Kiesgärten und gepflasterte Gärten vermeiden

Steinwüsten "zieren"  mittlerweile immer mehr Gärten. Doch worüber sich so manche Menschen freuen, ist für Insekten und andere Tiere ein Albtraum. Auch das Umwandeln von Vorgärten in Parkplätze wird beliebter und schadet der Umwelt.

Kein Lebensraum

Als Lebensräume sind Steinwüsten nicht besonders attraktiv. Die Nahrung der tierischen Bewohner ist unter all den Steinen vergraben und die Unterpopulation der Insekten in Kiesgärten ist auch für Vögel schlecht. In Deutschland wächst der Trend Steingarten immer mehr, so wird es für die Tiere immer problematischer einen Ort zum Leben zu finden. Denn die Fläche der Gärten in Deutschland ist größer, als die der Naturschutzgebiete. Da in der Landwirtschaft immer mehr Monokulturen vorkommen und die Gärten sich in Steinwüsten verwandeln, werden Lebensräume für Tiere immer knapper.

Auch Pflege wird benötigt

Dass Kiesgärten keine Pflege benötigen ist ebenfalls ein Irrglaube. Denn durch Laub- und  Nährstoffverwehungen bildet sich Humus zwischen den Steinen und Wildpflanzen und Moose fangen an zu wachsen. Entweder werden die Pflanzen per Hand ausgerupft oder mit Chemie behandelt. Der Arbeitsaufwand dabei ist nicht zu unterschätzen. So gibt es auch schon Menschen die aufgrund des Pflegeaufwandes ihren Kiesgarten wieder abgeschafft haben. Bei langem Kontakt mit Wasser können sich zudem Algen gut an den Steinen bilden.

Bessere Steingärten

 

Neben den Steinwüsten in den Vorgärten, gibt es auch Steingärten die deutlich umweltfreundlicher sind. Diese haben schon zu Beginn des 20. Jahunderts Anklang gefunden. Das ursprüngliche Ziel war es Pflanzen aus wärmeren und trockenen Gebieten, durch die Verwendung von Kies, Steinen oder Splitt einen guten Standort zum Gedeihen zu schaffen. Trockenmauern bieten durch ihre vielen kleinen Höhlen und Ritzen auch Lebensräume für viele Insekten, bestimmte Pflanzen aber auch für Eidechsen, Spitzmäuse oder Kröten. Doch mit der Zeit wurden in den ursprünglichen Steingärten auch die Pflanzen durch Steine ersetzt. Neben dem Lebensraum-Aspekt, muss man sich auch die Frage stellen, woher die Steine kommen die so oft im Vorgarten liegen. Ob an den jeweiligen Steinbrüchen immer gute Arbeitsbedingungen herrschen, ist zu bezweifeln.

Versiegelung des Bodens

Wer einen neuen Stellplatz für sein Auto braucht, pflastert oftmals auch seinen Vorgarten dafür zu. Neben den Nachteilen für die Tiere, kann auf lange Sicht auch ein Nachteil für die Menschen entstehen: Studien haben ergeben, dass sich in den nächsten 100 Jahren nur die Hälfte der Grundwasservorkommen wieder vollständig auffüllen können. Durch die Versieglung des Bodens wird das Versickern des Regenwassers verhindert und es kann nur oberflächlich in die Kanalisation abfließen.


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