungeschützt. Nitrat und andere Nährstoffe werden bei starkem Regen mit der Ackerkrume ausgewaschen. Sie versickern ins Grundwasser und führen zu dessen Belastung. Und - wertvoller Boden geht verloren! Hinzu kommt der Effekt der Winderosion, wenn große Monokulturflächen nicht durch Hecken- oder Baumreihen unterbrochen werden.  Der Anbau in Monokulturen, wie wir sie in Deutschland leider überall kennen, laugt die Böden aus und zieht hohen Düngereinsatz nach sich.

 

 

 

Möglichkeit die Belastung im Maisanbau zu senken

  • Mais nur auf max. 40 % der Anbaufläche säen. Der Rest der Flächen müssen mit Zwischenfrüchten aufgefüllt werden.
  • Eine vielfältige Fruchtfolge mit kurzen Brachezeiten, pflanzenbedarfsgerechter Düngung (und keine Überdüngung!), in denen Nitratgehalt und andere Nährstoffe genau berechnet und berücksichtigt wird,
  • Verzicht auf Pestizide. Auf diese Weise wird ein guter Humusgehalt des Bodens erhalten und Erosionen vermieden.
  • Das sind gängige Arbeitsmethoden im Bereich des Öko-Landbaus. Dort müssen genau solche Zusammenhänge beim Anbau bedacht und in die Arbeitsweise einbezogen werden.
  • Verzicht auf Pestizide.

 

 

Das sind gängige Arbeitsmethoden im Bereich des Öko-Landbaus. Dort müssen genau solche Zusammenhänge beim Anbau bedacht und in die Arbeitsweise einbezogen werden.

 

 

Gewerbliche Biogasanlagen verfügen meistens über keine eigenen landwirtschaftlichen Flächen. Daher ist es gerade dort nötig, die Nährstoffe, diein den Betrieb kommen und diesen wiederverlassen, zu kontrollieren. Aus landwirtschaftlichen Betrieben von nah und fern werden Gülle,Mais und andere Rohstoffe zur Energiegewinnung angeliefert – bereits hier ist die Menge derNährstoffe, die in die Biogasanlage gelangen,nicht klar. Die nach der Gärung anfallendenReststoffe, sogenannte Gärreste, werden wiederum an Landwirte abgegeben und von diesen auf den Feldern zur Düngung eingesetzt. Dabei muss ab 2018, genau wie bei der Gülle, die Höchstmenge von 170 kg Stickstoffpro Hektar eingehalten werden. Dementsprechend müssen die gewerblichen Biogasanlagen nun ihre Gärreste in weiter entfernte Regionentransportieren. Doch der Transport ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Daher besteht von den Betreibern großes Interesse, ihre Reststoffe im Umland der Biogasanlage zuvermarkten. Ohne Klarheit über die wirklichen Stickstoffmengen, die diese Anlagen verlassen, können die Landwirte auch in Zukunft zu viel Stickstoff über die Felder entsorgen.

 

Erst, wenn auch die Biogasbetreiber beim Handel mit Gärresten die Nährstoffmengen angeben müssen, ist transparent, welche Stickstoffmengen auf die Felder aufgetragen werden. „Die Umsetzung einer bedarfsgerechten Düngung ist schwierig, wenn Stickstoffmengen unkontrolliert verschoben werden. Diese Erfahrung haben wir bereits mit Gülle aus Massentierhaltungen gemacht, die keine eigenen Ackerflächen betreiben. Deshalb muss hier schnell gehandelt werden. Die gleichen Fehler dürfen nicht wiederholt werden. Der VSR-Gewässerschutz fordert, dass auchgewerbliche Biogasanlagen eine Nährstoffbilanz aufstellen müssen. Große landwirtschaftliche Betriebe müssen ab 2018 die Ein- und Ausgänge der Nährstoffe am Hof protokollieren.Es ist nicht nachvollziehbar, warum die gewerblichen Biogasanlagen davon ausgenommen werden sollen.

 

 

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