Ergebnisse der Grundwasseruntersuchung 2018 in Sachsen liegen vor

Die aktuellen Nitrat-Messwerte für 2018 sind ausgewertet. Unsere Arbeit erstecke sich in diesem Jahr auf die Bereiche Nordsachsen, Mittelsachsen und dem Raum Lipzig. Es zeigte sich wieder, dass noch viel gemacht werden muss. So fanden wir in diesem Jahr in Jesewitz einen Nitratwert von 213 mg/l. Dies ist unser diesjähriger Spitzenwert für Sachsen. Aber nicht nur einzelne Brunnen sind belastet. Insgsamt fanden wir in 27% der untersuchten Brunnen Nitratkonzentrationen von über 50 mg/l.

Postleitzahl
(erste drei
Ziffern)

Landkreise
Anteil der Proben mit Nitratwert kleiner als 25 mg/l Anteil der Proben mit
Nitrat zwischen 25 mg/l und 50 mg/l
Anteil der Proben mit Nitrat zwischen 50mg/l und 100 mg/l Anteil der Proben
mit Nitratwert größer als 100 mg/l

Höchster
Nitratwert

in mg/l

045

Nordsachen

Landkreis Leipzig

63 %

6 % 25 % 6 % 116
016 Leipzig 50 % 30 % 20 % 0 % 88
047

Nordsachsen,

Mittelsachsen

29 % 40 % 29 % 2 % 112
048

Nordsachsen,

Landkreis Leipzig

57 % 19 % 19 % 5 % 213

Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen in Sachsen

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In der Tabelle sind die Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen für den Zeitraum 2015 bis 2017 statistisch aufbereitet. Räumlich wurden die untersuchten Brunnen nach den ersten drei Ziffern der Postleitzahl zusammengestellt.

Folgende Informationen bekommen Sie in den einzelnen Bereichen:
Anteil der Proben mit Nitratkonzentrationen unter 25 mg/l, zwischen 25 und 50 mg/l, zwischen 50 und 100 mg/l und höher aufweisen. Auch der höchste Wert ist in dem Bereich angegeben.

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Unsere Forderung: Rahmenbedingungen für den ökologischen Landbau verbessern

Der ökologische Landbau hat weit strengere Düngevorschriften als in der Düngeverordnung festgesetzt. Es wird auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Stickstoffdünger verzichtet. Außerdem kommt es zu weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen, da die Zahl der Tiere sich an der Fläche orientiert, die dem Betrieb zur Verfügung stehen. Nährstoffüberschüsse werden somit bestmöglich vermieden. Der VSR-Gewässerschutz begrüßt deswegen, dass ökologisch erzeugte Produkte in den letzten Jahren immer stärker gefragt sind. Das freut uns als Gewässerschützer. Jedoch verbessert die Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte nicht die Grundwasserqualität in Sachsen. Dort werden nicht mal 6 % der landwirtschaftlichen Flächen vom ökologischen Landbau bewirtschaftet. Der große Bedarf wird inzwischen mit weit transportierten Lebensmitteln gedeckt.

 

Jahrzehntelang haben die landwirtschaftlichen Verbände darauf hingewiesen, dass sie produzieren, was die Bürger kaufen. Damit haben sie den Einkäufer für die Grundwasserbelastung verantwortlich gemacht. Viele Bürger ernähren sich heute jedoch anders als vor 20 Jahren. Es werden wesentlich mehr ökologische Produkte gekauft. Deswegen ist es dringend an der Zeit, dass der ökologische Landbau stärker gefördert wird. Viele ökologische Betriebe würden gerne wachsen, bekommen aber keine weiteren landwirtschaftliche Flächen. Gemeinden, Kreise und Kirchengemeinden können diese Betriebe unterstützen und ihnen ihre landwirtschaftlichen Flächen verpachten. So können auf diesem Land die Wünsche der Bürger berücksichtigt werden. Der Gartenbesitzer kann sich über eine geringere Nitratbelastung seines Brunnenwassers freuen und wieder Brunnenwasser statt kostbares Leitungswasser nutzen.


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