Die neuesten Messergebnisse

Auch 2019 haben wir in Nordrhein-Westfahlen einige Informationsstände durchgeführt, bei denen Brunnenbesitzer ihr Wasser zur Untersuchung abgeben konnten. Hier erhalten Sie bereits die ersten Infos zu den festgestellten Nitratergebnissen. Eine ausführlichere Auswertung der Messwerte erfolgt dann in den Wintermonaten.

Labormobil in Delitzsch

Von 162 untersuchten Brunnen aus dem Raum Delitzsch/Wiedemar/Krostitz/Löbnitz überschritt fast jeder vierte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastente Brunnen fanden wir in Glesien mit 122 mg/l Nitrat, in Rödgen mit 82 mg/l, Löbnitz mit 77 mg/l, in Bennewitz mit 107 mg/l, in Doberschütz mit 83 mg/l, in Kletzen mit 115 mg/l, in Zwochau mit 112 mg/l und in Kyhna mit 98 mg/l.

Labormobil in Wurzen

Von 49 untersuchten Brunnen aus dem Raum Wurzen/Bennewitz/Thallwitz überschritt fast jeder dritte den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung. Besonders belastete Brunnen fanden wir in Großbardau mit 100 mg/l Nitrat, in Nemt mit 86 mg/l, in Wurzen mit 100 mg/l, in Röcknitz mit 69 mg/l, in Doberschütz mit 72 mg/l, in Wedelwitz mit 91 mg/l, in Schmölen mit 80 mg/l und in Nischwitz mit 76 mg/l.

Ergebnisse der Grundwasseruntersuchung 2018 in Sachsen liegen vor

Die aktuellen Nitrat-Messwerte für 2018 sind ausgewertet. Unsere Arbeit erstecke sich in diesem Jahr auf die Bereiche Nordsachsen, Mittelsachsen und dem Raum Lipzig. Es zeigte sich wieder, dass noch viel gemacht werden muss. So fanden wir in diesem Jahr in Jesewitz einen Nitratwert von 213 mg/l. Dies ist unser diesjähriger Spitzenwert für Sachsen. Aber nicht nur einzelne Brunnen sind belastet. Insgsamt fanden wir in 27% der untersuchten Brunnen Nitratkonzentrationen von über 50 mg/l.

 

 

Nitratkarte Sachsen

Unsere neue und erste Nitratkarte für Sachsen ist da:

 

In Sachsen haben wir hauptsächlich Wasserproben aus der Leipziger-Tieflandsbucht und aus Nordsachsen entgegen genommen. Wir fanden eine starke Nitratbelastung. In dieser Region existiert viel Obst- und Gemüseanbau, wobei Äpfel die Hauptkultur bilden. Sachsen bildet so das drittgrößte zusammenhängende Obstanbaugebiet.

 

Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen in Sachsen

ePaper
In der Tabelle sind die Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen für den Zeitraum 2015 bis 2017 statistisch aufbereitet. Räumlich wurden die untersuchten Brunnen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl zusammengestellt.

Folgende Informationen bekommen Sie in den einzelnen Bereichen:
Anteil der Proben mit Nitratkonzentrationen unter 25 mg/l, zwischen 25 und 50 mg/l, zwischen 50 und 100 mg/l und höher aufweisen. Auch der höchste Wert ist in dem Bereich angegeben.

Teilen:

Unsere Forderung: Rahmenbedingungen für den ökologischen Landbau verbessern

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da die Zahl der Tiere sich an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt deswegen, dass ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer stärker gefragt sind. Das freut uns als Gewässerschützer. Jedoch verbessert die Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte nicht die Grundwasserqualität in Sachsen. Dort werden nicht mal 6 % der landwirtschaftlichen Flächen vom ökologischen Landbau bewirtschaftet. Der große Bedarf wird inzwischen mit weit transportierten Lebensmitteln gedeckt.

 

Jahrzehntelang haben die landwirtschaftlichen Verbände darauf hingewiesen, dass sie produzieren, was die Bürger kaufen. Damit haben sie den Einkäufer für die Grundwasserbelastung verantwortlich gemacht. Viele Bürger ernähren sich heute jedoch anders als vor 20 Jahren. Es werden wesentlich mehr ökologische Produkte gekauft. Deswegen ist es dringend an der Zeit, dass der ökologische Landbau stärker gefördert wird. Viele ökologische Betriebe würden gerne wachsen, bekommen aber keine weiteren landwirtschaftliche Flächen. Gemeinden, Kreise und Kirchengemeinden können diese Betriebe unterstützen und ihnen ihre landwirtschaftlichen Flächen verpachten. So können auf diesem Land die Wünsche der Bürger berücksichtigt werden. Der Gartenbesitzer kann sich über eine geringere Nitratbelastung seines Brunnenwassers freuen und wieder Brunnenwasser statt kostbares Leitungswasser nutzen.

 


Anrufen

E-Mail