Ergebnisse der Grundwasseruntersuchung 2018 in Mecklenburg Vorpommern liegen vor

Die aktuellen Nitrat-Messwerte für 2018 sind ausgewertet. Es zeigte sich wieder, dass noch viel gemacht werden muss. So fanden wir in diesem Jahr in Dodow einen Nitratwert von 241 mg/l. Dies ist unser diesjähriger Spitzenwert für Mecklenburg-Vorpommern. Aber nicht nur einzelne Brunnen sind belastet. Insgsamt fanden wir in 16% der untersuchten Brunnen Nitratkonzentrationen von über 50 mg/l. Die Verteilung der Belastung in den einzelnen Regionen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl geordnet finden Sie in der beigefügten Tabelle.

Die Nitratkarte Mecklenburg Vorpommern

 

In Mecklenburg-Vorpommern wird mit einer Anbaufläche von 235.200 Hektar im Gegensatz zu anderen Bundesländern sehr viel Raps angebaut, dies entspricht 25 bis 30 % der Ackerflächen. Der Anbau von Raps ist ökologisch bedenklich, denn für hohe Kornerträge sind hohe Mengen an Stickstoffdünger erforderlich.

Der Raps nimmt diese hohen Stickstoffmengen auch auf, aber es wird nur ein geringer Teil mit dem Erntegut Korn vom Acker abgefahren. Ein großer Teil der Pflanze verbleibt nach der Ernte mit der Blatt- und Strohmasse auf dem Feld und wird nach der frühen Ernte zu Nitrat mineralisiert. Nachfolgende Zwischenfrüchte oder der in der Fruchtfolge übliche Winterweizen kann diese hohen Stickstoffmengen nicht aufnehmen. Es verbleiben Restnitratmengen von in der Regel 100 kg N/ha und mehr. Große Mengen davon werden im Herbst mineralisiert. Im Winter wird das Nitrat dann ins Grundwasser ausgewaschen.

 

 

Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen Mecklenburg- Vorpommern

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In der Tabelle sind die Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen für den Zeitraum 2015 bis 2017 statistisch aufbereitet. Räumlich wurden die untersuchten Brunnen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl zusammengestellt.

Folgende Informationen bekommen Sie in den einzelnen Bereichen:

Anteil der Proben mit Nitratkonzentrationen unter 25 mg/l, zwischen 25 und 50 mg/l, zwischen 50 und 100 mg/l und höher aufweisen. Auch der höchste Wert ist in dem Bereich angegeben.

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Ökologischen Landbau stärken

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da die Zahl der Tiere sich an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt deswegen, dass ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer stärker gefragt sind. Das freut uns als Gewässerschützer. Jedoch verbessert die Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte nicht die Grundwasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Dort werden nicht mal 10 % der landwirtschaftlichen Flächen vom ökologischen Landbau bewirtschaftet. Der große Bedarf wird inzwischen mit weit transportierten Lebensmitteln gedeckt.

 

Jahrzehntelang haben die landwirtschaftlichen Verbände darauf hingewiesen, dass sie produzieren, was die Bürger kaufen. Damit haben sie den Einkäufer für die Grundwasserbelastung verantwortlich gemacht. Viele Bürger ernähren sich heute jedoch anders als vor 20 Jahren. Es werden wesentlich mehr ökologische Produkte gekauft. Deswegen ist es dringend an der Zeit, dass der ökologische Landbau stärker gefördert wird. Viele ökologische Betriebe würden gerne wachsen, bekommen aber keine weiteren landwirtschaftliche Flächen. Gemeinden, Kreise und Kirchengemeinden können diese Betriebe unterstützen und ihnen ihre landwirtschaftlichen Flächen verpachten. So können auf diesem Land die Wünsche der Bürger berücksichtigt werden. Der Gartenbesitzer kann sich über eine geringere Nitratbelastung seines Brunnenwassers freuen und wieder Brunnenwasser statt kostbares Leitungswasser nutzen.


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