Nitratabbau im Untergrund gefährdet

Nicht überall führt übermäßige Düngung zu höheren Nitratwerten.

Gerade in Regionen mit geringen Nitratkonzentrationen finden wir bei unseren Grundwasseruntersuchungen in den letzten Jahren immer höhere Eisenkonzentrationen. Diese Messwerte weisen darauf hin, dass im Untergrund Nitrat abgebaut wird. Das Grundwasser weist also denitrifizierende Eigenschaften auf. 

 

In diesen Gegenden kommt im Boden Pyrit, eine Eisen-Schwefel-Verbindung, vor. Spezielle Bakterien können diese Verbindung nutzen, um Nitrat abzubauen. Hierbei wird das Pyrit und das Nitrat gespalten. Es entsteht Stickstoff, Eisen und Sulfat.

Das Nitrat wird bei diesem Vorgang verbraucht.

 

Eisenkarte

 

Wir erstellen regelmäßig Karten, welche unsere Messergebnisse von privat genutzten Brunnenwasser zusammenfassen.

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Brunnenbesitzern bedanken, welche unserer Karten durch ihre Brunnenwasserprobe ermöglicht haben.

 

Es ist wichtig, zu wissen, warum eine Region gering mit Nitrat belastet ist. Mancherorts ist wirklich der Nitrateintrag in das Grundwasser gering. In anderen Gebieten liegt es jedoch lediglich am Nitratabbau.

 

Da das Pyrit irgendwann aufgebraucht ist, ist es wichtig, vorher den Nitrateintrag zu reduzieren. Sonst steigt der Nitratwert plötzlich an, sobald das Pyrit aufgebraucht ist. Das Ergebnis ist eisen- und nitratbelastetes Grundwasser.

 

 

Eisen im Grundwasser - Ergebnisse der Messungen

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Im Bericht werden neben unseren Messergebnissen auch die Bedeutung des Eisens für die Nutzung von Brunnenwasser erläutert.

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Eisen im Brunnenwasser

Höhere Eisenkonzentrationen stören bei der Nutzung des Brunnenwassers als Tränkwasser oder Trinkwasser sowie beim Befüllen eines Planschbeckens, Auffüllen des Gartenteichs, Nutzung zum Waschen und auch beim Gießen.


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