Besser Bio

Immer wieder hört man das die Biologische Landwirtschaft besser für die Umwelt ist. Doch warum ist das so?

Besser für unsere Gewässer

Durch niedrigere Düngung und humushaltigerem Boden kommt es in der Biolandwirtschaft zu weniger Nährstoffauswaschung. Das hat weniger Eutrophierungen in unseren Gewässern und weniger Fischsterben zufolge. Bei konventioneller Landwirtschaft werden auch Rückstände von Pestiziden, Herbiziden oder Fungiziden ins Grundwasser ausgewaschen.

Besser für Tiere

 

Eine artgerechte Haltung ist für die Bio-Tierhalter Pflicht. Die Tiere haben mehr Platz im Stall und genügend Auslauf. Die Fütterung der Tiere unterscheidet sich auch - so wird bei der Bio-Landwirtschaft mindestens 95% Bio-Futter verwendet. Gentechnisch verändertes Futter ist verboten. Bei Krankheiten kommt es zu einer Einzeltierbehandlung. Weiterhin geben Biobauern Homöopathie und Naturheilkunde Vorrang. Zudem behandeln Biobauern die Tiere artgerechter bei der Vorbeugung von Krankheiten, denn vorbeugende Medikamente und starker Antibiotika-Einsatz sind in der Bio-Landwirtschaft verboten. Durch diese Regelung der Medikamente treten Resistenzen seltener auf.

Besser für die Artenvielfalt

Ohne Einsatz von Herbiziden und Pestiziden ist die Artenvielfalt von Flora und Fauna nicht so bedroht, wie durch die konventionelle Landwirtschaft. Durch Herbizide werden unerwünschte Planzen auf dem Feld zerstört - die zerstörten Pflanzen bieten normalerweise vielen Insekten Nahrung und Lebensräume. So kommt es zum Artensterben. Diese Insekten wie z.B. Bienen sind jedoch sehr wichtig für die Menschen, unter anderem auch für den Obst- und Gemüseanbau. Außerdem kommt es durch die niedrigere Düngung zu weniger Eutrophierung und Fischsterben. Bio-Landwirtschaft setzt auch oft auf alte Sorten, sowohl beim Ackerbau als auch bei der Viehzucht. Diese Sorten werden u.a. wegen langsamerem Wachstum oder kleineren Früchte in der konventionellen Landwirtschaft aussortiert. 

Besser für den Boden

 

In der Biologischen Landwirtschaft werden keine Monokulturen und weite Fruchtfolgen angebaut. So kommt es zu weniger Erosion, Schädlingsbefall oder eine einseitige Nährstoffverarmung der Böden. Zwischenfrüchte füllen den Nährstoffspeicher des Bodens wieder auf und es kommt zu stärkerer Humusbildung. Humushaltiger Boden bindet außerdem noch mehr CO2.

Besser für die Gesundheit

In der Bio-Landwirtschaft werden die Tiere nicht mit Medikamenten vollgestopft, so dass wir diese auch nicht in unserem Essen finden. Auch Pflanzenschutzmittel wurden schon in unseren Nahrungsmitteln und im menschlichen Urin gefunden. Obwohl nicht alles giftig oder krebserregend ist... förderlich für die Gesundheit ist es jedenfalls nicht und wer will schon Pestizide mit essen?! Bei Bio-Lebensmitteln ist zudem geregelt, dass es nur 40 Zusatzstoffe geben darf, während es bei anderen Lebensmitteln über 400 Zusatzstoffe sind. Einige davon können Allergien auslösen oder verursachen bei Kindern Hyperaktivität.


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