Torf im Garten vermeiden

In vielen Erdsäcken in Baumärkten ist Torf vorzufinden.

Dessen Gewinnung ist jedoch hochproblematisch. Torf stammt aus Mooren, die Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen sind. Außerdem binden Moore doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder dieser Welt zusammen, der beim Abbau von Torf entweicht und zu Kohlenstoffdioxid (CO2) wird. Treibhausgase werden freigesetzt und der Klimawandel wird beschleunigt.

Bei dem Abbau werden zusätzlich Phosphate in die Flüsse geschwemmt und verbreiten sich sogar bis in die Ozeane. Phosphate sind wie Nitrate Nährstoffe, die zu einer Überdüngung der Gewässer führen. Dies führt zu sogenannten "Todeszonen", wie es sie in der Ostsee schon gibt.

Sie wollen bestimmt nicht, dass solche Gewässer zerstört werden!

Es wird nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Torf abgebaut, weshalb das Thema überall von großer Bedeutung ist.

Wenn Sie Erde kaufen möchte, sollten Sie deswegen unbedingt darauf achten, dass diese als torffrei gekennzeichnet ist.

Sie können aber auch einfach den eigenen oder regional produzierten Kompost verwenden und damit sogar die Umwelt schützen. Verwenden Sie torffreie Erde oder Kompost, werden die Nährstoffversorgung des Bodens, die Bodenstruktur und wichtige Bodenlebewesen unterstützt.

Torf auf der anderen Seite sorgt dafür, dass die Erde an Qualität einbüßt. Er beinhaltet wenig Nährstoffe und fördert die Versauerung. Hinzu kommt, dass Torf austrocknet und kein Wasser mehr speichert, was bei den Alternativen nicht der Fall ist.

Achten Sie also besonders darauf, dass beim Kauf von Blumenerde kein Torf enthalten ist und bedenken Sie, dass auch in torfreduzierten Produkten teils sehr viel Torf verwendet wurde. Nutzen Sie deshalb ausschließlich torffreie Erde oder gar besser Kompost, somit schützen Sie auch Ihren eigenen Garten.

Der BUND hat zu dem Thema eine Broschüre veröffentlicht, die Ihnen hilft, Blumenerde ohne Torf zu kaufen.