Wie können wir unsere Gewässer schützen?

Deutschland gehört im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern im Gewässerschutz!

 

Unser Verein hat sich den Gewässerschutz zur Hauptaufgabe gemacht! Wir beproben, analysieren, informieren und stellen aufgrund unserer Messergebnisse fällige Forderungen bei Belastungen! Die Bundesregierung und die Länder müssen endlich handeln. Bis dahin ist jeder Einzelne von uns aufgefodert etwas für den Schutz unserer Gewässer zu tun!

 

Hier haben wir einige Vorschläge, wie wir den Gewässerschutz in unseren Alltag integrieren können .Denn -

unsere Gewässer können wir selbstverständlich am besten schützen, wenn wir sie erst gar nicht belasten!

Problematik Geschirrspülmaschinen-Tabs oder –Pulver: 

 

Bereits vor einigen Jahren hat der VSR-Gewässerschutz darauf hingewiesen, dass der Zusatz von Benzotriazolen in Reinigungs- und Spülmitteln nicht mehr nötig und zeitgemäß ist – diese schwer abbaubaren Stoffe können in Kläranlagen nur zu einem sehr kleinen Teil  wieder aus dem Wasserkreislauf eliminiert werden, wenn sie erst einmal dort hineingelangt sind.

 

Benzotriazole werden hauptsächlich als Korrosionsschutz für Metalle (und Silber) zugesetzt. Leider ist es auf den Packungsangaben dieser Mittel oft nicht ersichtlich, ob die gefährlichen Stoffe zugesetzt sind. Es ist aber davon auszugehen!

 

Daher unsere dringende Empfehlungen: Verzichten Sie vollständig auf den Kauf solcher Reinigungsmittel und stellen Sie diese entweder selber (Rezepte sind im Internet reichlich vorhanden) oder kaufen sie Produkte mit dem Siegel Eco Garantie oder Ecocert-Siegel. Die Hersteller dieser Mittel verwenden natürliche Rohstoffe aus überwiegend nachwachsenden Quellen, die gentechnikfrei und gut abbaubar sind.

 

Um auf Chemikalien und Mikroplastik aus Putz-, Waschmitteln und Kosmetik zu verzichten bietet sich an, auf die guten alten Hausmittel zurückzugreifen. Oft ist die Alternative einfacher, besser und kostengünstiger.

Hier einige Beispiele, die sich bei uns schon bewährt haben:

 

Essig – normaler Haushaltsessig ist beispielsweise prima geeignet, um viele Reinigungsmittel und Pflegeprodukte einfach und preiswert herzustellen.

 

Rezept für einen einfachen Entkalker: Essig 1:1 mit Wasser vermischen – damit löst sich der Kalk im Nu. Bei hartnäckigeren Ablagerungen einfach die Mischung länger einwirken lassen. (Vorsicht allerdings bei empfindlichen Oberflächen. Gegebenenfalls erst an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobieren!)

 

Natron – es wirkt desinfizierend und ebenfalls kalklösend.

 

Sein Einsatz ist sanft und ungiftig aber effektiv. Als Triebmittel ist es auch vielen bekannt in Backpulver. Allerdings sollte man es sparsam verwenden, da der Herstellungsprozess wiederum größere Mengen an Frischwasser verbraucht und auch chemische Abfallprodukte entstehen. Wenn man jedoch achtsam damit umgeht, ist dies immer noch jeder Chemiekeule vorzuziehen.

Einfaches Rezept für eine wirksame Scheuermilch: Natron, Zitronensäure und Speisestärke mischen – da werden selbst hartnäckige Flecken schwach. Hier vorsichtshalber auch bei empfindlichen Oberflächen das Mittel erst an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobieren!

 

 

Kernseife -  im besten Fall ohne Palmöl gesiedet. Ein ideales Reinigungsmittel und Grundzutat für Waschmittel, Reiniger und Pflegeprodukte.

 

Duschgel mit Kernseife: einfach die Bio-Kernseife fein raspeln und in Wasser leicht erwärmen. Umrühren, bis sich die Seife aufgelöst hat.

 

Während die Masse abkühlt könnten optional auch noch hinzugegeben werden: etwas Pflanzenöl (damit trocknet die Haut nicht so aus), Andickungsmittel wie z.B. Speisestärke (damit wird die Konsistenz etwas dickflüssiger) sowie Kräuter und ätherische Öle für den angenehmen Duft!

 

 

 

Das waren nur einige nennenswerte Grundzutaten, die man in Küche, Haushalt und Bad verwenden kann. Wer Anregungen für die Herstellung und Verwendung dieser Mittel sucht, dem sei die Homepage von Smarticular empfohlen – ein Ideenportal für ein einfaches und nachhaltiges Leben (https://www.smarticular.net).

 

Ein weiterer sehr wichtiger (Problem-)Punkt sind die Arzneimittel, die ungebremst in die Umwelt gelangen.

Arzneimittel sind wichtig für die medizinische Versorgung. Dennoch sind sie biologisch hochaktive Stoffe, die schlecht abgebaut werden können und die Gewässer erheblich belasten. Viele Stoffe werden vom menschlichen Körper unverändert wieder ausgeschieden und gelangen so mit dem Abwasser in die Umwelt.  Diese können von den Kläranlagen kaum zurückgehalten werden.

Die Rückstände von Arzneimitteln werden mittlerweile flächendeckend in Fließgewässern und Boden- und Grundwasserproben gefunden.

Ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Gewässer besteht also für jeden Einzelnen im verantwortungsbewussten Umgang mit Arzneimitteln, einer gesünderen Lebensweise, damit wir gar nicht erst auf Medikamente angewiesen sind und der sachgerechten Entsorgung von Arzneimittelresten!

 

Bei den meisten Krankheiten und Wehwehchen stellen heimische Kräuter und Heilmittel aus der Natur oft eine gute und wirkungsvolle Alternative zu dem Chemie-Hammer aus der Apotheke dar oder können unterstützend zu den verschriebenen Medikamenten eingenommen werden (hier eventuelle Wechselwirkungen mit dem Arzt besprechen!). Das unterstützt die Rekonvaleszenz und verringert  häufig auch die Zeit der Medikamenteneinnahme.


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