Deutschlandweit wird auf …..% der Flächen Mais angebaut. Nitratbelastung im Grundwasser

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Hohe Nitratauswaschung unter Mais

Unter den Maisflächen kommt es zu einer hohen Nitratauswaschung, weil die Flächen im Winter leer sind. Der Mais hat in den seltensten Fällen alle Nährstoffe aufgenommen. Bei den Regenfällen im Winter werden diese dann ins Grundwasser ausgewaschen, da nach der Ernte bis zur Aussaat im Frühjahr keine Pflanzen Nährstoffe aufnehmen. Selbst in Gebieten mit hohen Nitratbelastungen im Grundwasser – den sogenannten roten Gebieten – kommt es dadurch zur Belastung des Grundwassers. Die neue Düngeverordnung ändert daran auch nichts, da in den roten Gebieten nur bei einer Ernte vor dem 1. Oktober eine Pflicht zum Anbau von Zwischenfrüchte als Winterbegrünung besteht.

 

Monokultur 

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Monokultur Mais – eine Gefahr für das Grundwasser

 

 

 

Jeder kennt die Maisfelder mit den hohen Stängeln, die einem im Sommer die Sicht auf die Landschaft nehmen. Im Herbst sind die Traktoren mit großen Anhängern dabei den Mais von den Feldern zu den Biogasanlagen zu fahren. Nach der Ernte wächst auf den Flächen bis weit ins Frühjahr häufig nichts mehr.

 

Große gewerbliche Biogasanlagen lassen von den Landwirten Mais anbauen

Große Anlagen führen dazu, dass in vielen Regionen übermäßig viel Mais angebaut wird. In einigen Kreisen liegt dadurch der Maisanteil inzwischen bei 60-70 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Dieser extreme Maisanbau verändert jedoch erheblich die regionalen Anbauverhältnisse.  Um den großen Mais-Bedarf der subventionierten Biogasanlagen zu decken, haben Landwirte aus betriebswirtschaftlichem Kalkül immer mehr Dauergrünland in Ackerflächen umgewandelt – mit dem Ergebnis, dass die bis dahin gebundenen Nährstoffe ins Grundwasser ausgewaschen wurden. Daraufhin sahen sich einige Bundesländer gezwungen, ein Verbot für Grünlandumbruch zu erlassen.

 

Im Frühjahr und Herbst kann man sich dann an den weiten Brachen ergötzen. Lange Zeit sieht man auf den Flächen keine Pflanzen, weil der Mais erst sehr spät im Jahr ausgesät werden kann. Gerade die Monokulturen dieser Pflanzen schädigen die Böden und die Gewässer.

Die Anbauflächen für Mais stehen über lange Zeiträume brach, das heißt, auf ihnen wächst keine oder im Frühling erst sehr kleine Pflanzen, die die im Boden vorhandenen Nährstoffe nicht vollständig nutzen können. Vorhandene Nitrate versickern insbesondere im Herbst und Frühjahr ins Grundwasser. Von dort gelangen sie in Bäche und Flüsse, letztendlich landen sie auch im Meer.

 

Im Laufe der letzten 19 Jahre kamen immer mehr Maisfelder dazu.Seit Anfang dieses Jahrtausends boomt der Maisanbau. Die Anbauflächen wuchsen in 14 Jahren seit 2000 um eine Million Hektar Fläche auf 2,5 Millionen Hektar. Zuerst als Futterpflanze und seit 2009 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft trat auch als Energiepflanze. Das Gesetz garantierte Besitzern von Biogas-Anlagen feste Tarife für die Einspeisung von Öko-Strom. Seit dieser Zeit erhöhte sich die Zahl der Bio-Gasanlagen enorm. Hauptsächlich werden nachwachsende Rohstoffe und ganz besondere Mais (zu 70 %) vergoren.

 

Von 2006 bis 2014 erhöhte sich die Fläche für Biomasse zur Stromerzeugung von 4 auf 12 % der gesamten deutschen Ackerfläche!

 

Die Entwicklung wird so weiter gehen, denn im Koalitionsvertrag von 2018 wurde festgeschrieben, dass Bioenergieanlagen weiterentwickelt werden sollen. Allerdings soll auch der Einsatz von Blühpflanzen erhöht werden. Da Mais aber im Anbau vergleichsweise preiswert ist, wird er wohl weiterhin einen bedeutenden Anteil einnehmen.

 

Der Maisanbau verursacht jedoch auch Nitrateinträge ins Grundwasser

 

Anbauflächen für Mais stehen über lange Zeiträume brach, das heißt, auf ihnen wächst keine oder im Frühling erst sehr kleine Pflanzen, die die im Boden vorhandenen Nährstoffe nicht vollständig nutzen können. Vorhandene Nitrate versickern insbesondere im Herbst und Frühjahr ins Grundwasser. Von dort gelangen sie in Bäche und Flüsse, letztendlich landen sie auch im Meer.

