Immer mehr Menschen geht die Silvesterknallerei

zum Jahreswechsel auf die Nerven!

 

 

 

Schon für uns Menschen ist der Lärm des Feuerwerks eine Herausforderung. Aber die Tiere leiden noch viel mehr darunter, weil sie ein wesentlich empfindlicheres Gehör haben.  Bei unseren Haustieren fällt uns das noch auf – der Hund hechelt vor Angst und verkriecht sich unter dem Bett, die Katze ist unruhig und auch die Tiere im Stall verstehen nicht woher der Krach kommt.

 

Aber wie sieht das bei den wildlebenden Tieren aus?

 

Viele werden in der Neujahrs-Nacht durch den Lärm aufgeschreckt. Teilweise beeinträchtigen die Detonationen den Orientierungssinn und lösen sogar Schockzustände aus. Rehe fliehen in Panik und auch die anderen Waldbewohner brauchen Wochen, um sich von dem Schreck zu erholen. Wildgänse z. B. fliegen dann mitten in der Nacht vor Angst auf und Igel wachen aus ihrem Winterschlaf auf. Das verbraucht  unnötig viel Energie und ist für die Tiere lebensbedrohlich.

Auch ein weiteres Problem der Silvesterknallerei lässt sich nicht leugnen: Durch die Unmengen abgefeuerter Feuerwerkskörper entstehen große Mengen an Rauch und somit steigt auch die Feinstaubbelastungen gerade in den Ballungsgebieten an. Der Qualm enthält gesundheitsschädliche Stoffe wie z.B. Schwermetalle, die die Atemwege belasten und sogar in Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Auch Wunderkerzen enthalten solche Stoffe!

Zu guter Letzt bleiben am Neujahrs-Morgen Unmengen giftiger Knaller-Müll in der Umwelt übrig – und der enthält neben Pappe und Kunststoff auch diverse Chemikalien, die unseren Boden und unser Grundwasser verunreinigen.  Von Barium über Quecksilber oder Chlorverbindungen – teilweise entstehen hier richtige Gift-Cocktails. Aber nicht nur die Belastung unserer Böden und Gewässer ist hier das Problem – auch wenn Tiere die Raketenhülsen fressen, können Vergiftungserscheinungen auftreten und der Tierarztbesuch unumgänglich werden.

Unser Tipp und Forderung daher:

 

Es sollte komplett auf Feuerwerkskörper und Sivesterknaller verzichtet werden!

 

Unsere Nachbarländer machen es schon vor! In den Niederlanden verbieten bereits 56 Städte und Gemeinden das private Silvesterfeuerwerk – aber auch in Frankreich, Griechenland und Dänemark gibt es strenge Auflagen.

 

Alternativ  dazu helfen uns ganz sicher auch andere (umweltbewusstere) Bräuche, gut in das kommende Jahr zu „rutschen“.  In Brasilien beispielsweise werden zum Jahreswechsel Blumen ins Meer gelegt. In Spanien wird um Mitternacht pro Glockenschlag eine Weintraube verspeist – das soll Wünsche erfüllen! Bei unseren Nachbarn in Österreich wird das Tanzbein geschwungen und Walzer getanzt. Und die Isländer begrüßen das neue Jahr mit „Elfenfeuern“. 

 

Das Team des VSR-Gewässerschutzes wird zum Jahreswechsel die Sektkorken knallen lassen ;-)!

 

Ganz nebenbei entsteht dann noch ein weiterer, sehr positiver Effekt: Der Verzicht auf den Kauf von Silvesterböllern schont nicht nur die Umwelt sondern auch unseren Geldbeutel…


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