Die neuesten Messergebnisse

Auch 2019 haben wir in Hessen einige Informationsstände durchgeführt, bei denen Brunnenbesitzer ihr Wasser zur Untersuchung abgeben konnten. Hier erhalten Sie bereits die ersten Infos zu den festgestellten Nitratergebnissen. Eine ausführlichere Auswertung der Messwerte erfolgt dann in den Wintermonaten.

Labormobil in Fulda

Von 27 untersuchten Brunnen aus dem Raum Fulda/Hilders/Petersberg überschritt fast jeder vierte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Rasdorf mit 87 mg/l, in Schlotzau mit 57 mg/l, in Stöckels mit 77 mg/l, in Ebersburg mit 76 mg/l und in Großenlüder mit 57 mg/l.

Labormobil in Flörsheim

Von 62 untersuchten Brunnen aus dem Raum Flörsheim/Hattersheim/Rüsselsheim überschritt fast jeder vierte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Wicker mit 99 mg/l Nitrat, in Flörsheim mit 82 mg/l, in Hattersheim mit 79 mg/l, in Sindlingen mit 56 mg/l, in Eschborn mit 54 mg/l und in Keramag/Falkenberg mit 64 mg/l.

Labormobil in Riedstadt

Von 117 untersuchten Brunnen aus dem Raum Riedstadt/Stockstadt/Biebesheim überschritt fast jeder vierte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Leeheim mit 97 mg/l Nitrat, in Wolfskehlen mit 64 mg/l, in Goddelau mit 71 mg/l, in Crumstadt mit 69 mg/l, in Stockstadt mit 67 mg/l und in Erfelden mit 92 mg/l.

Labormobil in Bürstadt

Von 98 untersuchten Brunnen aus dem Raum Bürstadt/Lampertheim/Biblis überschritt fast jeder vierte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Lampertheim mit 171 mg/l Nitrat, in Groß-Rohrheim mit 78 mg/l, in Biblis mit 75 mg/l, in Nordheim mit 75 mg/l, in Hofheim mit 86 mg/l, in Bürstadt-Süd mit 94 mg/l und in Rosenstock mit 147 mg/l.

Labormobil in Weiterstadt

Von 48 untersuchten Brunnen aus dem Raum Weiterstadt und Darmstadt überschritt jeder dritte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Gräfenhausen mit 143 mg/l Nitrat, in Arheilgen mit 108 mg/l, in Braunshardt mit 117 mg/l, in Weiterstadt mit 85 mg/l und in Pfungstadt mit 58 mg/l.

Ergebnisse der Grundwasseruntersuchung 2018 in Hessen

Die Nitrat-Messwerte von 2018 zeigen wieder, dass noch viel gemacht werden muss. So fanden wir in diesem Jahr im Bibliser Ortsteil Nordheim einen Nitratwert von 203 mg/l. Dies ist unser diesjähriger Spitzenwert für Hessen. Aber nicht nur einzelne Brunnen sind belastet. Insgsamt fanden wir in 18% der untersuchten Brunnen Nitratkonzentrationen von über 50 mg/l. Die Verteilung der Belastung in den einzelnen Regionen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl geordnet finden Sie in der beigefügten Tabelle.

Nitratkarte Hessen

Hessen hat nicht die besten Böden weswegen sich viele Betriebe auf einige wenige Gebiete verteilen. Eines dieser Gebiete ist das Wetterau nördlich von Frankfurt. Hier werden Getreide sowie Obst und Gemüse oder auch Zuckerrüben angebaut. Viele tierhaltende Betriebe befinden sich im roten Gebiet westlich von Kassel oder südlich von Bad Hersfeld. Im Norden und Süden sowie im Westen des Landes gibt es vermehrt landwirtschaftliche Betriebe. Getreide wird in Hessen auf ca 62 % der Fläche angebaut. Davon sind ca. 55 % Winterweizen was von den herkömmlichen Getreidearten am meisten Stickstoff benötigt.

 

 

Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen in Hessen

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In der Tabelle sind die Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen für den Zeitraum 2015 bis 2017 statistisch aufbereitet. Räumlich wurden die untersuchten Brunnen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl zusammengestellt.

Folgende Informationen bekommen Sie in den einzelnen Bereichen:
Anteil der Proben mit Nitratkonzentrationen unter 25 mg/l, zwischen 25 und 50 mg/l, zwischen 50 und 100 mg/l und höher aufweisen. Auch der höchste Wert ist in dem Bereich angegeben.

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Ökologischen Landbau stärken

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da die Zahl der Tiere sich an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt es deswegen, dass sich ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen. In Hessen werden bereits auf 13 % der landwirtschaftlichen Flächen Bio-Lebensmittel erzeugt. Damit liegt Hessen zusammen mit dem Saarland an der Spitze der Bundesländer in der regionalen Versorgung. Mit dem Ökoaktionsplan strebt die Landesregierung Hessen das Ziel an, dass noch mehr Landwirte ökologisch wirtschaften. Die Landesregierung hat jedoch keinen Einfluss auf die Verpachtung der landwirtschaftlichen Flächen. Viele ökologische Betriebe würden gerne wachsen, bekommen aber keine weiteren Flächen.

 

Inzwischen wird der große Bedarf an Bio-Lebensmitteln mit weit transportierten Lebensmitteln gedeckt. Viele Öko-Landwirte möchten ihre Region mit lokal erzeugtem Getreide fürs Brot, Milch, Eiern und Fleisch versorgen. Die Bürger bekämen gesunde, regionale Lebensmittel und das Grundwasser wäre weniger belastet. Doch gerade von diesen Landwirten erfährt der VSR-Gewässerschutz immer wieder, dass sie gar nicht mehr Bio-Produkte erzeugen können, weil ihnen die Anbauflächen fehlen. Gemeinden, Kreise und Kirchengemeinden sollten diese Betriebe unterstützen und ihnen ihre landwirtschaftlichen Flächen verpachten. So könnten auf diesen Flächen die Wünsche der Bürger berücksichtigt werden. Gleichzeitig können sich die Gartenbesitzer über eine geringere Nitratbelastung ihres Brunnenwassers freuen und mehr Brunnenwasser statt kostbares Leitungswasser nutzen.

 


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