 

Wie können die Schäden minimiert werden?

 

Unter bestimmten Voraussetzungen und Anbauweisen könnte man sogar Mais gewässerschonend anbauen. Schuld ist nämlich nicht die Pflanze an sich, sondern die Anbauweise, die auf möglichst hohe Erträge ausgelegt ist und wo die Belastung von Boden, Wasser und Umwelt nachrangig ist.

Maisanbau als Energiepflanze könnte umweltfreundlich möglich sein, wenn es auf nur max. 40 % der Anbaufläche gesät würde. Zwischen den Maispflanzen müssten andere, kleinere Pflanzen gesät werden, um den Boden vor Nitratauswaschung zu schützen.

Eine vielfältige Fruchtfolge mit kurzen Brachezeiten, pflanzenbedarfsgerechter Düngung, in denen Nitratgehalt und andere Nährstoffe genau berechnet und berücksichtigt werden, der Verzicht auf Pestizide. Auf diese Weise werden Erosionen und Nitratauswaschung vermieden.

 

Das sind gängige Arbeitsmethoden im Bereich des Öko-Landbaus. Dort müssen genau solche Zusammenhänge beim Anbau bedacht und in die Arbeitsweise einbezogen werden.

 

Fazit: Der Öko-Landbau schützt Gewässer und Böden!

 

Aus Gründen des Grundwasserschutzes ist es sehr wichtig, dass auch im Maisanbau die gesamte Menge an aufgebrachter Gülle und Gärreste effizient für das Pflanzenwachstum verwendet wird. Problematisch bei der zurzeit gängigen Düngerpraxis ist die Ausbringung großer Güllegaben vor der Saat.  Aufgrund seines Wachstumverlaufs ist der Mais erst ab Mitte Juni in der Lage, größere Mengen an Nährstoffen aufzunehmen. Bis dahin ist dann aber insbesondere in Jahren mit viel Regenfällen das Nitrat bereits in tiefere Bodenschichten unerreichbar für die Maispflanze verlagert und wird ins Grundwasser ausgewaschen. Aus diesem Grund muss der Mais noch mit größeren Mengen an Mineraldünger gedüngt werden. So ist der VSR-Gewässerschutz bei seinen Recherchen darauf gestoßen, dass in Bundesländern in denen schon pro Hektar sehr große Mengen Gülle und Gärreste ausgebracht werden, auch noch übermäßig viel Mineraldünger gekauft wird. Maisfelder schlucken nicht nur viel Gülle und Gärreste, sondern auch noch große Mengen Mineraldünger. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, den viele Landwirte und Lohnunternehmer auch schon erkannt haben. Eine möglichst bedarfsorientierte Düngung in Form von Teilgaben mit Gülle und Gärresten während der Wachstumsphase kann die Stickstoffverluste verringern. Dann steht den Pflanzen immer nur so viel Dünger zur Verfügung, wie sie aktuell benötigen. Es wird gleichzeitig die zusätzlich eingesetzte Mineraldüngermenge stark reduziert

 

Allerdings hielten auch vor der Gesetzesänderung die meisten großen Biogasbetreiber die Verwendung von Gülle in der Biogasanlage sowieso für unwirtschaftlich. Das Problem ist, dass die Gülle einen sehr hohen Wasseranteil aufweist. Die Nutzung des NaWaRo-Bonus (Bonus für Strom aus nachwachsenden Rohstoffe) später die „Einsatzstoffvergütungsklasse 1“ war damit für die Betreiber wesentlich lukrativer. Des weiteren ist der Mais gegenüber Gülle besser vergärbar und weist in vielen Regionen in Deutschland den größten Ertrag auf. Die staatliche Förderungen haben letztendlich dazu geführt, dass es in Deutschland so viele Biogasanlagen gibt  wie in keinem anderen Land in Europa. Allein 60 Prozent der Biogasanlagen der EU stehen in Deutschland. In keinem anderen Land wächst so viel Mais: 75 Prozent der Maisflächen für Biogas in der EU liegen in Deutschland (6).

In einigen Kreisen liegt dadurch der Maisanteil inzwischen bei 60-70 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Dieser extreme Maisanbau verändert jedoch erheblich die regionalen Anbauverhältnisse.  Um den großen Mais-Bedarf der subventionierten Biogasanlagen zu decken, haben Landwirte aus betriebswirtschaftlichem Kalkül immer mehr Dauergrünland in Ackerflächen umgewandelt – mit dem Ergebnis, dass die bis dahin gebundenen Nährstoffe ins Grundwasser ausgewaschen wurden. Daraufhin sahen sich einige Bundesländer gezwungen, ein Verbot für Grünlandumbruch zu erlassen.

 


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