Die neuesten Messergebnisse

Auch 2019 haben wir in Niedersachsen einige Informationsstände durchgeführt, bei denen Brunnenbesitzer ihr Wasser zur Untersuchung abgeben konnten. Hier erhalten Sie bereits die ersten Infos zu den festgestellten Nitratergebnissen. Eine ausführlichere Auswertung der Messwerte erfolgt dann in den Wintermonaten.

Labormobil in Braunschweig

Von 109 untersuchten Brunnen aus dem Raum Braunschweig /Vechelde/Schwülper überschritt fast jeder fünfte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Lauingen mit 148 mg/l Nitrat, in Leiferde mit 72 mg/l, in Bortfeld mit 125 mg/l, in Vechelde mit 74 mg/l, in Dibbesdorf mit 98 mg/l, in Watenbüttel mit 80 mg/l, in Völkenrode mit 84 mg/l und in Walle mit 90 mg/l.

Labormobil in Helmstedt

Von 64 untersuchten Brunnen aus dem Raum Helmstedt/Grasleben/Königslutter überschritt jeder vierte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Söllingen mit 133 mg/l Nitrat, in Volkmarsdorf mit 89 mg/l, in Rieseberg mit 83 mg/l, in Groß Steinum mit 79 mg/l, in Emmerstedt mit 127 mg/l und in Walbeck mit 83 mg/l.

Labormobil in Gifhorn

Von 59 untersuchten Brunnen aus dem Raum Gifhorn/Brome/Calberlah überschritt fast jeder neunte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Zicherie mit 125 mg/l Nitrat, in Meerdorf mit 54 mg/l, in Wense mit 84 mg/l, in Calberlah mit 102 mg/l und in Gamsen mit 52 mg/l.

Labormobil in Wittingen

Von 102 untersuchten Brunnen aus dem Raum Wittingen/Hankensbüttel /Brome überschritt jeder dritte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Knesebeck mit 129 mg/l Nitrat, in Reinhorn mit 85 mg/l, in Wettendorf mit 85 mg/l, in Wittingen mit 105 mg/l, in Rade mit 80 mg/l, in Suderwittingen mit 121 mg/l, in Boitzenhagen mit 90 mg/l und in Emmen mit 93 mg/l.

Labormobil in Peine

Von 174 untersuchten Brunnen aus dem Raum Peine/Edemissen/Ilsede/Wendeburg überschritt jeder dritte  den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Münstedt mit 136 mg/l Nitrat, in Voigtholz mit 117 mg/l, in Stederdorf mit 117 mg/l, in Meerdorf mit 116 mg/l, in Schmedenstedt mit 113 mg/l und in Dungelbeck mit 115 mg/l.

Labormobil in Bramsche

Von 77 untersuchten Brunnen aus dem Raum Bramsche/ Neuenkirchen/Vörden/ Rieste überschritt fast jeder sechste den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Hesepe mit 187 mg/l Nitrat, in Neuenkirchen mit 110 mg/l, in Rieste mit 89 mg/l, in Klein Wittefelderort mit 137 mg/l, in Epe mit 103 mg/l, in Gartenstadt mit 80 mg/l, in Pente mit 73 mg/l und in Üffeln mit 105 mg/l.

Labormobil in Uchte

Von 50 untersuchten Brunnen aus dem Raum Uchte/Stolzenau/ Steyerberg/ Diepenau überschritt jeder zweite den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Raddestorf mit 172 mg/l Nitrat, in Steyerberg mit 113 mg/l, in Uchte mit 166 mg/l, in Warmsen mit 144 mg/l, in Essern mit 126 mg/l und in Jenhorst mit 145 mg/l.

Labormobil in Nordhorn

Von 25 untersuchten Brunnen aus dem Raum Nordhorn/ Wietmarschen/Wilsum überschritt fast jeder vierte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Wilsum mit 93 mg/l Nitrat, in Bookholt mit 54 mg/l, im Nordhorner Stadtteil Stadtflur mit 75 mg/l und in Lohne mit 91 mg/l fest.

