Fassadenbegrünung – Ein großes Plus für die Stadt

In Städten bewegen wir uns ständig zwischen kahlen Ziegeln- oder Betonwänden. Was normal scheint, ist meistens nicht besonders schön. Vor allem aber ist es vermeidbar: Mit einer Fassadenbegrünung kann das Stadtbild deutlich verschönert werden. Das frische Grün wirkt sich positiv auf Menschen, Tiere und die Stadtluft aus. Überlegen Sie sich doch einmal, ob  Ihrem Haus ein „Pflanzen-Anstrich“ nicht auch gut stehen würde!

Fassadenbegrünung ist ein echter Alleskönner!

Pflanzen an den Hauswänden sind gut für ihre Umgebung.

 

  • Fassadenbegrünung wirkt als natürliches Dämmmaterial. Im Sommer schirmen die Blätter die Hauswand vor der Sonne ab. Dadurch heizt sich die Wand nicht so stark auf. Bei wintergrünen Pflanzen wie Efeu setzt in der kalten Jahreszeit der gegenteilige Effekt ein. Sie haben eine wärmedämmende Wirkung und sind ein zusätzlicher Schild gegen das Auskühlen des Hauses.

 

  • Nicht nur durch Dämmung profitiert ein Haus von Fassadenbegrünung. Die Blätter schützen die Bausubstanz, indem UV-Strahlung, Regen und Schmutz abgefangen werden. Die Wurzeln der Pflanzen halten zudem das Erdreich am Gebäude trocken.

 

  • Außerdem sorgen die Pflanzen für Lärmschutz. Die Blätter schlucken den Schall und lassen ihn nicht auf die kahle Hauswand treffen. Hierdurch kann Lärm um bis zu 10 Dezibel verringert werden.

 

  • Weiterhin wertet frisches Grün das Stadtbild auf. Und ein schöneres Stadtbild sorgt für weniger Stress und mehr Zufriedenheit bei uns allen!
  • Pflanzen sind ein echter Gewinn für das Mikroklima um sie herum. Sie entnehmen der Luft Kohlenstoffdioxid und geben Sauerstoff an sie ab. An ihren Blättern verdunstet Wasser. Die Luftfeuchtigkeit steigt und die Temperatur sinkt. Zudem filtern Pflanzen Schadstoffe aus der Luft – besonders in der Stadt ist das sehr wertvoll!

 

  • In einer Zeit des Insektensterbens ist die Fassadenbegrünung als Lebensraum nicht zu unterschätzen. Käfer, Raupen und Ameisen können dort leben. Auch Vögel werden für den Platz dankbar sein und können dort ihre Nester bauen.

Was muss bei Fassadenbegrünung beachtet werden?

Wie so oft beim Gärtnern gilt: Die Standortsbedingungen sollten den Vorlieben der Pflanze entsprechen. Besonders die Licht- und Bodenverhältnisse sind zu beachten. Zum Beispiel, Efeu und Kletterhortensien freuen sich über Schatten oder Halbschatten, Passionsblumen und Kletterrosen haben es lieber etwas sonniger.

 

Je nach Klettereigenschaft werden Kletterpflanzen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt.

 

Die Selbstklimmer schaffen es von allein, an Wänden und Mauern herauf zu wachsen. Efeu, wilder Wein und Kletterhortensien gehören dazu. Anderen Pflanzen brauchen etwas mehr Hilfe:

Die sogenannten Gerüstkletterer. Diese unterscheiden sich je nach Klettertechnik. Kletterrosen und Brombeeren gehören zu den Spreitzklimmern. Daneben gibt es Rankpflanzen wie Clematis und Schlingpflanzen wie Knöterich. Die Wahl oder Konstruktion der Kletterhilfe sollte ebenso sorgfältig geschehen wie die Pflanzenwahl. Sowohl Kletterhilfen als auch Hauswände haben eine maximale Tragkraft, die bedacht werden muss. Außerdem kann nicht jede Kletterhilfe an jede Hauswand angebracht werden. Es ist sinnvoll, sich im Baumarkt oder von einer Fachfirma beraten zu lassen.

 

Wenn die Fassadenbegrünung schließlich steht, ist schon ein Großteil der Arbeit geschafft. Glückwunsch! Trotzdem muss sie gepflegt werden. Die Nährstoff- und Wasserversorgung muss ständig gesichert sein. Ein- bis zweimal im Jahr sollten die Pflanzen zudem zurückgeschnitten werden. Abgestorbene Pflanzenteile müssen entfernt und ausgefallene Pflanzen ersetzt werden.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Viele Kommunen haben ein Förderprogramm für Fassadenbegrünung. Bringen Sie doch in Erfahrung, ob Ihre das auch hat!

Weitere Informationen:


Anrufen

E-Mail