Gemeinsam Gärtnern in der Stadt

In den Städten gibt es viele brachliegende Flächen, die unnütz sind und öde aussehen. Diese Flächen haben das Potenzial, eine grünere Stadt und mehr Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.

Mit urbanem Gärtnern können Sie diese Flächen nutzen, indem Sie z.B. Gemüse und Obst anbauen. Die Flächen werden quasi recycelt und Nutzpflanzen finden mehr Platz.

Urbanes Gärtnern gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Auch in Kleve, Duisburg, Bonn, Essen und in weiteren Städten NRWs wurden schon Gemeinschaftsgärten angelegt.

 

Diese Gartenprojekte können von den interessierten Bürgern selbst initiiert und durchgeführt werden, aber auch die Kommune oder lokale Unternehmen können daran teilhaben.

Neben Gemeinschaftsgärten und Guerilla Gardening (bei dem die Anwohner Pflanzensamen auf öffentlichen Grünflächen verteilen - größtenteils aus politischem Protest) gibt es auch das weitaus umfassendere Konzept der „Essbaren Stadt“.

Die Essbare Stadt

 

Das Ziel bei der Planung einer „Essbaren Stadt“ ist, die urbanen Lebensräume großflächig effektiver zu nutzen und die Stadt mit Nutzpflanzen und Gemeinschaftsgärten anzureichern. So können z.B. Obstbäume und Beerensträucher in Parks und Gemüse auf vorher brachen Flächen gepflanzt werden. Es kann auch vertikal gepflanzt werden, oder gar auf Dächern (wie es in New York zur Zeit Trend ist). Artenvielfalt steht dabei im Vordergrund.

 

Andernach hats vorgemacht. Das Projekt der multifunktionalen essbaren Stadt wurde 2010 gemeinsam mit Bürgern, der Kommune und Fachleuten ins Leben gerufen und schlug mehr und mehr Wellen. Dort gibt es auf öffentlichen Flächen Blumenkohl, Kartoffeln, Weinranken und vieles mehr - zum Pflücken wird aufgefordert. Auch Schafe haben in der Stadt ein neues Zuhause gefunden.

 

Solch eine grüne Stadtumplanung bietet viele Vorteile: Mitglieder verschiedenster sozialer Schichten und Kulturen kommen hier zusammen und können sich austauschen. Auch Kinder können lernen, bewusster mit Umwelt und Lebensmitteln umzugehen und nachhaltiger zu handeln. Bei dem Projekt in Andernach werden auch Langzeitarbeitslose integriert und die Bürger können die Stadt selber mitgestalten.

 

Unsere Welt ist schnell und globalisiert. Urbanes Gärtnern und die "Essbare Stadt" geben uns die Möglichkeit, das Bewusstsein für unsere Umwelt und für gesunde Ernährung zu stärken, uns geerdeter zu fühlen und außerdem unsere sozialen Kompetenzen zu schulen.

 

Falls es solche Gartenprojekte nicht in Ihrer Nähe gibt, schlagen Sie es doch den Nachbarn als gemeinsames Projekt vor oder wenden Sie sich direkt an die Kommune.  

Ackerhelden

Was schmeckt schon besser, als selbst angebautes Gemüse?

 

Wer bei den Ackerhelden mitmacht, mietet sich für eine Saison 40 qm vorbepflanzten Acker an, kümmert sich selber um diesen und kommt natürlich auch in den Genuss der Ernte. Dabei arbeitet man nach den Richtlinien von Bioland - man versorgt sich also selber mit garantiert regionalen Biogemüse.

Gut für die eigene Gesundheit und die eigene Ernährung sind die Ackerhelden sowieso, gleichzeitig aber auch für die Umwelt - denn es werden weder Gifte für den Anbau gespritzt, noch werden die Flächen überdüngt. Und mal ehrlich, was kann schon besser schmecken, als selbst erzeugte Nahrungsmittel? Falls es die Ackerhelden nicht bei Ihnen in der Nähe gibt, können Sie auch im Internet nach anderen Anbietern dieser Art suchen. 


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