Massentierhaltung

Bedeutet nicht nur Tierleid sondern ist auch eine große Belastung für unsere Gewässer.

Massentierhaltungen führen zu hohen Aluminiumbelastungen

in Grundwasser und Boden

Discounter und Supermärkte üben einen enormen Preisdruck auf die Bauern aus – Fleisch soll dem Kunden möglichst billig angeboten werden. 90% der Fleischprodukte in den Discountern stammen aus Massentierhaltung – nur so kann die Ware zu besonders günstigen Preisen angeboten werden. Bei dieser fragwürdigen Tierhaltung entsteht extrem viel Ammoniak, das durch Ausgasung oder bei der Gülleausbringung über die Luft in den Boden und damit auch in das Grundwasser gerät. In der Folge versauert das Grundwasser und löst beispielsweise das gesundheitsschädliche Aluminium.

 

Wir fordern von den Discounter wie Aldi & Co dringend mehr Verantwortung zu übernehmen und so eine bewusste Entscheidung - hin zu mehr Tierwohl und Umweltschutz - zu treffen. Das Fleischangebot mit der Haltungsform 1 und 2, die ein Hinweis auf Massentierhaltungen sind, müssen schrittweise aus dem Sortiment genommen werden.

Versauerung in Regionen mit Massentierhaltung

Der VSR-Gewässerschutz stellte bei der Auswertung der Untersuchungen fest, dass insbesondere in den Regionen mit vielen Massentierhaltungen eine Versauerung des Grundwassers vorliegt. Harnstoff oder Eiweiß in den Exkrementen der Nutztiere zersetzen sich und Ammoniak entsteht. Besonders im Stall und bei der Ausbringung der Gülle wird dies dann in der Luft freigesetzt. Von dort kommt es durch den Regen auf die Böden und ins Grundwasser. Selbst der Wind trägt Ammoniak durch die Luft in Regionen, die wenig Tierhaltung haben.

 

 

Aluminium schadet der Gesundheit von Tier und Mensch

Bei den zum Teil extrem niedrigen Werten lösen sich schädliche Stoffe wie Aluminium im Grundwasser. Zu viel Aluminium im Gießwasser verursacht massive Schädigungen der Pflanzen im Garten. In Teichen wirken bereits geringe Konzentrationen auf Fische giftig. Dieses Wasser ist daher nicht für Fisch- und Gartenteiche geeignet. Gefährlich für den Menschen wird es, wenn das belastete Brunnenwasser auch als Trink- oder Kochwasser genutzt wird. Auf Dauer kann dies das Nervensystem und die Knochenentwicklung des Menschen schädigen sowie einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben.

 

Ergebnisse unserer Grundwasseruntersuchungen in Niedersachsen

Gülle aus Massentierhaltungen belasten die Gewässer mit Nitrat

Massentierhaltungen importieren Unmengen an Importfuttermittel. Sie verfügen selbst über keine oder wenige landwirtschaftliche Flächen. Die Gülle muss dadurch zum Teil über große Entfernungen transportiert werden. Andere Betriebe übernehmen den Tranport, andere bringen die Gülle dann auf ihren Feldern auf. Dadurch fehlt dann trotz eigentlicher Vorgaben die Nachvollziehbarkeit. Und so kommt es zur Nitratbelastung von Gewässern.

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