Ergebnisse der Grundwasseruntersuchung 2018 in Niedersachsen

Die Nitrat-Messwerte von 2018 zeigen wieder, dass noch viel gemacht werden muss. So fanden wir in diesem Jahr im Meppener Ortsteil Rühle einen Nitratwert von über 300 mg/l. Dies ist unser diesjähriger Spitzenwert für Niedersachsen. Aber nicht nur einzelne Brunnen sind belastet. Insgsamt fanden wir in 19% der untersuchten Brunnen Nitratkonzentrationen von über 50 mg/l. Die Verteilung der Belastung in den einzelnen Regionen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl geordnet finden Sie in der beigefügten Tabelle.

Die Nitratkarte Niedersachsen

 

Wir fanden bei unseren Messungen von 2015 bis 2018 in Niedersachsen, wie in den Jahren zuvor, hohe Nitratbelastungen im Grundwasser. Gerade die Regionen mit einer hohen Dichte an Massentierhaltungen und Biogasanlagen sind auf unserer Karte rot. Schweine, Rinder, und Geflügel scheiden nach dem Nährstoffbericht der Landwirtschaftskammer Niedersachsen über 250 000 Tonnen Stickstoff jährlich aus. Mehr als die Hälfte davon fällt in der Ems-Weser-Region an. Ein weiteres großes Problem stellt auch die Düngung mit Gärresten aus Biogasanlagen dar. In Niedersachsen fallen hier jährlich über 100 000 Tonnen Stickstoff an. Mehr als ein Drittel davon entsteht auch noch in der Ems-Weser-Region.

Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen in Niedersachsen/Bremen

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In der Tabelle sind die Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen für den Zeitraum 2015 bis 2017 statistisch aufbereitet. Räumlich wurden die untersuchten Brunnen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl zusammengestellt.

Folgende Informationen bekommen Sie in den einzelnen Bereichen:

Anteil der Proben mit Nitratkonzentrationen unter 25 mg/l, zwischen 25 und 50 mg/l, zwischen 50 und 100 mg/l und höher aufweisen. Auch der höchste Wert ist in dem Bereich angegeben.

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Unsere Forderung: Der ökologischen Landbau muss in Niedersachsen stärker gefördert werden, statt die Massentierhaltungen auszubauen

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da die Zahl der Tiere sich an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt deswegen, dass ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer stärker gefragt sind. Das freut uns als Gewässerschützer. Jedoch verbessert die Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte nicht die Grundwasserqualität in Niedersachen. Dort  werden nicht mal 4 % der landwirtschaftlichen Flächen vom ökologischen Landbau bewirtschaftet. Der große Bedarf wird inzwischen mit weit transportierten Lebensmitteln gedeckt.

 

Jahrzehntelang haben die landwirtschaftlichen Verbände darauf hingewiesen, dass sie produzieren, was die Bürger kaufen. Damit haben sie den Einkäufer für die Grundwasserbelastung verantwortlich gemacht. Viele Bürger ernähren sich heute jedoch anders als vor 20 Jahren. Es werden wesentlich mehr ökologische Produkte gekauft. Deswegen ist es dringend an der Zeit, dass der ökologische Landbau stärker gefördert wird. Viele ökologische Betriebe würden gerne wachsen, bekommen aber keine weiteren landwirtschaftliche Flächen. Gemeinden, Kreise und Kirchengemeinden können diese Betriebe unterstützen und ihnen ihre landwirtschaftlichen Flächen verpachten. So können auf diesem Land die Wünsche der Bürger berücksichtigt werden. Der Gartenbesitzer kann sich über eine geringere Nitratbelastung seines Brunnenwassers freuen und wieder Brunnenwasser statt kostbares Leitungswasser nutzen.


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