Nützliche Wildkräuter im eigenen Garten

Unkraut im heimischen Garten wird oft als störend und schädlich angesehen. Häufig wird es ausgerupft oder mit Herbiziden besprüht. Besonders letzteres ist schädlich, da es durch Regenfälle in unsere Gewässer gelangen kann. Besser ist es, die nützlichen Blätter, Blüten oder Stiele vorsichtig abzuschneiden. Denn die Kräuter sind eine nützliche Nährstoffquelle im eigenen Garten.

Bunt und gesund

Aus diversen Wildkräutern können köstliche Smoothies, Suppen oder Tees zubereitet werden. Auch Salate oder das beliebte Butterbrot werden gerne mit Wildkräutern garniert. Das Ganze ist nicht nur farbenfroh und kostengünstig, sondern ist auch noch gesund.

Viele unserer heimischen Wildkräuter sind Heilkräuter. Sie helfen, diverse Krankheiten und Gebrechen zu lindern.

Die Brennnessel zum Beispiel enthält viel Vitamin C, Eisen und Calcium. Sie hilft in Form von Tee bei einer Blasenentzündung oder bei Rheuma.

Auch der Löwenzahn ist ein „regionales Superfood“: Er enthält viele Vitamine und diverse Bitterstoffe, die unter anderem gegen Frühjahresmüdigkeit helfen, sowie den Darm und Blutzuckerspiegel ausgleichen.

Jedoch ist beim Sammeln der Pflanzen Vorsicht geboten! Man sollte nur die Pflanzen sammeln, die man kennt, sonst besteht Verwechslungsgefahr. Denn es gibt natürlich auch giftige oder bei übermäßigem Verzehr ungenießbare Pflanzen.

Mit diversen Ratgebern zur Hand hat man jedoch bestimmt bald den Blick für die richtigen Kräuter - wie Bärlauch, Giersch (oder Geißfuß), Vogelmiere, Löwenzahn, Sauerampfer, Pimpinelle, Klee, Gänseblümchen, Spitzwegerich und Grünkohl.

In fast jeder Buchhandlung können Sie Handbücher zu verschiedensten Kräutern finden. Auch im Internet gibt es Leitfäden zu Wildkräutern, zum Beispiel diesen Ratgeber des Nabus.

Biopestizid und Insektennahrung

Die Wildkräuter im Garten sind nicht nur zum Essen gut.

Zum Beispiel Brennnessel ist vielseitig nutzbar:

Ein Brennnessel-Sud hilft gegen Blattläuse und wirkt als Naturdünger. Außerdem ist sie die Hauptfutterpflanze für viele Raupen und somit überlebenswichtig für viele Falterarten.

Auch der Rainfarn kann als Biopestizid eingesetzt werden und ist beliebt bei Insekten und Vögeln. Er ist jedoch ungenießbar für den Menschen.

Kräuter wie Giersch, Vogelmiere oder Spitzwegerich sollten auch nicht übermäßig weggepflückt werden, da sie als Nahrungsquelle für Falter, Bienen und andere Insekten dienen.

 

Viele unserer heimischen Wildkräuter sind das Superfood schlecht hin, für Mensch wie für Tier und sollten deshalb nicht vorschnell als lästiges Unkraut verurteilt und entfernt werden.