Problem in der Umwelt

Nitrat im Grundwasser sickert langsam den Seen und Flüssen zu. Dort sorgt es für einen Nährstoffüberschuss. Algen beginnen zu wuchern. Über die Flüsse gelangt das Nitrat in die Nord- und Ostsee und führt zu den sogenannten Todeszonen.

Problem in Brunnenwasser

Zu viel Nitrat im Brunnenwasser schränkt dessen Nutzung ein:

Bei mehr als 25 mg/l Nitrat ist das Wasser nicht mehr zum Befüllen des Teichs geeignet.

Ab 50 mg/l Nitrat sollten man das Wasser nicht mehr trinken.

Ab 100 mg/l Nitrat wird das Gemüse  über das Gieß-wasser gedüngt. Es kann zur Nitratanreicherung kommen.

Unter den einzelnen Bundesländer finden Sie unsere Nitratkarten, Erläuterungen zu den Belastungen in den Regionen und die Grundwassermesswerte. In den einzelnen Tabellen sind die in den Postleitzahlbereichen (erste drei Ziffern der Postleitzahl) festgestellten Belastungsklassen dargestellt. Wenn Sie Ihre Region nicht finden sollten, haben wir dort leider noch nicht genügend Messwerte um eine Aussage machen zu können. Wenn Sie an älteren Messdaten interssiert sind, wenden Sie sich bitte an unseren Pressesprecher.

 

Der VSR-Gewässerschutz informiert immer nach den durchgeführten Untersuchungen im Rahmen der Informationständen die lokale Presse, wenn hohe Nitratbelastungen festgestellt wurden.

 

Niedersachsen-Bremen

Gerade die Regionen im Weser - Ems - Bereich mit einer hohen Dichte an Massentierhaltungen und Biogasanlagen sind auf unserer Karte rot. Durch die übermäßige Gülle- und Gärresteausbringung versickert viel Nitrat ins Grundwasser.

Nordrhein-Westfalen

Münsterland, Niederrhein und Ruhrgebiet – drei Regionen mit unterschiedlich starken Nitratbelastungen im Grundwasser lagen in den letzten Jahren im Fokus der Arbeit. Massentierhaltungen und gewerbliche Biogasanlagen führten in den letzten Jahren dazu, dass zu viel Gülle und Gärreste ausgebracht wurden.

Franken

In Bayern führen wir nur in Franken Untersuchungen durch, da nur hier das Grundwasser den Nebenflüssen des Rhein oder der Elbe zusickert. Zahlreicher Weinbau, Gemüsebau und intensive Landwirtschaft führen zu Grundwasserbelastungen. Aufgrund der geringen Niederschlägen kommt es teilweise kaum zur Verdünnung der Nitratbelastung im Grundwasser.

Mecklenburg-Vorpommern

Mit einer Anbaufläche von 235.200 Hektar wird im Gegensatz zu anderen Bundesländern sehr viel Raps angebaut, dies entspricht 25 bis 30 % der Ackerflächen. Der Anbau von Raps ist ökologisch bedenklich, denn für hohe Kornerträge sind hohe Mengen an Stickstoffdünger erforderlich.

Brandenburg und Berlin

Trotz den großen Waldflächen in Brandenburg aus denen wesentlich weniger Nährstoffe als von landwirtschaftlichen Flächen ausgewaschen werden, liegt auch in diesem Bundesland eine Nitratbelastung im Grundwasser vor. Die Bracheflächen von denen kaum eine Nitratbelastung ausging, sind in Anbetracht des Biogasanlagenbooms extrem geschrumpft.

Schleswig-Holstein und Hamburg

Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist von den Grundwasserbelastungen betroffen. Schleswig-Holstein hat als erstes Bundesland eine Landesdünge-verordnung erlassen. In ihr sind nun  verschärfte Maßnahmen als Ergänzung zur bundesweit geltenden Düngeverordnung festgelegt worden.

Sachsen-Anhalt

Die intensive Landwirtschaft und viel zu wenig Grünland führen zu einer flächendeckender hohen Düngung.  Dadurch kommt es  zu einer sehr hohen Nitratverlagerung ins Grundwasser statt.

 

Baden-Württemberg

Wir führen nur in dem Bereich in dem das Grundwasser dem Rhein oder den Nebenflüssen zusickert Untersuchungen durch. In diesem Bereich finden wir zum Teil starke Nitratbelastungen.

 

Rheinland-Pfalz und Saarland

Besonders große Nitratbelastungen bestehen in den Bereichen mit dem intensiven Wein- und Gemüseanbau. Hiervon ist gerade die Rheinebene stark betroffen.

Sachsen

Der Schwerpunkt unserer Untersuchungen lag in den letzten Jahren in Nordsachsen und im Umland von Leipzig. Kräftige rote Töne = hohe Belastung kennzeichnen leider weiter Grundwasserbereiche dieses Freistaates.

Hessen

Von der Rheinebene im Süden über die fruchtbare Wetterau ersteckt sich Hessen bis ins Mittelgebirge. Entsprechend unterschiedlich sind die festgestellten Belastungen.

 

Thüringen

Im nächsten Jahr werden wir hier unsere Untersuchungen noch stärker ausweiten, da wir bei unseren bisherigen Aktionen im Norden von Thüringen viele belastete Brunnen gefunden haben. Bisher liegen uns noch wenige Ergebnisse vor.


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